Suche

Accor veröffentlicht mit neustem Report Trendbarometer für 2024 für die Meeting- und Event-Branche

Die Meeting- und Veranstaltungsbranche nimmt weiter an Fahrt auf. Für das kommende Jahr präsentiert Accor dazu seinen neuesten MICE-Report „Meeting expectations: The future of meetings & events“. Der Bericht befasst sich mit dem tiefgreifenden Wandel, den der Meeting- und Event-Bereich in den vergangenen Jahren erfahren hat, und bündelt die wichtigsten Entwicklungen einer sich erholenden, zugleich aber auch verändernden Branche.

Matheus Bertelli, PexelsMatheus Bertelli, Pexels

„Die globale Wirtschaft erlebt einen tiefgreifenden Wandel. Die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und interagieren, hat sich neu geformt. Das eröffnet der Meeting- und Veranstaltungsbranche neue Möglichkeiten“, sagt Sophie Hulgard, Senior Sales Director, Accor. „Die Pandemie war ein Wendepunkt für die Branche. Präsenzveranstaltungen wurden von virtuellen Treffen abgelöst. Aber: Wir haben uns angepasst und unser Angebot weiterentwickelt. Diese Entwicklung setzen wir fort. Was wir dabei im Zentrum all unserer Trendprognosen sehen, ist der zwischenmenschliche Austausch. Denn, heute mehr denn je, wollen sich Menschen treffen, sich austauschen und persönlich entfalten.“

2024: MICE-Branche übertrifft Präpandemisches Niveau

Nach der Pandemie befürchteten Fachleute, dass es für Tagungen und Veranstaltungen schwierig werden würde, das Publikum zurückzugewinnen. Die Realität zeichnet jedoch ein anderes Bild: Das Kern-Klientel ist weitgehend zurückgekehrt; in den kommenden Jahren soll es vielmehr den Höchststand von 2019 übertreffen. Eine gute Nachricht für die Branche, die damit aber auch neuen Chancen und Herausforderungen entgegensieht, die sich auf die Buchung, Planung und Umsetzung von Veranstaltungen auswirken werden.

Partner aus dem HORECA Scout

„Laut Prognosen wird die globale Meeting-Branche bis 2030 einen Wert von 1,78 Mrd. USD erreichen. Der zwischenmenschliche Aspekt wird dabei entscheidend sein: Sich physisch im selben Raum zu befinden, gewinnt an Relevanz“, so Sophie Hulgard weiter.

Die Daten der von Accor durchgeführten Umfrage „Meetings & Events Industry Forecast“ bestätigen den prognostizierten Wachstumspfad: Drei Viertel (78 %) der befragten Fachleute gaben an, dass ihr Meeting- und Eventbudget, bzw. das ihrer Kunden, seit 2022 gestiegen ist. Bei 36 % davon war es sogar ein Plus von mehr als 25 %. Für 2024 wird ein weiteres Wachstum erwartet: 80 % der befragten Expert:innen rechnen für das kommende Jahr mit steigenden Ausgaben für MICE-Aktivitäten, wobei 30 % denken, dass diese in ihrem Unternehmen sogar um mehr als 25 % steigen werden.

Laut Accor-Untersuchung wird ein anhaltendes Wachstum über alle Meeting- und Veranstaltungsgrößen hinweg erwartet: Drei Viertel der Befragten (78 %) gehen von einer zahlenmäßigen Steigerung von kleinen und mittelgroßen Meetings (unter 100 Teilnehmer:innen) im nächsten Jahr aus und ebenso viele erwarten eine Zunahme der Meetings mit mehr als 100 Teilnehmer:innen. Mehr als die Hälfte (57 %) rechnet mit mehr Veranstaltungen mit über 300 Teilnehmer:innen. Außerdem gaben fast drei Viertel (78 %) an, dass die Teilnahme an Ausstellungen, Konferenzen und Messen im Jahr 2024 für ihre Branche „sehr wichtig“ sein werde.

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceSoftware und Systeme
Warum Stornos bei der Kassennachschau zum Prüfungsrisiko werden

Auf der anderen Seite erwarten 33 % der Meeting-Planer:innen von physischen Meetings über 40 % mehr Umsatz im Vergleich zu virtuellen Meetings; 80 % würden im Jahr 2024 nur ungern Videokonferenzen nutzen, um einen Geschäftsabschluss zu erzielen.

