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„New Work im Tourismus“: Innovative Ansätze für eine flexible Arbeitswelt

Mit einer Auftaktveranstaltung startete die Fakultät für Tourismus der Hochschule München gemeinsam mit ihren Projektpartnern das EU-Interreg-Projekt „New Work im Tourismus“. Ziel ist es, neue Arbeitsformen in der Tourismusbranche zu erforschen und in die Praxis zu überführen.

Viktoria Alipatova, PexelsViktoria Alipatova, Pexels

Tourismus im Wandel: Arbeit neu denken

Das Projekt mit der Laufzeit von April 2025 bis März 2028 wird im Rahmen des INTERREG-Programms Bayern-Österreich 2021–2027 gefördert. Es nimmt sich der Herausforderung an, die Arbeitswelt in touristisch geprägten Regionen zukunftsfähig zu gestalten. Unter der Leitung von HM-Professorin Dr. Celine Chang sowie den HM-Professoren Dr. Markus Pillmayer und Dr. Simon Werther erarbeitet das Team mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Katrin Eberhardt Konzepte für „New Work“ im Tourismus und erprobt diese in der Praxis. Beim Kick-Off am 13. Mai 2025 trafen sich die Projektbeteiligten erstmals persönlich an der Hochschule München. In einem Worldcafé Format schärften die Teilnehmenden zentrale Arbeitspakete, formulierten Zielbilder und stimmten das gemeinsame Vorgehen ab.

Das Gesamtziel des New Work-Projekts umfasst die Entwicklung und Umsetzung einer New Work-Strategie und eines New Work-Aktionsplans im Rahmen derer Lösungen zu den Herausforderungen im Programmraum und in der Tourismusbranche geschaffen werden sollen. Dazu sollen speziell kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als Arbeitgeber befähigt werden, ihre Personalarbeit zu professionalisieren. Im Fokus stehen die Entwicklung von Supportangeboten für die KMU-Arbeitgeber sowie Wege, wie die Projektregionen in ihrer Attraktivität als Arbeits- und Lebensraum besser positioniert werden können. Weiterhin werden neue buchbare Angebote basierend auf New Work erarbeitet.

Drei zentrale Arbeitsfelder: Wissensplattform, Coaching und Netzwerke, Workation-Datenbank
Kern des Projekts sind drei miteinander verzahnte Arbeitspakete: Erstens entsteht eine digitale Wissensplattform, die umfassend über New Work informiert. Sie soll Unternehmen in der Tourismusbranche als zentrale Anlaufstelle dienen – mit praxistauglichem Wissen, Tools und Beispielen. Zweitens werden sogenannte New Work-Coaches ausgebildet. Diese Expertinnen und Experten unterstützen Betriebe vor Ort bei der Umsetzung moderner Arbeitskonzepte. Flankiert wird dies durch den Aufbau regionaler und grenzüberschreitender Netzwerke, die den Erfahrungsaustausch fördern. Drittens wird eine digitale Datenbank für Workation- und Coworkation-Angebote entwickelt. Ziel ist es, attraktive Arbeitsmöglichkeiten an touristischen Orten sichtbar und buchbar zu machen – und so neue Zielgruppen zu gewinnen.

Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis

Das Projekt versteht sich als Brücke zwischen Forschung und praktischer Anwendung. Es bindet zahlreiche Partner und assoziierte Partner aus Bayern und Österreich ein, darunter das MCI The Entrepreneurial School®, die Regionalentwicklung Oberland, Achensee Tourismus sowie den Regionalverband Oberpinzgau.

Die Ergebnisse sollen nicht nur touristische Unternehmen stärken, sondern auch die Attraktivität ganzer Regionen nachhaltig fördern.

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