Suche
Anzeige

Trend 4 „Healthy World“: Gesunde Ernährung wird zum Tool der Selbstverwirklichung

Was wir heute und in Zukunft essen, wird vor allem von sich verändernden Lebenseinstellungen und -gewohnheiten beeinflusst. Ihre zentralen Treiber: Individualisierung und stärkere Gesundheitsorientierung. Ernährung wird zunehmend zum Tool der Selbstverwirklichung und Selbsterfahrung. Schlagworte wie Biohacking, „NoLo“ und personalisierte Ernährung auf Basis von DNA-Analysen stehen beispielhaft dafür.

Nachhaltige, kakaofreie Schokolade von Planet A food © istock; Hamburg Messe und Congress GmbHNachhaltige, kakaofreie Schokolade von Planet A food © istock; Hamburg Messe und Congress GmbH

Diese Entwicklungen durchleuchtet der vierte Teil der Trendanalyse INTERNORGA FoodZoom 2.0 und liefert dabei anschaulich sowie praxisnah Orientierung und Impulse für den Außer-Haus-Markt, die ebenfalls vom 08. bis 12. März 2024 auf der INTERNORGA in Hamburg zu finden sind.

Unaufhaltsam verschiebt sich der Fokus der Verbraucherinnen und Verbraucher hin zu einer stärkeren Gesundheitsorientierung, gepaart mit einem höheren Qualitätsbewusstsein. „Healthy World“ nennt die renommierte Trendforscherin Karin Tischer von food & more in Kaarst diese Entwicklung, die einen der fünf Haupttrends der Trendanalyse INTERNORGA FoodZoom 2.0 widerspiegelt: „Die stärkere Gesundheitsorientierung und das höhere Qualitätsbewusstsein der Gäste stellen den Außer-Haus-Markt vor bedeutende Herausforderungen und bieten gleichzeitig Chancen“, so die Branchenexpertin. „Trotz kleiner Dämpfer durch Krisen, wie wirtschaftliche Unsicherheit und die Covid 19-Pandemie, die zu wachsender Preissensibilität und inkonsequenten Entscheidungen der Gäste führen, ergeben sich klare Handlungsansätze für die Branche.“

Biohacking und „Reduced food & beverage”

Im Bestreben, das Optimum aus Körper und Geist herauszuholen, mehr Leistung zu erbringen und das Konzentrationsvermögen zu stärken, gewinnt Biohacking an Bedeutung. Die Ernährung ist dabei ein wichtiger Faktor, um dies zu erreichen. So sollen High-Protein-Meals den Muskelaufbau unterstützen und die Regeneration fördern. Intervallfasten, den Stoffwechsel und Zellregeneration optimieren und Low Carb sowie ketogene Ernährung zielen darauf ab, den Körper zur Energiegewinnung verstärkt auf Fettreserven zurückgreifen zu lassen. Hersteller, die unter dieser Prämisse ausgewogene Speisen für die Gäste herstellen, finden sich auf der INTERNORGA 2024 im Ausstellungsbereich Nahrungsmittel und Getränke. Dazu gehören Anbieter wie Every, die sich auf Feel-good-Gerichte spezialisiert haben oder Freikopf, die mit alkoholfreien „ready-to-drink“-Alternativen begeistern.

Partner aus dem HORECA Scout

Die wachsende Bedeutung pflanzenbasierter Optionen spiegelt den Trend zu einer gesünderen und nachhaltigeren Ernährung wider. Der langjährige INTERNORGA Partner ProVeg ist das Kompetenzzentrum, wenn es um pflanzenbasierte Ernährung geht. Katleen Haefele, Director Corporate & Institutional Engagement Germany, ProVeg International, erklärt die gesundheitlichen Vorteile: „Der hohe Konsum von tierischen Produkten ist eine der Hauptursachen für weit verbreitete Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung auf pflanzlicher Basis kann dazu beitragen, das Entstehungsrisiko dieser Krankheiten zu minimieren beziehungsweise diese Krankheiten zu heilen. Als international tätige Ernährungsorganisation unterstützt ProVeg die Transformation des globalen Ernährungssystems hin zu einer pflanzlichen Lebensweise.“ Interessierte erhalten am ProVeg Stand auf der INTERNORGA 2024 einen detaillierten Überblick über die vielfältigen Vorteile pflanzenbasierter Speisen.

