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Saft, Nektar, Fruchtsaft und Co. – Unterschiede und Merkmale

Mit Säften, Schorlen und anderen alkoholfreien Getränken bietet sich ein vielfältiges, gesundes Getränkeangebot. Um sie auf der Getränkekarte richtig auszuzeichnen und die Gäste kompetent beraten zu können, sollten die Unterschiede bekannt sein.

silviarita, Pixabay.com

Alle Inhalte zu alkoholfreie Getränke im Überblick

Fruchtsaftgetränke sind eine süße Erfrischung, die mit vielen Vitaminen und wichtigen Inhaltsstoffen wirbt. Mit ihrem vollen Geschmacksspektrum sind Säfte eine willkommene Alternative zu alkoholischen Getränken. Dabei gibt es viele unterschiedliche Bezeichnungen, die nötig sind, um die Zusammensetzung eines Fruchtsaftgetränks genau zu deklarieren.  

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Das Wissen um die unterschiedlichen Bezeichnungen kann von hoher Wichtigkeit sein, gerade dann, wenn Gäste auf eine bewusste und gesunde Ernährung Wert legen. Oftmals verrät die Bezeichnung eines Fruchtsaftgetränks etwas über eventuell zugesetzten Zucker. Wer raffinierten Zucker meiden möchte oder in den Genuss des puren Fruchtsafts kommen möchte, sollte von daher genau über die unterschiedlichen Typen und Bezeichnungen Bescheid wissen.

Übersicht der wichtigsten Verkehrsbezeichnungen von Fruchtschorle bis Smoothie

Frischsaft

Frischsaft stellt die Königsklasse der Säfte dar. Dieses Fruchtsaftgetränk darf die Bezeichnung nur tragen, wenn es zu 100 Prozent aus frischen Früchten gepresst worden ist. Bei einem Frischsaft werden keinerlei weitere Zutaten zugegeben. Natürlich bedeutet das auch, dass die Qualität von den verwendeten Früchten abhängig ist. Für einen Liter Frischsaft werden in etwa 2 Kilo Früchte benötigt. Aufgrund des hohen Fruchtanteils ist der Frischsaft der teuerste, aber auch der gesündeste unter allen Säften. Diese Variante wird nicht pasteurisiert, sondern im besten Fall direkt nach dem Pressen verzehrt. Der Direktsaft wird nicht weiter behandelt und nicht lange gelagert, weshalb nichts von den Vitaminen verloren geht.

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Kühlfrischer Direktsaft

Diese Variante von Fruchtsaft kommt dem Frischsaft am nächsten. Diese Bezeichnung dürfen nur Getränke tragen, die noch direkt am Ort der Erzeugung und der Ernte zu Saft verarbeitet wurden. Es erfolgt eine leichte Pasteurisierung, es wird aber darauf geachtet, dass die Temperaturen nicht zu hoch sind. Dadurch gehen nur wenige der Vitamine verloren. Ein Nachteil dieser Variante ist der Umstand, dass der kühlfrische Direktsaft ununterbrochen gekühlt werden muss. Dann ist er bis zu zwei Monaten haltbar.

Themen in diesem Artikel
BeverageDeklarationspflichtDirektsaftFruchtsaftSchorle
Ungekühlter Direktsaft

Dies ist eine Variante, die nicht ununterbrochen gekühlt werden muss. Durch die Erhitzung auf 90 Grad wird der Gärvorgang gestoppt. Auch hier bleiben viele Vitamine erhalten und es werden keine weiteren Zutaten zugesetzt. Er ist bis zu einem Jahr haltbar.

Smoothie

Fruchtig, gesund, vitaminreich – Smoothies sind ein absoluter Trend, der gesunde Ernährung und Kreativität vereint und sich als Energieschub am Frühstücksbuffet bis hin zur Erfrischung am Nachmittag eignet. Eine genaue, lebensmittelrechtliche Definition gibt es für den Smoothie nicht. Es handelt sich um ein kaltes Mixgetränk aus diversen Obstsorten und Milchprodukten. Durch die Verwendung ganzer Früchte, zu Fruchtpüree verarbeitet und mit zum Beispiel Saft, Joghurt oder Milch vermengt, erhält der Smoothie eine cremige Konsistenz.

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Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat

Auch dieses Fruchtsaftgetränk besteht zu 100 Prozent aus Früchten. Nur aus Kostengründen wird der frisch gepresste Saft zu einem Konzentrat verarbeitet und erst vor der Abfüllung wieder auf sein herkömmliches Volumen gebracht. Durch den Prozess gehen Vitamine verloren, dennoch enthält dieses Getränk keine zusätzlichen Zuckerarten.

Fruchtnektare

Bei dieser Variante wird dem Getränk erstmals Zucker zugegen. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Mindestanteil von 25 bis 50 Prozent echter Fruchtsaft. Oftmals werden Nektare aus säurehaltigen Früchten hergestellt.

Fruchtsaftgetränke und Fruchtsaftschorlen

Diese Varianten enthalten kaum noch Saft. Ihnen ist viel raffinierter Zucker zugesetzt, weshalb sie nur als Erfrischungsgetränke angesehen werden. Hier gilt es besonders vorsichtig zu sein, da diese Getränke schnell zu einer Kalorienfalle werden können.          

Fruchtsäfte – eine gesunde und vitaminreiche Wahl

Gesunde Ernährung ist im Trend. Der bewusste Umgang mit Nährstoffen und Vitaminen, sowie der Verzicht auf gewisse unerwünschte Inhaltsstoffe führt zu mehr Energie und besserer Laune. Fruchtsaftgetränke sind eine schnelle und einfache Möglichkeit, um den täglichen Bedarf an Vitaminen zu decken. Gerade wer variiert, kann so einfach auf sämtliche benötigte Vitamine und Spurenelemente kommen.

Natürlich ist aber auch bei den Fruchtsaftgetränken große Vorsicht geboten. Durch die großen Unterschiede, die sich nicht unbedingt immer beim Preis zeigen, kann ein Fruchtsaftgetränk schnell zu einer zuckrigen Falle werden. Damit wird genau das Gegenteil einer gesunden Ernährung erreicht. Nicht selten erreicht der Zuckergehalt von diversen Fruchtsaftgetränken den bekannter Softdrinks und Limonaden. Durch den intensiven Verarbeitungsprozess gehen bei vielen Saftvarianten eine Vielzahl der wichtigen Vitamine und wertvollen Inhaltsstoffe verloren. Die Bezeichnungen sind gesetzlich reglementiert, sodass Gastronomen und Hoteliers einen guten Überblick über die Machart und die Zusammensetzung verschiedener Fruchtsaftgetränke bekommen und ihre Gäste entsprechend beraten können.

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