Der Accor-Report „MEETING EXPECTATIONS: THE FUTURE OF MEETINGS & EVENTS“ extrahiert fünf Trends, die das Wachstum der Branche formen werden:

Themen in diesem Artikel
ManagementRevenuemanagement

1. Softere Produktivität

Die „Work hard, play hard“-Philosophie, die früher mit Meetings und Events in Verbindung gebracht wurde, hat mit dem Einzug neuer Lebensstile ausgedient.

Die Schlussfolgerung: Sinnhaftigkeit und Produktivität müssen in Balance stehen.

2. Menschliche Beziehung als Verkaufsargument

In der Meeting- und Veranstaltungsbranche geht es um eines: Menschen und den Wunsch nach Gemeinschaft und Gemeinsamkeiten.

Lesen Sie auch
Gastro, Recht und GewerbeRecht und ComplianceVersicherungen und Risikomanagement
Neue BGN-Themenseite „Küchenbetriebe“: Alles Wichtige zum Arbeitsschutz auf einen Blick

Die Schlussfolgerung: Zwischenmenschliche Beziehungen und ein Zugehörigkeitsgefühl zu fördern sind die beiden Grundpfeiler erfolgreicher Veranstaltungen.

3. Das Erlebnis als neuer KPI

Auftraggeber versuchen zwar, ihre Investitionen zu rentabilisieren (ROI), das Schaffen unvergesslicher Erlebnisse und starker Bindungen rückt aber immer mehr in den Fokus – und damit auch neue Key Performance Indicators (z.B.: ROX – Return on Experience).

Die Schlussfolgerung: Am Puls der Zeit ist, wer erinnernswerte Erlebnisse schafft, die die Verbindungen kreieren und stärken.

4. Meetings in grün

Ökologische Verantwortung ist heute ein Unterscheidungs- und Entscheidungsmerkmal: Die Branche ist gefordert, den Wandel mitzugestalten. Denn das Berücksichtigen von Umweltkriterien ist im Meeting- und Eventbereich nicht mehr optional, sondern entscheidet, wer im Geschäft erfolgreich bleibt.

Die Schlussfolgerung: Nachhaltigkeit muss der erste, nicht der letzte Check-Point sein.

5. Disruptive Technologien

Präsenzkonferenzen sind unverzichtbar geworden, um Menschen zusammenzubringen, die sich nur über den Bildschirm kennen.

Die Schlussfolgerung: Die digitale Welt hat zwar die Reichweite, aber die physische bringt den Wert. Es kommt also darauf an, präsent zu sein.

„Die Meeting- und Event-Branche hat ihre Widerstandsfähigkeit, Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt“, resümiert Karelle Lamouche, Chief Commercial Officer der Accor-Division Premium, Midscale & Economy. „Die in unserem Bericht aufgezeigten Trends sind die DNA der Branche: Es geht um das Geschäft von Angesicht zu Angesicht. Die menschliche Verbindung geht mit dem kommerziellen Erfolg einher, sie macht das Business stärker. Bedeutungsvolle Verbindungen zu knüpfen, ist daher ein Katalysator für wirtschaftliches und kulturelles Wachstum. Ein Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen, ist der Schlüssel, mit dem der Sektor sein prognostiziertes Wachstum übertreffen kann. Die Reisen sind zurück und in der M&E-Branche sind es der Wunsch nach Zugehörigkeit und Balance, die entscheiden, was 2024 unter dem Strich herauskommt.“

Den gesamten Report können Sie hier downloaden

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Warum Stornos bei der Kassennachschau zum Prüfungsrisiko werden

Die Kassennachschau kommt meist unangekündigt – und entscheidet sich selten an einem einzelnen Fehler, sondern an Mustern, Abläufen und Nachvollziehbarkeit. Gerade in der Gastronomie erleben wir immer wieder dieselben Schwachstellen: technisch oft korrekt, aber organisatorisch angreifbar. In unserer 10-teiligen Beitragsserie zeigen wir die 10 größten Fehler bei der Kassennachschau.

