Es ist der Super-GAU für jeden Hotelier und Gastronomen: Ein Feuer hat den Gastraum verwüstet, ein Leitungsschaden die Küche unter Wasser gesetzt, ein Sturm das Dach so stark beschädigt, dass man sich aus dem Betrieb die Sterne anschauen kann. Glücklicherweise, werden Unternehmer jetzt sagen, bin ich ja versichert, was soll schon passieren? Die Antwort ist einfach: eine ganze Menge.

„Wir erleben immer wieder, dass Hoteliers und Gastronomen zumindest auf einem Teil ihrer Schäden sitzen bleiben“, sagt Tim Banerjee, Rechtsanwalt bei Banerjee & Kollegen in Mönchengladbach und viel im Gastgewerbe tätig. Er berät Hoteliers und Gastronomen bei allen gesellschaftsrechtlichen Fragen, aber auch im Versicherungsrecht und gibt ein Beispiel: „Nach einem Schaden kommt es häufig vor, dass der Betrieb erst einmal still liegt – wie sollen in einem ausgebrannten Gastraum auch Gäste empfangen werden? Dann soll die Betriebsunterbrechungsversicherung einspringen, um den Ausfall beim Einkommen zu kompensieren und die laufenden Kosten zu finanzieren. Der Versicherer wird natürlich versuchen, seine Kosten so gering wie möglich zu halten, wenn er die versicherten, weiterlaufenden fixen Kosten und die Erträge berechnet und die Einsparungen, etwa beim Wareneinkauf, gegenüberstellt. Das kann natürlich dazu führen, dass ein Hotelier oder Gastronom wesentlich weniger Geld von der Versicherung erhält, als er tatsächlich durch die Betriebsunterbrechung verliert.“

Tim Banerjee begleitet gastgewerbliche Unternehmer bei der Kommunikation mit der Versicherung und übernimmt die Schadensabwicklung. Er ermittelt den Sachstand, prüft die Versicherungspolicen und Schadenssummen, rechnet den Schaden hoch und sorgt für eine saubere Abwicklung aller Themen mit der Gesellschaft. „Der versierte Anwalt kennt alle Fallstricke bei der Schadensabwicklung. Er behält die immer unübersehbare Entwicklung der Schadenspositionen und die Stundenverrechnungssätze im Blick, kennt die aktuelle Rechtsprechung und alle notwendigen Dokumente, die zur schnellen und vor allem fairen Schadenabwicklung beigebracht werden müssen.“ Versicherungsschutz sei ein hochkomplexes Thema, gerade im gewerblichen Bereich. Wer dabei nicht mit professionell und zielgerichtet vorgehe, könne schnell Nachteile erleiden. „Der Rechtsanwalt sorgt als Parteivertreter des Versicherungsnehmers dafür, dass der Prozess nicht zu seinen Ungunsten abgewickelt wird, etwa durch eine einseitige Bewertung des Schadens oder eben die unvorteilhafte Berechnung der Auszahlungssumme.“

Tim Banerjee, Gründer der Kanzlei Banerjee & Kollegen aus Mönchengladbach

Tim Banerjee, Gründer der Kanzlei Banerjee & Kollegen aus Mönchengladbach (Foto: Banerjee & Kollegen)

Der Mönchengladbacher Rechtsanwalt, der Hoteliers und Gastronomen aus ganz Deutschland sowohl dauerhaft als auch punktuell bei rechtlichen Fragestellungen berät, betont, dass das Anwaltshonorar bei der Entscheidung eines Unternehmers für die juristische Begleitung nicht ausschlaggebend sein sollte. Gerade bei größeren Schäden könnten schnell Differenzen zwischen Zahlung und tatsächlichem Schaden im sechsstelligen Bereich aufkommen, die im Zweifelsfall voll zu Lasten des Unternehmers gingen. „Ich habe in der Praxis noch keinen Unternehmer im Gastgewerbe erlebt, der freiwillig auf Geld von der Versicherung verzichtet, das ihm grundsätzlich zusteht. Er muss nur die richtigen Schritte ergreifen“, sagt Tim Banerjee, der auch darauf hinweist, dass Hoteliers und Gastronomen nach einem Schaden Besseres zu tun hätten, als mit der Versicherung zu kommunizieren. „Sie wollen sich auf ihr Geschäft konzentrieren und alles wieder auf Vordermann bringen. Damit haben sie genug zu tun.“