Neue Konzepte in der Gemeinschaftsgastronomie

Mehr Bio und mehr regionale Lebensmittel, dafür weniger Fleisch und Zucker in der Gemeinschaftsgastronomie – das fordert nicht nur die Bundesregierung mit ihrer neuen Ernährungsstrategie, sondern auch Unternehmen, Schulen und Krankenhäuser. Betreiber sehen sich mit weiteren Herausforderungen wie Kostendruck, weniger Gäste und fehlendem Personal konfrontiert. Innovative Konzepte für Betriebsrestaurants und Krankenhäuser schaffen hier Abhilfe. Eine Vielzahl Impulse, Ideen und Innovationen für die Gemeinschaftsgastronomie liefert außerdem der 48. Branchentag der Gemeinschaftsgastronomie am 11. März 2024. Unter dem Motto „Die Zukunft managen“ kommen Expertinnen und Experten live auf der CCH-Bühne zu Wort und liefern wertvolles Brainfood – so wie Sternekoch Max Strohe zum Thema Klinikgastronomie auf Sternenniveau, Rainer Röhl von a’verdis über mehr Bio in der GV oder INTERNORGA FoodZoom Autorin und Foodspezialistin Karin Tischer von food & more mit den Mega-Trends 2024.

Lesen Sie auch
Branche und TrendsEvents und Messen
„Hotelimmobilie des Jahres 2026“: Renommierter Branchenpreis sucht Europas innovativste Hotelkonzepte

Mehr Informationen zum Trendthema „Healthy World“ zum Download

Themen in diesem Artikel
Events und Messen

Neben dem Kapitel „Healthy World“ werden vier weitere Trends von Karin Tischer für den FoodZoom 2.0. in kurzen Trendanalysen aufbereitet. Die ersten drei Themen „Future of Proteins“, „Countdown Nachhaltigkeit“ und „Der neue Geschmack der Gäste“ sind bereits erschienen und auf der Website der INTERNORGA zu finden. Alle diese Schwerpunkte haben Einfluss auf den Außer-Haus-Markt und werden als Ausstellungs- oder Trendbereich auf der INTERNORGA 2024 abgebildet. Darüber hinaus bietet die internationale Leitmesse 2024 in insgesamt zehn Hallen einen umfassenden Überblick über Innovationen für die Branche. Mit der INTERNORGA Open Stage, die 2024 erstmalig den Pink Cube von Karin Tischer präsentiert, und der Afterwork-Lounge OFF THE RECORD erhalten Besuchende Gelegenheit für Austausch, Wissenstransfer und Networking.

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

50 Mitarbeiter, jahrelang unbemerkt, ein sechsstelliger Schaden: Die Razzia in einem Restaurant in München hat eine unbequeme Frage zurück auf die Tagesordnung gebracht – wie gut kennen Gastronomen eigentlich die Abläufe in ihrem eigenen Haus? Steuerberater Christopher Arendt erklärt, wo die typischen Schwachstellen sitzen und warum wachsende Betriebe ihre Kontrollen jetzt mitwachsen lassen müssen.

Robert Bye, Unsplash
Außengastronomie

Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?