Stella He, Unsplash
Gastro, Recht und Gewerbe

Neue BGN-Themenseite „Küchenbetriebe“: Alles Wichtige zum Arbeitsschutz auf einen Blick

Die Küche zählt zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen im Gastgewerbe – doch die Anforderungen an Arbeitsschutz und Unfallprävention waren bislang über zahlreiche Dokumente verstreut. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe ändert das jetzt mit einer zentralen Anlaufstelle. Was Betriebe dort finden – und warum sich ein Lesezeichen lohnt.

Gastronovi
Finanzen und Controlling

Gastronomen verschenken bis zu 70.000 Euro jährlich

Viele Gastronomen nutzen bereits digitale Kassensysteme, Reservierungstools oder Warenwirtschaftslösungen. Doch ein Großteil der integrierten Funktionen bleibt oft ungenutzt. Hochgerechnet auf ein Jahr kann sich das ungenutzte Potenzial auf über 70.000 Euro pro Betrieb belaufen. Christian Jaentsch von Gastronovi hat die am häufigsten übersehenen Funktionen analysiert und gibt praxisnahe Tipps, wie Gastronomen ihre bestehende Infrastruktur besser ausschöpfen können.

Günther Dillingen, Pexels
Kostenmanagement

Parkraum als Umsatzbremse: Warum ungenutzte Stellplätze Betriebe direkt Geld kosten

Keine Parkplätze, keine Gäste? In deutschen Städten verschärft sich die Stellplatzsituation – und wird für Gastronomen und Hoteliers zum handfesten Umsatzproblem. Doch das eigentliche Dilemma liegt nicht im Mangel, sondern in der ineffizienten Nutzung. Während Dauerparker und Fremde Flächen blockieren, stehen Stellplätze außerhalb der Stoßzeiten leer. Wie lässt sich Parkraum so steuern, dass er die eigene Wertschöpfung unterstützt statt zu bremsen?

Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Branche und Trends

Erfolgreicher Einsatz gegen Lebensmittel-Abfälle

Die Augustinum Gastronomie hat ihr selbstgestecktes Ziel zur Reduzierung von Lebensmittel-Abfällen deutlich übertroffen. Statt der angestrebten 30 Prozent wurden bereits 36 Prozent erreicht – das entspricht einer jährlichen Einsparung von 228 Tonnen bundesweit. Das Unternehmen versorgt 23 Seniorenresidenzen sowie Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Bis 2030 soll die Reduktion auf 50 Prozent gesteigert werden.

Weitere Artikel zum Thema

Gastronovi
Viele Gastronomen nutzen bereits digitale Kassensysteme, Reservierungstools oder Warenwirtschaftslösungen. Doch ein Großteil der integrierten Funktionen bleibt oft ungenutzt. Hochgerechnet auf ein Jahr kann sich das ungenutzte Potenzial auf über 70.000 Euro pro Betrieb belaufen. Christian[...]
Gastronovi
Günther Dillingen, Pexels
Keine Parkplätze, keine Gäste? In deutschen Städten verschärft sich die Stellplatzsituation – und wird für Gastronomen und Hoteliers zum handfesten Umsatzproblem. Doch das eigentliche Dilemma liegt nicht im Mangel, sondern in der ineffizienten Nutzung. Während[...]
Günther Dillingen, Pexels
Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Die Augustinum Gastronomie hat ihr selbstgestecktes Ziel zur Reduzierung von Lebensmittel-Abfällen deutlich übertroffen. Statt der angestrebten 30 Prozent wurden bereits 36 Prozent erreicht – das entspricht einer jährlichen Einsparung von 228 Tonnen bundesweit. Das Unternehmen[...]
Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Abhishek Navlakha, Pexels
Das Immobilienberatungsunternehmen Savills verzeichnet für das erste Quartal 2026 nur 163 Mio. Euro Transaktionsvolumen – ein deutlicher Rückgang. Doch die Zwölf-Monats-Bilanz fällt positiver aus. Warum die Betreiberseite zum bestimmenden Thema wird und welche Investoren jetzt[...]
Abhishek Navlakha, Pexels
Online Birds GmbH
Online Birds hat sein kostenfreies Analysetool Hotel Digital Score um den AI-Prompt-Score erweitert. Die neue Kennzahl zeigt datenbasiert, wie häufig ein Hotel in KI-generierten Antworten von Systemen wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity erscheint. Damit reagiert[...]
Online Birds GmbH
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.