Suche

Bowls vom Bot: Im Restaurant yaya kochen Roboter Schüsselgerichte aus aller Welt

Die Kulinarik der ganzen Welt in einer Schüssel: Für Kevin und Dennis Grote ist jede ihrer Bowls eine einzigartige multi-kulturelle Botschaft, zubereitet aus den typischen Aromen von Hawaii über Amerika, Fernost, Afrika und Europa. In ihrem im Juni in Münster eröffneten Restaurant yaya stehen allerdings keine Köche am Herd. Stattdessen mixen Roboter die Zutaten für die kulinarischen Kreationen vollautomatisch zu vertrauten oder auch aufregend neuen Gerichten.

Kitzig Design Studios Kitzig Design Studios

Für die Gäste bedeute das: schnelle, punktgenaue Bedienung durch das freundliche Personal am Counter, Zubereitung der Speisen nach ihren individuellen Wünschen und unkomplizierter Check-out ohne Wartezeiten – dank bargeldloser Bezahlung schon bei der Bestellung am digitalen Terminal oder per App. Mit diesem Erfolgsrezept soll yaya als Franchisesystem und in Eigenregie schnell an unterschiedlichen Standorten wachsen.

Entertainment für alle Sinne

Wie das geht, wissen die beiden aus langjähriger Erfahrung. Gemeinsam führen sie in dritter Generation das in der Event- und Gastro-Branche erfolgreiche Familienunternehmen, zu dem unter anderem die traditionsreichen GOP-Varietés in sieben deutschen Städten gehören. Dort bieten sie ihren bis zu 800.000 Gästen jährlich unter dem Motto „Wir sind die Show” neben exklusiven Drei-Gang-Menüs auch hochkarätige Artistik. „Dabei lebt das komplette 800-köpfige Team vom Spüler bis zum Direktor unsere Vorstellung von Gastgebertum”, betont Dennis Grote. Heißt konkret: Entertainment für alle Sinne! Denselben hohen Anspruch hat – auf einer anderen Erlebnisebene – auch ihr während der herausfordernden Corona-Monate vorangetriebenes neues Projekt yaya. „Schon vor der Krise wurde es immer schwerer, qualifizierte Köch*innen für unsere Gastronomie zu finden”, erzählt Kevin Grote. „Uns war klar: Das Personal-Problem ist ein branchenweites. Es braucht eine große Lösung, die an vielen Standorten umsetzbar ist.”

Partner aus dem HORECA Scout

Die Idee: ein multiplizierbares Konzept, das alle Vorteile der Systematisierung nutzt und alle Nachteile, wie hohe Personal- oder Warenkosten, eliminiert. Rund 1,5 Mio. Euro steckten sie in die Entwicklung der inzwischen patentierten yaya-bots, wobei sie ähnliche Geräte aus den USA analysierten und aus den dort aufgetretenen Schwierigkeiten lernten. „Unsere ‚bots’ sind zuverlässiger, langlebiger, müssen seltener gereinigt und nachgefüllt werden als die schlagzeilenträchtigen Kochroboter aus Amerika”, zählt Dennis Grote einige der Stärken der yaya-Technologie auf. Als Kontrast zu den Bots steht das Brand Design: warm, natürlich, fröhlich und positiv lässt es die Gäste in eine ganz eigene Welt eintauchen. Das Interior Design der international erfolgreichen Kitzig Design Studios lädt dazu ein, yaya zu entdecken.

Gäste sind mit digitalem Bestellen vertraut

Die notwendige digitale Infrastruktur stammt vom familieneigenen Software-Unternehmen. Sie ermöglicht, dass die Gäste über die Orderterminals oder die yaya-App direkt mit den Robotern kommunizieren und Bestellungen immer perfekt und zum gewünschten Zeitpunkt fertig sind. So können sich die insgesamt rund 20 Mitarbeiter*innen voll darauf konzentrieren, das Publikum mit Service und kompetenter Beratung glücklich zu machen. > Die Künstliche Intelligenz hilft außerdem bei der Warenwirtschaft und Frequenzprognose – spart somit Kosten und verhindert Food Waste.

Lesen Sie auch
Recht und ComplianceRechtsprechung und Urteile
Gekündigt und sofort krank: Warum Arbeitgeber mit Misstrauen allein nicht weiterkommen

Dritte Säule des Konzepts ist die besondere Kulinarik. Alle Bowls sind mit Chicken, vegetarisch oder vegan zu haben und kosten in der Basisversion 9,50 Euro. Von Poké & Co. unterscheiden sich die Rezepturen schon allein dadurch, dass sie warm serviert werden: Basics wie Reis und Quinoa werden mit Toppings wie Guacamole oder Musscrunch und mit fein abgestimmten Saucen gemixt. Dabei kommen nur ausgewählte Produkte aus möglichst regionalen Quellen, die das Team überwiegend frisch vor Ort vorbereitet, in den Topf.

