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Expertentipp: Barrierefreier Urlaub

Steven Wieck, Gesellschafter bei den Lift Experten der firsthand CARE GmbH, erklärt, warum Treppenlifte auch im Urlaub eine entscheidende Rolle spielen. Sie ermöglichen die Erschließung einer neuen Zielgruppe, die durch hohe Reisebereitschaft in den kommenden Jahren zusätzliche Umsätze verspricht.

lecreusois, Pixabay

Langsam steigen die Temperaturen und die Sonne bahnt sich immer mehr ihren Weg zwischen den Wolken hervor. Menschen verlassen wieder gerne das eigene Zuhause und machen sich Gedanken über den diesjährigen Sommerurlaub. Wo soll die Reise hingehen, welche Aktivitäten stehen auf der Tagesordnung und wo die Nächte verbringen? Solche Fragen stellen sich natürlich auch Personen, die in ihrem Alltag mit einer körperlichen Einschränkung kämpfen, aber bei ihnen gestaltet sich die Urlaubsplanung zumeist etwas komplizierter.

Gerade ein erholsamer Urlaub weg vom täglichen Stress und von allen anderen Störfaktoren kann die Lebensgeister wecken und sich in manchen Fällen sogar positiv auf die Beschwerden auswirken. Dabei stoßen diese Personen jedoch häufig auf zumeist unnötige Stolpersteine.

Mit kleinen Schritten Hürden überwinden

Schon bei der An- und Abreise ergeben sich für Seniorinnen, Senioren und natürlich auch jüngere Menschen mit Mobilitätsproblemen einige zusätzliche Fragen, aber vor allem beim Thema Unterkunft gipfeln diese in ein großes Fragezeichen. Nicht nur in den eigenen vier Wänden müssen sie sich mit vielen Hürden auseinandersetzen, sondern auch im Urlaub reisen diese immer im Gepäck mit. Deshalb benötigt diese Personengruppe zumeist einige kleine Anpassungen bei der gebuchten Unterkunft für einen komfortablen und entspannenden Aufenthalt. Als wichtig erweist sich bei Häusern, Wohnungen oder Hotels ein möglichst barrierefreier Zugang zu allen Bereichen mit und ohne Gehhilfe beziehungsweise Rollstuhl. Hier bietet sich bei bestehenden Hürden der Einbau eines Treppen- oder Plattformlifts als optimale Lösung an, um diese ohne größeren Aufwand zu überwinden. Für luxuriöse Unterkünfte und Hotels ohne einen Aufzug besteht zudem auch die Möglichkeit, einen bequemen Homelift zu installieren.

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Wachsende Zielgruppe in der Zukunft

Neben einer optimalen Zugänglichkeit erweisen sich eine angenehme Erreichbarkeit von Schränken, Waschbecken und anderen alltäglichen Gegenständen in Bad oder Küche ebenso wie größere Griffe oder beispielsweise ein Duschsitz für mehr Halt als sehr entscheidend für ein barrierefreies Feriendomizil. Für die Zukunft lohnt sich ein solcher Umbau auf jeden Fall, vor allem unter dem Aspekt des stetig voranschreitenden demografischen Wandels in vielen Teilen der Welt. Auch die Zahl der Seniorinnen und Senioren, die gerade in ihren besten Jahren die Welt erkunden und täglich neue Abenteuer erleben wollen, nimmt immer weiter zu. Gleichzeitig haben solche Umbauten auch keine Auswirkungen auf andere Urlauberinnen und Urlauber, die ohne solche Mobilitätseinschränkungen diese Unterkunft für ihre Reise buchen möchten. Für Vermieter und Hotelbesitzer halten sich die Kosten zudem meist in einem vertretbaren Rahmen oder die KfW erstattet ihnen diese sogar.

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Bessere Informationen für mehr Inklusion

Zwar hat sich im letzten Jahrzehnt schon einiges in Bezug auf barrierefreiere Unterkünfte getan, aber immer noch herrscht ein großer Nachholbedarf bei Möglichkeiten für wirklich jeden, entspannt zu reisen. Betroffene müssen häufig genug immer noch längere Anrufe tätigen oder sich lange im Voraus online oder im Reisebüro genau über die örtlichen Begebenheiten informieren, um keine bösen Überraschungen am ersten Urlaubstag zu erleben. Dabei können Vermieter durch solche Umbauten und klar ausgeschilderte Informationen bei ihrem Onlineauftritt die Zielgruppe ihrer möglichen Interessenten stark erweitern und somit eine neue Einnahmequelle für sich erschließen. Neben diesen offensichtlichen Vorteilen erweist sich beispielsweise ein Treppenlift auch als gute Investition für den eigenen Ruhestand – sollten Besitzer diesen am Ende möglicherweise selbst in der Ferienimmobilie verbringen wollen. Somit lohnt sich schließlich immer ein genauer Blick auf die eigenen Möglichkeiten, die Welt ein kleines bisschen inklusiver zu machen

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