Suche
Anzeige

Was tun, wenn’s brennt?

Ein Alptraum für jeden Gastronom: Es brennt und von einer Sekunde zur anderen steht die Existenz auf dem Spiel. Damit es nicht soweit kommen kann, helfen vorbereitende Maßnahmen und im Ernstfall vor allem: Ruhe bewahren.

Mit dem richtigen Brandschutz vorbeugenSakai, iStockphoto.com

Nur selten ist ein Brand von Beginn an existenzgefährdend, daher ist gute Absicherung ausschlaggebend für den Verlauf eines Brandes. Wenn ein Feuer gesichtet wird und das Löschen mit Hilfe eines Feuerlöschers allein nicht möglich erscheint, muss umgehend die Feuerwehr alarmiert werden. Da der Stressfaktor in diesen Momenten hoch ist, sollte in jedem Betrieb ein Verantwortlicher für die Benachrichtigung festgelegt werden. Im Idealfall jemand, der die meiste Zeit vor Ort ist, außerdem empfiehlt sich ein Vertreter.

Welche Informationen benötigt die Feuerwehr?

Um die Situation richtig einschätzen und möglichst schnell und effektiv helfen zu können, benötigt die Feuerwehr folgende Informationen:

Partner aus dem HORECA Scout
  • Wer ruft an?
  • Von wo wird angerufen?
  • Was ist geschehen?
  • Besteht unmittelbare Gefahr für Personen?
  • Wenn ja: wieviele Personen sind in Gefahr?

Wie lösche ich einen Brand mit dem Feuerlöscher?

Wenn die Situation überschaubar und die Brandursache eindeutig erkennbar ist, sollte mit dem Feuerlöscher der Entstehungsbrand bekämpft werden. Immer zu beachten ist die eigene Sicherheit und Gesundheit, die stets im Vordergrund stehen sollte. Besteht keine unmittelbare Gefahr, sollten alle Fenster und Türen geschlossen werden, um die Luftzufuhr zu unterbinden. Der Feuerlöscher muss auf die Ursache des Brandes und nicht willkürlich in die Flammen gerichtet werden, kurze und gezielte Stöße löschen am effektivsten. Was oft nicht bekannt ist: Das Feuerlöschmittel hat eine Reichweite von ungefähr 5 Metern, ein Sicherheitsabstand kann also bedenkenlos eingehalten werden. Die Anzahl der Feuerlöscher im Betrieb ist nicht nur von der Grundfläche abhängig, sondern auch von der Brandgefährdung. Da in Gastronomiebetrieben nahezu immer Brandklasse F gilt (Brände von Speiseölen und Fetten in Frittier- und anderen Küchengeräten) wird per se von einer erhöhten Brandgefährdung ausgegangen und Fettbrandlöscher sind die geeignete Erstmaßnahme.

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceFührung, Management und Leadership
Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

Gefahrenquelle Friteuse

Wer mit mehr einer Füllmenge von mehr als 50 Litern Speisefett hantiert, muss mindestens drei Feuerlöscher mit entsprechend nachgewiesener Eignung nach DIN C 14 406-5 bereitstellen und zusätzlich eine ortsfeste Feuerlöscheinrichtung mit nachgewiesener Eignung zum Löschen von Fettbränden installieren. Auf die ortsfeste Feuerlöscheinrichtung kann bei Füllmengen bis 100 Litern verzichtet werden, wenn einige Maßnahmen umgesetzt wurden. Hierzu zählt das Erstellen einer Betriebsanweisung, die jederzeit für alle Mitarbeiter zugänglich ist. Darin müssen umfassende Anweisungen bezüglich Maßnahmen und Verhalten bei Störung der Friteuse oder im Brandfall, Handhabung der Feuerlöscheinrichtungen und Betriebsanleitungen der Gerätehersteller sowie Angaben zu den Eigenschaften der verwendeten Frittierfette. Auf der Basis dieser Betriebsanweisung muss das Bedienpersonal der Friteuse geschult werden, laufende Geräte müssen unter steter Beobachtung stehen. Ab 100 Litern Füllmenge muss eine ortsfeste Feuerlöscheinrichtung nachgewiesen werden. Wie auch bei allen Feuerlöschern muss ein Nachweis über die Eignung durch die Herstellerbescheinigung nachgewiesen werden.

Themen in diesem Artikel
ManagementBrandschutzFettbrandFeuerlöscherFritteuse

Wer will Brandschutzbeauftragter sein?

Der Brandschutzbeauftragte wird vom Arbeitgeber schriftlich informiert und speziell ausgebildet. Hauptaufgabe ist der betriebliche Brandschutz und insbesondere die reibungslose Prävention. Ob ein Brandschutzbeauftragter bestimmt werden muss, hängt von baurechtlichen Bestimmungen, Gefährdungen, Betriebsgröße und auch den gesetzlichen Regelungen der einzelnen Bundesländer ab. Neben der Funktion als zentraler Ansprechpartner im Betrieb zeichnet sich der Brand-
schutzbeauftragte auch für folgende Aufgaben zuständig:

  • Sicherstellung geräumter und nutzbarer
  • Rettungs- und Fluchtwege
  • Unterweisung von Brandschutzhelfern
  • Beratende Tätigkeit bei allen Themen den Brandschutz betreffend, wie beispielsweise Auswahl der Löschmittel, Beurteilung der Brandgefährdung und Umsetzung des Brandschutzkonzeptes
  • Dokumentation der Tätigkeiten des Betriebes rund um den Brandschutz

Die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten erfolgt entweder Vollzeit an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen oder in Wochenend-Seminaren. Innerhalb von drei Jahren ist gemäß den Vorgaben der vfdb- Richtlinie
12-09/01:2014 und der DGUV Information 205-003 eine Fortbildung von mindestens
16 Unterrichtseinheiten von je 45 Minute zu besuchen.

