Suche

Idiome in anderen Sprachen – damit man im Business-Talk nicht auf dem Schlauch steht

Sie verstehen nur Bahnhof und drehen deswegen Däumchen im Meeting? Damit man sich beim nächsten Geschäftstermin oder Plausch mit internationalen Kolleg:innen, Geschäftspartn:erinnen oder Kund:innen nicht komplett zum Obst macht, erklären zwei Expert:innen der Sprachlernplattform Babbel, was man bei der Verwendung von Idiomen in anderen Sprachen beachten muss.

Brooke Cagle, UnsplashBrooke Cagle, Unsplash

Redewendungen, auch Idiome genannt, machen die Sprache lebendiger. Sie sind oft über Jahrhunderte im Sprachgebrauch erhalten geblieben und können einen Sachverhalt kurz und knapp erklären. Viele Redewendungen sind kulturell oder historisch geprägt und können nicht wortwörtlich übersetzt werden. „Um den heißen Brei reden” setzt sich beispielsweise aus leicht verständlichen Wörtern zusammen. Nichtmuttersprachler:innen verstehen vielleicht die einzelnen Wörter, aber nicht, was diese in der Zusammensetzung bedeuten.

Noël Wolf, Babbel-Live-Sprachlehrerin, kennt die Tücken: „Idiome bedeuten einen besonders großen Lernaufwand, nicht nur das Vokabular an sich muss gelernt werden, sondern auch die spezifische Bedeutung und Verwendung. Ich erkläre solche Redewendungen dann im Kontext und gebe konkrete Beispiele für die korrekte Verwendung. Einigen Schüler:innen hilft es, die Idiome zu verbildlichen oder das Pendant in ihrer Muttersprache zu finden.“

Steinalt, aber nicht in Stein gemeißelt

„Einige Redewendungen sind im europäischen Raum ähnlich, manchmal sogar genau gleich, wenn sie beispielsweise aus dem Lateinischen oder Alt-Griechischen übernommen wurden, noch bevor sich die romanischen Sprachen unterschiedlich entwickelt haben“, erklärt Maren Pauli, Sprachexpertin bei Babbel. „Spannend sind Beispiele wie „Das kommt mir spanisch vor”, bei dem nahezu jede Landessprache eine andere Sprache nennt, um das Unverständliche zu bezeichnen.“

Partner aus dem HORECA Scout

Auch Redensarten, die einen Zustand oder ein Ereignis anhand von Anspielungen auf Lebensmittel beschreiben, zeigen deutlich sprachabhängige Unterschiede. „Jetzt haben wir den Salat” heißt auf Italienisch „La frittata è fatta” (“Die Frittata ist fertig”). In den Niederlanden spricht man hingegen lieber von Birnen „Nu zitten wij met de gebakken peren” (Nun sitzen wir mit den gebratenen Birnen).

In der heutigen Zeit, in der ohnehin viele Begriffe aus dem Englischen kommen, werden mitunter aber auch ganze Redensarten samt Grammatik übernommen. Ein interessantes Beispiel ist: „Das macht Sinn”, korrekt wäre im Deutschen: „Es ergibt Sinn”, doch es wurde vom Englischen „It makes sense” adaptiert.

Lesen Sie auch
SpültechnikKünstliche Intelligenz, KI und AutomationNachhaltigkeit und UmweltschutzKostenmanagement
KI in der Spülküche: Wenn die Maschine erkennt, was sie spült

Babbel hat nützliche und kuriose Redewendungen zusammengetragen

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen (Bedeutung: Zwei Dinge auf einmal erledigen)

Englisch: Kill two birds with one stone (Zwei Vögel mit einem Stein töten)

Französisch: D’une pierre deux coups (Zwei Schläge mit einem Stein)

Italienisch: Prendere due piccioni con una fava (Zwei Tauben mit einer Saubohne nehmen)

Spanisch: Matar dos pájaros de un tiro (Zwei Vögel auf einmal erschießen)

Lesen Sie auch
Künstliche Intelligenz, KI und AutomationSoftware und SystemeDigitalisierung
Kostenlose Menü-Analyse deckt Umsatzpotenzial im Room Service auf

Das ist der Lauf der Welt (Bedeutung: So ist es nun mal)

Englisch: That’s the way the cookie crumbles (So krümelt der Keks)

Französisch: C’est la vie (So ist das Leben)

Italienisch: È così che gira il mondo (So dreht sich die Welt)

Nicht alles auf eine Karte setzen (Bedeutung: Nicht alles riskieren)

Englisch: Don’t put all eggs in one basket (Lege nicht alle Eier in einen Korb)

Italienisch: Non mettere tutte le uova in un paniere (Lege nicht alle Eier in einen Korb)

Jetzt haben wir den Salat (Bedeutung: Da haben wir uns was eingebrockt)

Englisch: Now we’re in a fine mess (Jetzt sind wir in einem feinen Durcheinander)

Französisch: Nous voilà dans de beaux draps (Nun sind wir in schönen Betttüchern)

