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DZG: Gastwelt und Booking.com treten in Dialog

Wer nicht miteinander spricht, hat bereits verloren – unter diesem Motto haben die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) und Booking.com jüngst ihren ersten digitalen Hospitality-Roundtable umgesetzt. Das Format ist Startpunkt einer neuen Dialogoffensive von DZG und Buchungsplattform, um die Gastwelt und das Unternehmen wieder zusammenrücken zu lassen.

Miguel Á. Padriñán, PexelsMiguel Á. Padriñán, Pexels

„Im Bereich Hotellerie und Reisen ist Booking ein zentraler Bestandteil unseres Wertschöpfungssystems und gerade für kleine wie mittlere Hotels ein unverzichtbarer Partner, wenn es um internationale Sichtbarkeit und auch kurzfristige Umsatzsteigerung geht“, so die DZG-Aufsichtsratsvorsitzende Homeira Amiri. Dass es – wie in jeder Geschäftsbeziehung – immer mal wieder unterschiedliche Interessen und auch rechtliche Auseinandersetzungen gibt, dürfe nicht dazu führen, dass überhaupt nicht mehr miteinander gesprochen oder der Ton zu destruktiv wird. So sieht das auch Booking.com, das großes Interesse an einer neuen Dialogphase mit der Gastwelt hat: „Unser erster gemeinsamer Hospitality-Roundtable hat uns die Möglichkeit gegeben, noch einmal genau zuzuhören und neben positivem Feedback auch kritische Punkte mitzunehmen“, unterstreicht Alexandra Wolframm, Leiterin Public Affairs DACH von Booking.com.

Ausgangspunkt des runden Tisches war die Wahl von Alexandra Wolframm in den DZG-Aufsichtsrat im Mai 2025, mit der sowohl die DZG als auch Booking bewusst ein Zeichen setzen wollten. „Als Hotel-Unternehmerin weiß ich aus erster Hand, wie entscheidend Online-Reiseplattformen (OTA) wie Booking für unser Geschäftsmodell und unser Unternehmenswachstum waren und sind. Natürlich gibt es im Alltag Meinungsverschiedenheiten und nicht alles, was die andere Seite tut, gefällt einem. Doch wenn wir etwas verändern wollen, gelingt das nur im Dialog. Es geht darum zuzuhören und die Chancen einer offenen Kommunikation zu nutzen, um Vorteile für die Zusammenarbeit zu schaffen und konstruktiv miteinander umzugehen. In der heutigen Zeit können beide Seiten nicht aufeinander verzichten, deshalb braucht es ein aktives Auseinanderzugehen“, erklärt Aufsichtsratschefin Amiri.

Vor allem in der Politik würde das Gegeneinander von OTAs und einigen Branchenverbänden für Kopfschütteln sorgen und keinen guten Eindruck hinterlassen, ergänzt DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge. „Bei aller berechtigten Kritik, geht es am Ende nicht darum, dass einige Akteure ihren Arbeitsfokus im Kampf mit der Online-Welt sehen. Wir haben aktuell viele andere Themen, auf die sich unsere Gastwelt-Verbände und -Organisationen im Bund politisch konzentrieren sollten“, betont der ehemalige Bundestagsabgeordnete.

Partner aus dem HORECA Scout

Seitens Booking.com war neben Alexandra Wolframm mit Norman Ladig auch der neue „Regional Manager Partner Services“ DACH vor Ort in Berlin dabei, um das operative Feedback der Teilnehmer zu beantworten und auch einige kritische Punkt mitzunehmen. „Am Ende sitzen wir alle im selben Boot, Gastwelt und Booking. Aus diesem Grund werden wir den begonnenen Dialog auch im nächsten Jahr mit einem zweiten runden Tisch strukturiert fortsetzen“, kündigt Amiri an.

Hintergrund

Gastwelt
Die Gastwelt ist ein vom Fraunhofer IAO und der Denkfabrik im Jahr 2022 neu konzipierter Dienstleistungssektor, der Gastlichkeit und Lebensqualität als gemeinsames Serviceprodukt in den Mittelpunkt stellt. Die Gastwelt ist durch ihre 250.000 mittelständischen Betriebe eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft und mit 6,1 Millionen Mitarbeitenden der drittgrößte Arbeitgeber Deutschlands. Sie setzt sich aus den Gastwelt-Sektoren Beherbergung, Gastronomie, Foodservice, Tourismus und Freizeitwirtschaft zusammen und prägt damit den Alltag von Millionen Menschen. Als Arbeitgeber, Standortfaktor und Innovationsmotor trägt die Gastwelt maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität bei und schafft als #HerzUnsererGesellschaft Orte der Begegnung und des sozialen Miteinanders. Ihre enge Verzahnung mit Handel, Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur macht sie zu einer unverzichtbaren Querschnittsbranche mit Millionen Arbeitsplätzen und hoher Standorttreue.

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Die 2021 gegründete Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) vernetzt auf Bundesebene Politik, Wissenschaft und hochkarätige Vertreter aller Wertschöpfungssektoren der Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice & Freizeit). Der interdisziplinäre und überparteiliche Thinktank kümmert sich inhaltlich ausschließlich um strategische Zukunftsthemen – wie Arbeitskräftesicherung, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und KI – und entwickelt praxisnahe Maßnahmen zur effektiveren Krisenbewältigung. Die 203 Mitgliedsunternehmen und Partner der Spitzenorganisation (wie z.B. die Radeberger Gruppe, Deutsche Bahn, Unilever Food, Motel One, Transgourmet, Metro, Center Parcs, Dorint, Bioland, Dussmann, NordCap, Best Reisen, FlixBus, Booking.com, Gerolsteiner) beschäftigen zusammen über 740.000 Mitarbeitende in allen Regionen Deutschlands.

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