Unternehmerschutz

Gastronomiebedarf: Gleiche Rechte für Unternehmen und Verbraucher

Garantieansprüche, Rücksendungen und Co. – verbraucherrechtliche Unterschiede zwischen B2C- und B2B-Kunden machen Gastronomen oft den unternehmerischen Alltag schwer. Gerade Existenzgründer sollten bei den Kaufbedingungen im B2B-Geschäft genauer hinschauen.

Was für Verbraucher gilt, ist nicht für Unternehmen rechtens.
© Expondo

Bei Kalkulation und Warenwirtschaft müssen Gastronomen mit Fingerspitzengefühl vorgehen, denn die Erfahrungswerte zeigen schnell: Die Voraussetzungen für Privatkunden und Unternehmer können weit auseinander gehen und zu Schwierigkeiten führen, Unternehmerschutz ist keine Selbstverständlichkeit.

Vor dem Gesetz sind in erster Linie Privatleute geschützt. Was bei Verbrauchern selbstverständlich ist, ist für Geschäftskunden im deutschen Recht nicht vorgesehen. Hierzulande gilt lediglich der private Verbraucher als schutzwürdig im Sinne des Gesetzes. Die Folge: Gerade für Start-ups und kleine bis mittlere Unternehmen schafft dieser Umstand oft Probleme.

Doch es gibt Betriebsausstatter, die sich im B2B-Bereich bewegen und alle Kunden gleichstellen. Dazu zählt der Berliner Online-Händler expondo, der als freiwillige Leistung auf verbraucherrechtliche Unterschiede verzichtet.

Profi-Equipment für die Gastronomie

Der Onlinehändler ist auf professionelles Equipment für Gastronomie und Industrie spezialisiert. Die Philosophie des Anbieters lautet dabei: Von Profis entwickelte Produkte zu fairen Preisen, mit unkompliziertem Kundenservice und guten Kaufbedingungen. Das Sortiment umfasst eine Vielzahl von Produkten und Geräten für die Gastronomie und Hotellerie, darunter Küchen- und Kühlgeräte, Heizstrahler für den Außenbereich und Gastromöbel.

expondo vertreibt die Ausstattung ausschließlich über das Internet. Das Angebot: Zu 95 Prozent Eigenmarken, entwickelt von Ingenieuren und Designern in Berlin und gefertigt bei spezialisierten Partnerunternehmen. Bevor die Produkte im Shop erscheinen, durchlaufen sie nochmals hauseigene Tests. Das Ergebnis: Nur rund 70 Prozent schaffen es letztendlich in den Vertrieb. Damit garantiert der Online-Händler höchste Qualität für seine Produkte.

Vorteile für Start-ups und Co.

Vertragsrechtlich geht expondo seinen eigenen Weg: Zusätzlich zum Privatkundenschutz verpflichtet expondo sich freiwillig, gleiches Recht auch für B2B-Kunden anzuwenden. Somit gilt auch für Firmen und Selbstständige: Tiefpreisgarantie, 100 Tage Rückgaberecht, ganze drei Jahre Garantie. Geschäftsführer Sebastian Brede begründet den außergewöhnlichen Service: „Verbraucher können im Rahmen des Widerrufsrechtes nach den Regeln des Haustür- oder Fernabsatzgeschäfts von einem Vertrag zurücktreten. Für Unternehmer und selbst für Existenzgründer in der Vorgründungsphase gilt dieses Recht allerdings nicht. Das wollten wir so nicht handhaben, denn die Qualität unserer Produkte ist ja die gleiche. Wir  waren selbst mal ein Start-up mit enger Kapitaldecke und kennen die Bedürfnisse unserer Kunden deshalb nicht nur auf Produktebene, sondern auch in Sachen Service. Also räumen wir ihnen die gleichen Rechte ein wie unseren Privatkunden.“

> expondo.de

Weitere Artikel zum Thema

Neues Urteil

Trägt der Arbeitgeber das Risiko pandemiebedingter Betriebsschließungen?

© Lightspruch | iStockphoto

Der Ar­beit­ge­ber muss ar­beits­wil­li­gen Be­schäf­tig­ten für die Zeit der pan­de­mie­be­ding­ten Be­triebs­schlie­ßung Lohn für aus­ge­fal­le­ne Ar­beits­stun­den zah­len, auch wenn die Beschäftigten nicht im Dienst waren. Auch eine durch eine Pan­de­mie be­grün­de­te Be­triebs­schlie­ßung ge­hö­re zum Be­triebs­ri­si­ko, welches der Arbeitgeber zu tragen habe, ent­schied jetzt das Lan­des­ar­beits­ge­richt Düs­sel­dorf. Uwe Herber ist Fachanwalt für Arbeitsrecht bei Hauser Rechtsanwälte PartGmbB und erklärt die Hintergründe der gerichtlichen Entscheidung.

Arbeitsrecht

Einführung einer Impfpflicht von Beschäftigten durch Arbeitgeber?

© Annabelle Marceau

Durch die Zulassung eines Corona-Impfstoffes scheint der Ausweg aus der Corona-Pandemie eröffnet: Durch die beabsichtigte Immunisierung der Bevölkerung können nunmehr auch Gastronomen und Hoteliers auf eine Rückkehr zum „Normalbetrieb“ hoffen. Da eine „Herdenimmunität“ in der Bevölkerung aber noch geraume Zeit in Anspruch nehmen wird, scheint die Impfung von Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe zur Minderung des Ansteckungsrisikos als schnell umsetzbares Ziel. Ob Arbeitgeber eine solche Impflicht rechtswirksam einführen können, erklärt Rechtsanwältin Annabelle Marceau, Mitglied des Arbeitsrechtsteams von Oppenhoff & Partner.

Getränke

Mit Eistee ein junges, städtisches Publikum ansprechen.

© Mariha-kitchen | iStockphoto.com

Wenn Sie auf der Suche nach neuen Getränken für Ihr Sortiment sind, mit denen Sie auch die Zielgruppe der jungen, hippen Städter ansprechen, dann sind Eistees genau das Richtige. Die Erfrischungsgetränke werden inzwischen von vielen Marken angeboten und erfreuen sich sowohl zum Mitnehmen als auch als Begleitung zum Essen großer Beliebtheit. Der Trend geht dabei immer weiter in Richtung natürlicher Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau.

Recht

Gästelisten: diese Pflichten und Rechte haben Gastronomen

Die ungeliebten Gästelisten sind zuletzt wieder stark in den Fokus gerückt. In manchen Bundesländern hat die Polizei die Herausgabe für die Strafverfolgung verlangt und Politik und DEHOGA appellieren an Gastronomen und Gäste, richtige Daten einzutragen und die Listen korrekt zu führen. Der Rechtsanwalt Dr. Daniel Kötz erläutert daher, ob der Gastronom für die Korrektheit der Daten in den Listen haftet, welche Daten erhoben werden dürfen und wann die Listen beschlagnahmt werden dürfen.