Suche

REWE bietet Perspektive dank Partnermodell

Der berufliche Werdegang ist oft ein abwechslungsreicher Weg mit zahlreichen Kreuzungen und Stationen. Andrea Fritz kam 2004 zu REWE, über die Stationen Bereichsleitung und Marktmanager stellte sie sich 2013 der Herausfordeurng als selbstständige Partnerkauffrau mit einem eigenen Markt. Im Interview gewährt Frau Fritz Einblicke in ihr Tätigkeitsfeld und die Chancen durch die Selbstständigkeit.

REWE GroupREWE Group
Wie sind Sie auf REWE als berufliche Perspektive aufmerksam geworden?

Ich bin durch Zufall auf diese Perspektive aufmerksam geworden, während meiner Jobsuche als Hausfrau und Mutter.

Warum wollten Sie sich mit einem eigenen Supermarkt bei REWE selbständig machen? Was hat Sie an der Vorstellung gereizt? Was war Ihre Motivation?

Selbständigkeit bedeutet für mich ständige Herausforderung für Körper und Geist. Für mich ist es eine Selbstverwirklichung, für mein eigenes Handeln und zum Wohle meiner Kunden selbst verantwortlich zu sein.

Partner aus dem HORECA Scout
Was haben Sie vorher gemacht (Ausbildung, Berufserfahrung)?

(Foto: REWE Group)

Lesen Sie auch
SpültechnikPersonalentwicklungRecruiting und Fachkräftemangel
Winterhalter sucht auch 2026 den „Spüler des Jahres“

Meine Familie und Eltern kommen aus dem Landwirtschaftsbereich. Ich habe eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht, war in der Gastronomie tätig (Kaffee, Bistro, Restaurant) und hatte dann wieder eine Bürotätigkeit im Bereich Daten- und Kommunikationstechnik inne. Danach war ich Hausfrau und Mutter. Meine erste Tätigkeit bei REWE war dann 2004 als Verkäuferin. Später übernahm ich dann erst die Bereichsleitung im Service und entwickelte mich dann weiter zur Marktmanager Assistentin und dann zur Marktmanagerin. Seit 2013 bin ich nun schließlich als Partnerkauffrau mit meinem eigenen Markt selbständig.

Von welchen vorherigen Erfahrungen und Qualifikationen haben Sie profitieren können?

Ich profitiere von meinem gesamten bisherigen Werdegang. Von der Landwirtschaft nahm ich die Nähe zu Erzeugern bis hin zu Endverbrauchern mit. In der Gastronomie lernte ich, Kunden zu meinen Gästen zu machen. Die Daten- und Kommunikationstechnik half mit insbesondere dabei, schnell ein Verständnis für unsere Systeme zu entwickeln. Und durch meine Laufbahn im Markt habe ich alles, von der Metzgerei-Verkäuferin über die Bereichsleitung einer Serviceabteilung bis hin zum Marktmanager selber gelernt.

Themen in diesem Artikel
Personalentwicklung
Inwiefern sind Sie von Rewe auf dem Weg in die Selbständigkeit unterstützt worden?

Besonders wurde ich durch meine erfahrenen Kaufmannskollegen unterstützt sowie durch die gesamte Dienstleistungszentrale und den Vertrieb.

Wie sind Sie zu Ihrem jetzigen Markt gekommen?

In unserem Intranet habe ich die Standortausschreibung entdeckt und mich beworben. Die REWE-Geschäftsleitung hat sich dann aufgrund meines vielseitigen Werdegangs für mich als Kauffrau entschieden.

Lesen Sie auch
Branche und TrendsFührung, Management und LeadershipPersonalentwicklungRecruiting und Fachkräftemangel
Deutscher Hotelnachwuchs-Preis 2026: Ann-Kathrin Lex über Leidenschaft, Vielfalt und die Zukunft der Hotellerie
Was bedeuten die genossenschaftlichen Wurzeln der REWE für Sie?

Für mich bedeuten sie die Gemeinschaft und den Zusammenschluss selbständiger Kaufleute. Es werden gleiche Interessen und Ziele verfolgt und es gibt auch gleiche Probleme.

Warum haben Sie sich für das Rewe-Partnerschaftsmodell entschieden?

