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So teuer sind Luxushotels durch Corona geworden

Erst Corona-Stillstand, nun Preis-Schock! Manch einem, der in den letzten Wochen verreisen wollte, wird die Reiselust beim Blick auf die Preise wieder vergangen sein. Denn im Laufe der Coronapandemie sind die Preise für Hotelübernachtungen in extreme Höhen angestiegen – gerade im Luxussegment.

Grafik: reisetopia, Foto: Gabriel Alenius, UnsplashGrafik: reisetopia, Foto: Gabriel Alenius, Unsplash

Wer Luxus möchte, ist durchaus bereit einiges dafür zu zahlen. Doch mit der Preisentwicklung der Luxushotellerie in den vergangenen Monaten haben wohl die wenigsten gerechnet. In welchen Hotels und welchen Städten der Anstieg besonders drastisch zu spüren ist, hat das Luxusreiseportal reisetopia herausgefunden. Die gute Nachricht: Aufenthalte in den exklusiven Häusern werden trotzdem nicht zum Privileg der Superreichen!

Deutsche Luxushotels im Schnitt 20 Prozent teurer als vor einem Jahr

Irgendwas passt da nicht! Vergleicht man Hotelpreise des zweiten Halbjahres 2020 mit den Werten des zweiten Halbjahres 2021, wird man stutzig. Wo normalerweise eine Nacht im Luxushotel für etwas mehr als 100 Euro zu finden ist, zeigt sich nun ein anderes Bild. In der deutschen Luxushotellerie ist die Average Daily Rate, also der durchschnittliche Tagessatz eines Hotelaufenthalts, auf unglaubliche 217 Euro angestiegen! Wer soll sich das noch leisten können?

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1. München: Plus 30 Prozent

Einsamer Spitzenreiter ist München. Der drittgrößten deutschen Stadt eilt ihr Ruf von überdurchschnittlich hohen Preisen voraus. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Preise für eine Nacht im Luxushotel bereits im Vorjahr über denen der beiden anderen deutschen Millionenstädte lagen. Doch der Verlauf der Corona-Pandemie hat dem ganzen nun noch eins aufgesetzt. Im Durchschnitt kostete eine Übernachtung in der bayerischen Metropole in den vergangenen Monaten 250 Euro und damit 30 Prozent mehr als im Vorjahr! In einigen Häusern, gerade bei Luxusmarken, die jüngere Kunden ansprechen, war sogar ein Anstieg um über 40 Prozent zu bemerken.

2. Berlin: Plus 25 Prozent

Berlin – du bist so wunderbar… teuer! In der deutschen Hauptstadt ist der Preisanstieg stark zu spüren. Während Berlin normalerweise für ein moderates Preisniveau bekannt ist, sind hier die Preise in dem vergangenen Jahr durch die Decke gegangen. In der zweiten Jahreshälfte 2021 musste man mit einem Preis von über 200 Euro rechnen, wenn man eine Nacht in einem der exklusiven Häuser der Stadt verbringen wollte. Besonders teuer wurde ein Haus am Potsdamer Platz. Hier gab es im Vergleich der beiden Zeiträume einen über 45-prozentigen Preisanstieg.

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3. Hamburg: Plus 15 Prozent

Im Vergleich der drei größten deutschen Städte schneidet die sympathische Hansestadt am besten ab und bleibt bodenständig. Hier sind die Preise im zweiten Halbjahr 2021 nur um 15 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode gestiegen. Eine Nacht in einem Luxushotel für unter 200 Euro ist allerdings auch hier zur Seltenheit geworden. Der Hotelmarkt in Hamburg entwickelte sich damit recht ähnlich zum gesamtdeutschen Markt. Besonders hervor stechen die exklusiven Hotels an der Außenalster. Gut 30 Prozent mehr mussten Besucher in den letzten Monaten 2021 für eine Übernachtung zahlen, als noch im Vorjahr.

Themen in diesem Artikel
Management

Personalmangel durch die Corona-Krise

Werden Übernachtungen in Luxushotels nun zum Privileg, das sich nur noch die äußerst Wohlhabenden leisten können? Das Luxushotel-Buchungsportal reisetopia beruhigt. Die angespannte Lage am Markt wird sich wieder normalisieren. Der Hauptgrund für den aktuellen Preis-Wahnsinn ist nämlich vor allem der Personalmangel als eine Folge der Corona-Pandemie. Während der diversen Lockdowns und der Kurzarbeit hat sich ein großer Teil des Hotelpersonals beruflich umorientiert und gegen eine Rückkehr entschieden.
Durch die Engpässe planen die Hotels nicht mehr mit voller Kapazität, müssen aber mit weniger angebotenen Zimmern die laufenden Kosten decken. Deswegen steigen die Preise auch für normale Daten in ungeahnte Höhen, wie sie sonst nur zu Weihnachten oder Silvester bekannt sind. Das Luxus-Segment ist hierbei besonders betroffen, da die exklusiven Hotels natürlich einen viel größeren Personalbedarf haben, als die günstige Konkurrenz. Dort gibt es die meisten Serviceleistungen aus der Luxushotellerie gar nicht oder sie wurden von automatisierte Prozesse abgelöst.
Mit Blick auf das nächste Jahr kann man aber mit Erleichterung feststellen, dass die Preise für Hotelübernachtungen sich wieder normalisieren. In allen deutsche Großstädten sinken die Preise für Übernachtungen im Sommer 2022 im Durchschnitt um etwa 20 Prozent verglichen mit den Preisen von Dezember 2021. Um den Preis-Schock aus diesem Jahr zu verdauen, kann mal also guter Dinge die nächste exklusive Wellnessauszeit für das nächste Jahr planen!

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