Lesen Sie auch
AußengastronomieGastro, Recht und Gewerbe
Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?
ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

50 Mitarbeiter, jahrelang unbemerkt, ein sechsstelliger Schaden: Die Razzia in einem Restaurant in München hat eine unbequeme Frage zurück auf die Tagesordnung gebracht – wie gut kennen Gastronomen eigentlich die Abläufe in ihrem eigenen Haus? Steuerberater Christopher Arendt erklärt, wo die typischen Schwachstellen sitzen und warum wachsende Betriebe ihre Kontrollen jetzt mitwachsen lassen müssen.

Robert Bye, Unsplash
Außengastronomie

Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?

Sommer, Sonne, Außengastronomie – und eine Rechnung, die je nach Standort um den Faktor 60 auseinandergehen kann. Pünktlich zum Start der Hauptsaison hat der Bund der Steuerzahler die Terrassengebühren für rund 200 deutsche Städte erhoben. Das Ergebnis macht deutlich, wie unterschiedlich Städte Außengastronomie bepreisen.

wattline GmbH
Allgemeine Haustechnik

Energieverbrauch im Gastgewerbe: Wo die größten Kostentreiber liegen

Strom, Gas, Heizung – Energiekosten gehören zu den größten Ausgabenposten in Hotels und Restaurants. Doch die Höhe der Rechnung ist alles andere als Zufall: Öffnungszeiten, Gästeaufkommen und die Lage des Betriebs spielen eine ebenso große Rolle wie die technische Ausstattung. Wer weiß, an welchen Stellschrauben sich tatsächlich drehen lässt, kann Kosten senken – ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Doch welche Faktoren wiegen am schwersten, und wo verbergen sich die größten Einsparpotenziale?

Canva
Digitalisierung

KI-Inhalte kennzeichnen: Was ab 2. August 2026 gilt

Ein KI-generiertes Zimmerfoto auf der Buchungsseite, der Speisekarten-Text aus ChatGPT, das Instagram-Motiv per Knopfdruck: Ab dem 2. August sind solche Inhalte kennzeichnungspflichtig. Was der EU AI Act konkret fordert, wo die Grenze zur klassischen Bildbearbeitung liegt – und warum Betriebe, die das ignorieren, Abmahnungen und empfindliche Bußgelder riskieren.

Lightspeed, L Seden
Branche und Trends

Nachhaltigkeit in der Gastronomie stößt an die Preisgrenze

Eine aktuelle Verbraucherumfrage von Lightspeed bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Deutschlands Restaurantgäste fordern nachhaltige Konzepte – regional, saisonal, müllvermeidend. Doch sobald es ans Bezahlen geht, kippt die Begeisterung. Mehr als die Hälfte akzeptiert maximal fünf Prozent Aufschlag. Für Gastronomiebetriebe wird die grüne Transformation damit zur ökonomischen Gratwanderung.

Gastfreund GmbH
Branche und Trends

Warum Hotels 2026 ohne digitale Gästekommunikation Marktanteile verlieren

Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern schlicht den Anschluss. Ein aktueller Branchenreport der Gastfreund GmbH zeigt, wo der größte Hebel liegt – und warum die eigentliche Herausforderung nicht Technologie, sondern Integration ist.

Weitere Artikel zum Thema

ACCONSIS
50 Mitarbeiter, jahrelang unbemerkt, ein sechsstelliger Schaden: Die Razzia in einem Restaurant in München hat eine unbequeme Frage zurück auf die Tagesordnung gebracht – wie gut kennen Gastronomen eigentlich die Abläufe in ihrem eigenen Haus?[...]
ACCONSIS
Lightspeed, L Seden
Eine aktuelle Verbraucherumfrage von Lightspeed bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Deutschlands Restaurantgäste fordern nachhaltige Konzepte – regional, saisonal, müllvermeidend. Doch sobald es ans Bezahlen geht, kippt die Begeisterung. Mehr als die Hälfte akzeptiert maximal[...]
Lightspeed, L Seden
Gastfreund GmbH
Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern[...]
Gastfreund GmbH
Jakub Żerdzicki, Unsplash
Rekordübernachtungen und steigende Insolvenzen – die deutsche Hotellerie navigiert 2025 durch widersprüchliche Signale. Während die Auslastung anzieht, brechen die Zimmerpreise ein. Was bedeutet diese Schere zwischen operativem Erfolg und schwindendem Ertrag für Betriebe, die bereits[...]
Jakub Żerdzicki, Unsplash
Daniel, Unsplash
Das Gastgewerbe ist im April der stärkste Wachstumstreiber im deutschen Mittelstand. Der aktuelle DATEV Mittelstandsindex zeigt aber auch, warum die Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren sind.[...]
Daniel, Unsplash
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.