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Nachhaltigkeit – Das Thema der Zukunft

320 000 Plastikbecher werden jede Stunde mit Coffee-to-go befüllt und anschließend weggeworfen. Es entsteht ein riesiger Müllberg aus Plastikflaschen und Verpackungen, der unsere Landschaft und die Gewässer verschmutzt. Aber auch beim Transport von Mehrwegflaschen werden Millionen Tonnen CO2 in die Luft geblasen. Muss das alles sein?

In der Tat: Nachhaltigkeit wird das Thema der Zukunft – auch für Hotellerie und Gastronomie – denn eine intakte Umwelt ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Tourismus und das eigene Geschäft. Die Ansatzpunkte zur Reduzierung von Abfällen durch das Gastgewerbe sind so vielfältig wie die Betriebe der Branche selbst. Und die Lösungen sind es mindestens genauso.

Plastik – ein tolles Produkt
So die Theorie. Das bestätigt auch Gilian Gerke, Professorin für Abfallwirtschaft an der Hochschule Magdeburg/Stendal: langlebig, flexibel, leicht und transparent. „Aber keiner hat an die Folgen gedacht.“ Viele Plastikabfälle landen in der Umwelt, verschmutzen Flüsse und Meere. Dabei gibt es Alternativen – und früher ist man ja auch mit dem Topf über die Straße gegangen, um ein Essen aus dem Wirtshaus zu holen.

Mikroplastik – unbemerkt
Noch gravierender ist die Problematik rund um das Thema Mikroplastik. Das sind kleinste Teile, häufig in Kosmetika enthalten, die über das Abwasser in den Wasserkreislauf gelangen und sich in Fischen anlagern können, die dann wieder auf den Tischen landen. Bei der Wahl der in Hotels bereitgestellten Seifen und Kosmetika sollte also auf die Inhaltsstoffe geachtet und Mikroplastik vermieden werden.

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Verpackungen
Gerke rät, sich über die Verpackung Gedanken zu machen. „Man könnte ja beispielsweise Seifenspender im Hotelzimmer installieren, die in Plastikfolie verpackte Seifenstücke ersetzen.“ Abfälle lassen sich auch beim Einkauf vermeiden. Jeder sollte darauf achten, wie aufwendig die Produkte verpackt sind – vielleicht ist manchmal weniger ein bisschen mehr … Der Knödelhersteller Burgis hat für die Belieferung der Festzelte auf dem Oktoberfest ein Mehrwegsystem entwickelt, das den Müllberg allein bei den Knödeln auf ein Minimum reduziert hat. Ein gutes Beispiel, dass mit ein bisschen Nachdenken und Engagement, aber auch im gegenseitigen Austausch von Lieferant und Kunde vieles möglich ist.

Trinkwasser
Mit großem Aufwand wird Mineralwasser in Flaschen abgefüllt und mit Lastwagen quer durchs Land, manchmal durch halb Europa gefahren. Dabei ist Trinkwasser eines der saubersten und bestkontrollierten Lebensmittel. Warum also nicht auf alternative Trinkwasserkonzepte umsteigen, die den Gästen ebenfalls höchste Qualitätsstandards zu umweltschonenden Bedingungen bieten. So zeigt die ProWater Consulting als Spezialist für leitungsgebundene Trinkwasserautomaten mit der Initiative QualitätWasser wirtschaftliche und zugleich nachhaltige Lösungsansätze auf, die zukunftsfähiger sind als der Einsatz von abgefülltem Mineralwasser. Auch wenn das Thema in Deutschland immer wieder heiß diskutiert wird: aufbereitetes Tafelwasser ist ein Qualitätsprodukt und entsprechende Preise in der Gastronomie haben definitiv ihre Berechtigung.

Fazit – vermeiden statt sammeln
Eines ist klar: Am besten ist es, wenn Abfall und Umweltbelastung erst gar nicht entstehen. Viele Hersteller, so berichtet Wissenschaftlerin Gerke, machen sich Gedanken, wie man Kunststoffe in Produkten und Verpackungen vermeiden kann. Dies ist eine wegweisende Entwicklung. „Wichtig ist, dass miteinander gesprochen wird.“ Jeder ist deshalb aufgerufen, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

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www.prowater-consulting.com

Aktion auf dem Rhein sollte sensibilisieren

Einen Monat lang paddelte der niederländische Biologe und Aktionskünstler Merijn Tinga auf seinem selbst aus Plastikflaschen gebauten Stand-Up-Paddleboot den Rhein entlang – mit einer klaren Mission: Auf die Wasserverschmutzung durch Plastikabfälle aufmerksam machen. Tinga sammelte auf dem Rhein Plastikabfälle ein und stellt diese aktuell den Herstellern, die für die Produktion der Verpackungen verantwortlich sind, per Gerichtsvollzieher zu. Begleitet wurde Tinga an mehreren Rheinstationen zwischen Bonn und Xanten von Mitgliedern des WaterRanger e. V., der sich aktiv für einen bewussteren Umgang mit der Ressource Wasser einsetzt. So konnte die Aktion Tingas gleich mit mehreren Projekten verbunden werden: Gemeinsam mit dem WaterRanger e. V. wurden Clean- Ups und Presseveranstaltungen organisiert. Zudem konnten verschiedene Akteure im Einsatz für die Nachhaltigkeit zusammengebracht werden.
Bei der Paddel-Aktion entlang des Rheines, die in den Medien großes Echo fand, wurde eines deutlich: Das Bewusstsein ist da, doch es fehlt oftmals an konkreten Handlungen. Deshalb ist jeder aufgerufen, sich mit dem Thema zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.
Themen in diesem Artikel
MikroplastikNachhaltigkeitPlastikTrinkwasser
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