REWE ist ein fairer Partner, der mir die Freiheit gibt, mich selbst zu verwirklichen und mich in allen geschäftlichen Belangen unterstützt. REWE ist ein Partner, der einen auffängt und nicht fallen lässt.

Was ist für Sie das Besondere an dem Partnerschaftsmodell?

Mit dem Partnerschaftsmodell habe ich ein überschaubares Risiko und einen starken Partner an meiner Seite.

Was war im Laufe der Einarbeitung die größte Herausforderung?

Eine Herausforderung waren die vielen Themen, die ich parallel bewältigen musste. Mir das nötige Wissen anzueignen, gleichzeitig meinen eigenen Markt zu planen und mich auf die Suche nach geeigneten Mitarbeitern zu begeben.

Hatten Sie in der Zeit einen Mentor oder jemanden, der Sie besonders geprägt, beeinflusst oder begeistert hat?

Mein Mentor und ständiger Motivator war und ist mein Ehemann (selbst bei der REWE tätig).

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag für Sie aus?

Meine Arbeitstage sind vielfältig. Das Warengeschäft muss erledigt werden, ich führe Vertreter-, Mitarbeiter und Kundengespräche und delegiere und organisiere verschiedene Themen. Ich bearbeite E-Mails und bilde mich gerne mit Hilfe des internen und externen Netzwerks weiter.

Welche Aufgaben machen Ihnen besonders Spaß? Welche gefallen Ihnen weniger?

Besonderen Spaß macht mir die (Weiter-)Entwicklung meiner Mitarbeiter sowie das Delegieren und Organisieren. Weniger Spaß machen mir dagegen Dinge, die nicht vorhersehbar sind und den täglichen Arbeitsablauf durcheinanderbringen.

Was erfüllt Sie am meisten an Ihrer Arbeit?

Zufriedene Kunden, motivierte Mitarbeiter und eine stetige positive wirtschaftliche Entwicklung des Marktes.

Was sind Herausforderungen in Ihrem Markt?

Grundsätzlich ist jeder Tag aufs Neue eine Herausforderung.

Wie prägen Sie Ihren Supermarkt nach außen? Wofür stehen Sie mit Ihrem Namen?

Ich stehe für Regionalität, Frische, Vielfältigkeit, Freundlichkeit, soziales Engagement und Generationenfreundliches Einkaufen.

Was bedeutet für Sie Gastfreundschaft bzw. Kundenorientierung? Wie leben Sie das?

Kunden sollen sich bei mir im Markt wohlfühlen und wir versuchen möglichst alle Kundenwünsche zu erfüllen.

Inwiefern verbinden Sie Beruf und Familie miteinander?

Als Vorgesetzte, die selbst Kinder hat, biete ich meinen Mitarbeitern Unterstützung in veränderten Lebenssituationen.

Was ist Ihnen bezüglich Ihrer Mitarbeiter/ Ihres Führungsstils wichtig?

Ein loyaler und fairer, aber auch zielorientierter Umgang mit meinen Mitarbeitern ist mir besonders wichtig. Auch behandele ich alle Mitarbeiter gleich und respektvoll.

Inwiefern engagieren Sie sich zusätzlich vor Ort gesellschaftlich?

Mit Sponsoring von Vereinen, Kindergarten und auch Schulen. In einem Gremium einer Schule, das die Berufsorientierung der Schüler unterstützt, repräsentiere ich REWE als attraktiven Arbeitgeber.

Die genossenschaftlichen Wurzeln ermöglichen Ihnen Mitbestimmung. Inwiefern nutzen Sie dies und engagieren sich in der Rewe-Organisation?

In der Organisation engagiere ich mich beispielsweise als Beobachterin in Assessmentcentern und als Mentorin und Ansprechpartnerin für Kaufleute in Einarbeitung und darüber hinaus.

Was ist Ihr weiteres berufliches Ziel?

Eventuell möchte ich mein eigenes Standbein noch um einen zusätzlichen Markt erweitern. Auch zwecks „Zukunftssicherung“ für meinen Sohn und meiner treuen Mitarbeiter.

Welche persönlichen und fachlichen Voraussetzungen sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten für eine Selbstständigkeit?