Sommer, Sonne, Außengastronomie – und eine Rechnung, die je nach Standort um den Faktor 60 auseinandergehen kann. Pünktlich zum Start der Hauptsaison hat der Bund der Steuerzahler die Terrassengebühren für rund 200 deutsche Städte erhoben. Das Ergebnis macht deutlich, wie unterschiedlich Städte Außengastronomie bepreisen.

wattline GmbH
Allgemeine Haustechnik

Energieverbrauch im Gastgewerbe: Wo die größten Kostentreiber liegen

Strom, Gas, Heizung – Energiekosten gehören zu den größten Ausgabenposten in Hotels und Restaurants. Doch die Höhe der Rechnung ist alles andere als Zufall: Öffnungszeiten, Gästeaufkommen und die Lage des Betriebs spielen eine ebenso große Rolle wie die technische Ausstattung. Wer weiß, an welchen Stellschrauben sich tatsächlich drehen lässt, kann Kosten senken – ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Doch welche Faktoren wiegen am schwersten, und wo verbergen sich die größten Einsparpotenziale?

Canva
Digitalisierung

KI-Inhalte kennzeichnen: Was ab 2. August 2026 gilt

Ein KI-generiertes Zimmerfoto auf der Buchungsseite, der Speisekarten-Text aus ChatGPT, das Instagram-Motiv per Knopfdruck: Ab dem 2. August sind solche Inhalte kennzeichnungspflichtig. Was der EU AI Act konkret fordert, wo die Grenze zur klassischen Bildbearbeitung liegt – und warum Betriebe, die das ignorieren, Abmahnungen und empfindliche Bußgelder riskieren.

Lightspeed, L Seden
Branche und Trends

Nachhaltigkeit in der Gastronomie stößt an die Preisgrenze

Eine aktuelle Verbraucherumfrage von Lightspeed bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Deutschlands Restaurantgäste fordern nachhaltige Konzepte – regional, saisonal, müllvermeidend. Doch sobald es ans Bezahlen geht, kippt die Begeisterung. Mehr als die Hälfte akzeptiert maximal fünf Prozent Aufschlag. Für Gastronomiebetriebe wird die grüne Transformation damit zur ökonomischen Gratwanderung.

Gastfreund GmbH
Branche und Trends

Warum Hotels 2026 ohne digitale Gästekommunikation Marktanteile verlieren

Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern schlicht den Anschluss. Ein aktueller Branchenreport der Gastfreund GmbH zeigt, wo der größte Hebel liegt – und warum die eigentliche Herausforderung nicht Technologie, sondern Integration ist.

Weitere Artikel zum Thema

Martin Soler, Unsplash
Seit über zwei Jahrzehnten zeichnet das 196+ forum München herausragende Hotelimmobilien aus. Noch bis Ende Juni können sich europäische Hoteliers, Entwickler und Architekten für die diesjährige Ausgabe bewerben. Gefragt sind Konzepte, die gestalterische Exzellenz mit[...]
Martin Soler, Unsplash
EVENTMACHINE
Was geschieht, wenn künstliche Intelligenz nicht mehr nur berät, sondern eigenständig handelt? Ein Event-Tech-Unternehmen hat einen KI-Agenten auf seinen webbasierten Konfigurator losgelassen – mit verblüffenden Ergebnissen. Die Maschine plant komplexe Veranstaltungen, erkennt Sparpotenziale und trifft[...]
EVENTMACHINE
teamgeist
Der Tagungsmarkt ist hart umkämpft – gerade für Hotels in stadtnaher Randlage wird die Differenzierung zur Herausforderung. Während Businesshotels in Innenstadtlagen und große Ketten mit Infrastruktur und Markenbekanntheit punkten, müssen kleinere Häuser andere Wege finden.[...]
teamgeist
LILLØY Lindenberg
Ende April entscheidet sich in Mailand, welches Hotel den begehrten Hotel Design Award 2026 erhält. Zehn Häuser aus sieben Ländern stehen im Finale – ausgewählt von einer Fachjury, die unter 25 Bewerbungen die gestalterisch überzeugendsten[...]
LILLØY Lindenberg
Miriam Grothe
Fünf Tage, mehr als 1.200 Ausstellende, rund 85.000 Besuchende – die INTERNORGA 2026 hat vom 13. bis 17. März in Hamburg gezeigt, dass die Branche trotz Fachkräftemangel und Kosten- sowie Digitalisierungsdruck nicht stillsteht. Die Stimmung[...]
Miriam Grothe
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.