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Analyse zeigt Top 12 Umsatzbringer für Hotels

Die Analyse von mehr als 100 Millionen Reservierungen der offenen Hotel-Commerce-Plattform SiteMinder zeigt, dass das Vertrauen der Reisenden nach der Pandemie einen neuen Höchststand erreicht hat. Das globale Buchungsverhalten im Reisejahr 2022 weist sinkende Stornierungsraten und wieder einen längeren Buchungsvorlauf auf, selbst bei steigenden Hotelzimmerpreisen in den wichtigsten internationalen Reisezielen.

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Die globale Analyse von SiteMinder, die auf Buchungsdaten von mehr als 36.000 Hotels und über 450 vernetzte Buchungsintegrationen basiert, belegt, dass Reisende mit dem Ziel Deutschland im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 im Durchschnitt 10 Tage früher buchten und diese Buchungen zu 21 Prozent weniger stornierten, obwohl der durchschnittliche Tagespreis für Hotelzimmer um rund 28 Prozent angestiegen ist.

Die Hotel Booking Trends von SiteMinder listen zudem die beliebtesten Kanäle, über die Reisende in Deutschland im Jahr 2022 Hotels buchten und welche Vertriebskanäle deutschen Hotels im Jahr 2022 den meisten Umsatz einbrachten.

Die Top 12 Hotelbuchungskanäle in Deutschland im Jahr 2022, basierend auf dem Gesamtumsatz aller Nutzenden der SiteMinder-Plattform:

Partner aus dem HORECA Scout
  • Booking.com
  • Expedia Group
  • Hotelwebsites (Direktbuchungen)
  • HRS – Hotel Reservation Service
  • Globales Distributionssystem (GDS)
  • Hotelbeds
  • Airbnb
  • Hostelworld Group
  • Kurzurlaub.de
  • Agoda
  • WebBeds
  • HotelSpecials

Das Comeback der OTAs

Der internationale Reiseverkehr boomte im vergangenen Jahr erstmalig nach der Pandemie wieder deutlich. Dadurch konnten Online-Buchungsportale 2022 wieder Boden gut machen. In Deutschland kann Booking.com seine Spitzenposition schon seit einigen Jahren behaupten, in diesem Jahr zeigt sich das auch weltweit: erstmalig ist Booking.com in allen 19 analysierten Reisemärkten der umsatzstärkste Vertriebskanal für Hotelbuchungen.

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Aber auch die Expedia Group profitiert davon und kehrt in Deutschland, nachdem es im Jahr 2021 von Direktbuchungen abgelöst wurde, wieder auf Platz 2 zurück. Direktbuchungen werden so 2022 auf den 3. Platz verwiesen, dennoch übertreffen direkte Buchungen über Hotelwebsites in Deutschland ihren Wert von 2019 deutlich. Für diese gute Positionierung von Direktbuchungen sorgte in Deutschland unter anderem ein starkes innerdeutsches Reiseaufkommen in der zweiten Jahreshälfte 2022.

Direktbuchungen sind Teil der ganzheitlichen Vertriebsstrategie

Das veränderte Buchungsverhalten während der Pandemie wird deutlich: Nachdem Direktbuchungen im Jahr 2021 noch in fast 50 Prozent aller Märkte zunahmen, sind sie nun in 42 Prozent wieder nach unten gerutscht, bleiben aber in nahezu drei Viertel aller Länder auf dem Niveau von 2019 und lagen in einem Viertel sogar darüber. „Diese Positionierung von Direktbuchungen unterstreicht den Erfolg vieler Häuser, die in eine ganzheitliche Vertriebsstrategie investiert haben, das heißt, in eine benutzerfreundliche Website, die Buchungen ankurbelt, sowie in optimierte Nutzung verschiedener Vertriebskanäle“, erklärt Clemens Fisch, Regional Director DACH & EMEA bei SiteMinder.

Themen in diesem Artikel
ManagementReservierungen

Die Dynamik, die lokale Kanäle während der Pandemie erlebten, hat sich 2022 weltweit wieder normalisiert, denn traditionellere Kanäle wie OTAs, Großhändler und Destination Management Companies konnten durch die Zunahme des internationalen Reiseverkehrs wieder hinzugewinnen. So ist in Deutschland das Portal Kurzurlaub.de während der Pandemie in den deutschen Top 12 nach oben geklettert, kehrte aber im vergangenen Jahr wieder auf die Position von 2019 (Platz 9) zurück. Dennoch bleibt Kurzurlaub.de ein wichtiger Kanal für viele deutsche Hoteliers.

Geschäftsreisen wieder starker Umsatzbringer

Der SiteMinder Auswertung ist zu entnehmen, dass Geschäftsreisen im Jahr 2022 stark zugenommen haben, denn das globale Distributionssystem (GDS) sorgte für wichtige Buchungen in den Hotels. In 47 Prozent der Märkte stieg GDS in den Top Vertriebskanälen nach oben, wobei es in Deutschland zum ersten Mal seit 2018 wieder die Top 5 erreichte.

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Aufsteiger und welchen Kanal Hoteliers im Auge behalten sollten

Die Hostelworld Group konnte 2022 zwei Plätze gut machen und ist auf den Stand von 2019 zurückgekehrt. Dieser Aufstieg der Online-Buchungsplattform für Hostels deutet auch auf eine Normalisierung des Buchungsverhaltens hin.

Aber auch WebBeds sollten Hoteliers in diesem Jahr in Deutschland im Auge behalten. Nachdem sie 2021 nicht in der Top-Liste waren, zählen sie 2022 wieder zu den umsatzstärksten Hotelbuchungskanälen und zeigen die erneut wachsende Bedeutung des B2B-Marktes.

Ebenso hat sich Airbnb zu einer festen Größe entwickelt. Weltweit ist Airbnb im Jahr 2022 in 89 Prozent der Top-Buchungskanäle in den von SiteMinder untersuchten Märkten vertreten, auch in Deutschland. Im Jahr 2019 war dies nur in 28 Prozent der Märkte der Fall. Das unterstreicht die Stärke der Marke und die wachsende Beliebtheit als Vertriebskanal für Beherbergungsbetriebe jeder Größe.

Vertriebsstrategie: Gästeorientierter Kanalmix

„Das Wissen, woher die Gäste kommen und was sie bereit sind auszugeben, wird 2023 ein wichtiger Wegweiser für die Entscheidungsfindung von Hoteliers sein. In Märkten wie Deutschland, wo fast zwei von drei Gästen aus dem Inland kommen, ist es nach wie vor wichtig, mit leistungsstarken lokalen Kanälen verbunden zu sein, während es in einem Markt wie Österreich, wo 80 Prozent der Gäste aus dem Ausland kommen, anders aussieht. Durch genaue Beobachtung der Möglichkeiten und der Leistung der Kanäle können Hoteliers ihre Vertriebsstrategie optimieren, um einen idealen Kanalmix für ihren individuellen Markt zu schaffen“, erläutert Clemens Fisch und führt aus: „Obwohl Booking.com und die Expedia Group im Jahr 2022 für Hoteliers eine große Rolle spielten, zeigen die internen Daten von SiteMinder weiterhin, dass die Nutzung von fünf oder mehr Vertriebskanälen die Buchungen um bis zu 40 Prozent steigern kann. Durch die Ausweitung der Kanalabdeckung erreichen Hotels auf natürliche Weise ein breiteres Spektrum an potenziellen Gästen.“

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