Italienisch: La frittata è fatta (Die Frittata is fertig)

Spanisch: Éramos pocos y parió la abuela (Wir waren wenige und Oma gebar ein Kind (ironisch gemeint)

Schwedisch: Nu är det kokta fläsket stekt! (Nun ist das gekochte Schweinefleisch gebraten)

Ich verstehe nur Spanisch/ Bahnhof (Bedeutung: Etwas nicht verstehen)

Italienisch: Per me è arabo (Das ist Arabisch für mich)

Spanisch: Me suena a chino (Es klingt wie Chinesisch)

Schwedisch: Det är rena grekiskan (Das ist reines Griechisch) Dänisch: Det er det rene volapyk (Es ist reines Volapük – eine künstlich geschaffene Sprache)

Norwegisch: Jeg skjønner ikke bæret (Ich verstehe die Beere nicht)

< babbel.de

Gemini
Kostenmanagement

KI in der Spülküche: Wenn die Maschine erkennt, was sie spült

Bandspülmaschinen mit Kameras, Untertischgeräte mit Lernkurve, Spülanlagen mit dynamischer Energieverteilung – die Hersteller bringen Künstliche Intelligenz in einen der unterschätztesten Bereiche der Profi-Küche. Ein Überblick über drei Ansätze, die sich erkennbar unterscheiden.

SuitePad
Digitalisierung

Kostenlose Menü-Analyse deckt Umsatzpotenzial im Room Service auf

Der Zimmerservice vieler Hotels verschenkt systematisch Umsatz – oft ohne dass die Betreiber es wissen. Ein neues Analyse-Tool macht die Schwachstellen innerhalb von zwei Minuten sichtbar und zeigt auf Basis von über 200.000 Bestellvorgängen, wo konkret Optimierungsbedarf besteht.

Nick Fewings, Unsplash
Ausstattung und Interieur

Glanzvolle Akzente im Hoteldesign: Rechnen sich echte Edelmetalle?

Gold im Hoteldesign ist mehr als pure Dekoration – es ist ein Statement. Doch zwischen dem optischen Wow-Effekt und der wirtschaftlichen Realität liegt eine komplexe Kalkulation. Volatile Rohstoffpreise, aufwändige Handwerkskunst und anspruchsvolle Pflege: Wann lohnt sich der Griff zum echten Edelmetall, und wo reicht geschicktes Akzentuieren aus?

StockSnap, Pixabay
Branche und Trends

Hunger auf Stammgäste: Wie digitale Kundenbindung die Gastronomie verändert

Steigende Kosten, knappes Personal, verschärfter Wettbewerb – und trotzdem sollen die Tische voll und die Gäste treu bleiben? Ein neuer Branchenreport zeigt: Wer seine Gäste digital bindet, gewinnt nicht nur mehr Umsatz, sondern echte Verbundenheit. Doch Vorsicht: Pauschale Angebote reichen längst nicht mehr. Was Gäste heute wirklich erwarten und warum das Smartphone den Stempelpass ablöst.

Weitere Artikel zum Thema

Gemini
Bandspülmaschinen mit Kameras, Untertischgeräte mit Lernkurve, Spülanlagen mit dynamischer Energieverteilung – die Hersteller bringen Künstliche Intelligenz in einen der unterschätztesten Bereiche der Profi-Küche. Ein Überblick über drei Ansätze, die sich erkennbar unterscheiden.[...]
Gemini
SuitePad
Der Zimmerservice vieler Hotels verschenkt systematisch Umsatz – oft ohne dass die Betreiber es wissen. Ein neues Analyse-Tool macht die Schwachstellen innerhalb von zwei Minuten sichtbar und zeigt auf Basis von über 200.000 Bestellvorgängen, wo[...]
SuitePad
Nick Fewings, Unsplash
Gold im Hoteldesign ist mehr als pure Dekoration – es ist ein Statement. Doch zwischen dem optischen Wow-Effekt und der wirtschaftlichen Realität liegt eine komplexe Kalkulation. Volatile Rohstoffpreise, aufwändige Handwerkskunst und anspruchsvolle Pflege: Wann lohnt[...]
Nick Fewings, Unsplash
Poster POS, Unsplash
Arbeitsschutz, Kassennachschau, Online-Bewertungen: Was wie drei getrennte Baustellen wirkt, folgt 2026 einem gemeinsamen Prinzip. Betriebe müssen jederzeit belegen können, was sie wissen, was sie tun und wer wofür verantwortlich ist. Digitale Dokumentation wird damit vom[...]
Poster POS, Unsplash
Läkkerai
Fachkräftemangel, ungelernte Aushilfen, mehrsprachige Teams – und mittendrin ein Küchenchef, der alle Rezepte im Kopf trägt. Was passiert, wenn er kündigt? Eine wachsende Zahl an Profi-Küchen setzt deshalb auf digitales Küchenmanagement. Ein Blick auf einen[...]
Läkkerai
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.