Persönlich: Motivation, zukunftsorientiertes Denken, Freundlichkeit, Fairness und Loyalität sowie Durchsetzungsvermögen und Nähe zum Kunden.
Fachlich: Kaufmännische Ausbildung, Führungskompetenz, fachliche Kompetenz in der Metzgerei und in allen anderen Fachbereichen.

Welche Tipps haben Sie für diejenigen, die sich für die Selbständigkeit interessieren?

Die Familie muss hinter der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen. Und die Auswahl des geeigneten Standorts ist sehr wichtig. Man sollte nie aufgeben, keine Selbstzweifel haben und Unterstützung annehmen. Eine Selbstanalyse mit Pro und Kontra zur Selbstreflektion und Selbsteinschätzung kann sehr hilfreich sein.

Wie würden Sie die Selbstständigkeit bei Rewe in einem Satz beschreiben?

Es ist eine Lebensaufgabe mit besten Voraussetzungen und Bedingungen und mit einem zuverlässigen Partner.

Access Hospitality
Künstliche Intelligenz, KI und Automation

Hotelsuche im Wandel: Wie KI und Social Media den Weg zur Buchung verändern

Reisende starten ihre Hotelsuche heute auf TikTok, Instagram oder bei KI-Diensten wie Perplexity – nicht mehr nur bei Google. Was bedeutet das für Häuser, die künftig noch gefunden und gebucht werden wollen? Zwischen Stammdatenpflege, Bewertungsmanagement und Social-Media-Strategie entscheidet sich, wer in den neuen Antwortmaschinen auftaucht – und wer unsichtbar bleibt.

Vitaly Gariev, Pexels
Branche und Trends

Was Fußballfans rund um die WM bestellen – und was das für Betriebe zeigt

Während der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat ein großer Lieferdienst erstmals ausgewertet, was deutsche Fans vor und nach Spielen bestellen. Das Ergebnis überrascht: Die stärksten Zuwächse finden sich nicht bei Bier und Pizza, sondern bei Partydekoration und Einweggeschirr. Die Daten zeigen, wie sehr Fußball-Großereignisse zum gemeinsamen sozialen Ritual geworden sind – mit klaren Mustern bei Vorbereitung und Verarbeitung.

Weitere Artikel zum Thema

Winterhalter Deutschland GmbH
Der Spülmaschinenherstellter Winterhalter ruft zum zweiten Mal zur Wahl des „Spülers des Jahres" auf. Die Auszeichnung richtet sich an Mitarbeiter in der Spülküche, deren Arbeit für den Betriebsablauf unverzichtbar ist, aber selten öffentliche Anerkennung findet.[...]
Winterhalter Deutschland GmbH
Privat
Eine junge Führungskraft, die schon als Kind von der Hoteldirektion träumte, gewinnt den Deutschen Hotelnachwuchs-Preis 2026. Doch was hält jemanden in einer Branche, die fordert, fordert und manchmal an die Grenzen bringt? Ein Gespräch über[...]
Privat
Emma Dau, Unsplash
Schichtdienst, hohe Fluktuation, knappe Personaldecke – die Hotellerie steht unter Druck. Sandra Himmeldirk, Head of People & Culture bei den 25hours Hotels, erklärt im Gespräch mit dem IST-Studieninstitut, was modernes Personalmanagement in der Branche heute[...]
Emma Dau, Unsplash
LudgerA, Pixabay
Im April 2026 startete in Wiesbaden ein neuer Jahrgang der Mineralwassersommelier-Ausbildung. Die seit 20 Jahren etablierte Qualifizierung des Handelsverbandes für Heil- und Mineralwasser vermittelt Fachkräften aus Gastronomie und Handel das notwendige Rüstzeug für eine kompetente[...]
LudgerA, Pixabay
Patrick Steeger
Während die Fluktuationsrate im Gastgewerbe bei 68 Prozent verharrt und der Krankenstand historische Höchstwerte erreicht, kämpfen Hotels und Restaurants mit strukturellen Personalproblemen. Kann systematisches Gesundheitsmanagement hier mehr sein als nur eine Symptombekämpfung? Ein Blick auf[...]
Patrick Steeger
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.