Leere Schüssel beweisen: Es schmeckt!

Seit der Eröffnung des 50-Plätze-Restaurants in der Münsteraner Innenstadt am 1. Juni 2022 bestaunen 200 bis 250 Gäste pro Tag – vom Enkel bis zur Oma, von der Studentin bis zum Anzugträger – die erlebnisorientierte Mischung aus präziser Technologie und emotionalem „Made-for-me”-Appeal, verlässlich gleichbleibender Qualität und zeitlosem Design. „Dass es ihnen schmeckt” kommentiert Dennis Grote, „beweisen die leeren Schüsseln.”

Themen in diesem Artikel
FoodDigitalisierungBrotKIRoboter

Aktuell suchen die Brüder nach Investor*innen, um yaya schnell zu skalieren. Auch ein deutschlandweites Franchise-System ist bereits in Planung. Es soll angesichts der Personalknappheit in der Branche eine Alternative bieten, bei der pro Schicht nur 2 bis 3 Mitarbeiter*innen hinter dem Counter notwendig sind. „Gerade in hochfrequentierten Lagen ist die Geschwindigkeit der bots kaum zu schlagen”, blickt Dennis Grote in die Zukunft und sieht yaya auch als Take-away-starkes Quickservice-Format.

yaya-bowls.de

Canva
Recht und Compliance

Gekündigt und sofort krank: Warum Arbeitgeber mit Misstrauen allein nicht weiterkommen

Ein Mitarbeiter kündigt und wird prompt krank – die Krankschreibung endet passgenau vor dem Resturlaub. Viele Arbeitgeber kennen dieses Muster und sind versucht, die Lohnfortzahlung zu streichen. Doch Vorsicht: Ein aktuelles Urteil zeigt, wie schnell der Verdacht allein zur teuren Falle wird. Wann reicht ein auffälliges Timing aus, um die Krankschreibung anzuzweifeln? Und was müssen Gastgeber konkret in der Hand haben, bevor sie handeln?

Steuerberatungsgesellschaft Schnitzler & Partner
Finanzen und Controlling

Kauf einer Unternehmensimmobilie: Neue Chancen bei der Kaufpreisaufteilung

Die aktuelle Rechtsprechung erweitert den Spielraum bei der Bewertung von Grund und Boden und kann – richtig genutzt – zu höheren Abschreibungsvolumen führen. Eine professionelle Beratung zur Kaufpreisaufteilung kann bei größeren Immobilienerwerben erhebliche Steuervorteile erschließen. Zugleich sollte der Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zum erwartbaren Effekt stehen.

Vernetzte Fallen wie die von Rentokil monitoren etwaige Schadnageraktivitäten rund um die Uhr. © Rentokil Initial
Recht und Compliance

Rodentizid-Verbot: Warum Gastronomiebetriebe ihre Schädlingsprävention jetzt umstellen müssen

Die Schädlingsbekämpfung steht vor einem Paradigmenwechsel: Ab Mitte 2026 dürfen Giftköder gegen Nagetiere nur noch bei akutem Befall eingesetzt werden. Die bisher übliche vorbeugende Dauerbeköderung wird verboten. Für Hotels und Gastronomiebetriebe bedeutet das: Wer seine Präventionskonzepte nicht rechtzeitig anpasst, riskiert rechtliche Konsequenzen und gefährdet Hygienezertifikate.

Kemal Üres
Führung, Management und Leadership

Neue Folge „Kemal Rettet“: Wenn Leidenschaft nicht mehr reicht

70 Stunden in der Woche – für vier Euro netto. Kann ein Café überleben, wenn die Inhaberin alles gibt, aber die Zahlen gegen sie arbeiten? Kemal Üres zeigt in Braunschweig, wo selbst bei zufriedenen Gästen die Gefahr lauert – und warum Herzblut allein keine Miete zahlt.

NESTO; Pawel Czerwinski, Pexels
Arbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung

KI-gestützte Personalverwaltung: Wie Sprachsteuerung den HR-Alltag in der Gastronomie revolutioniert

Die Nesto Software GmbH präsentiert auf der INTERNORGA 2026 eine KI-gestützte Automatisierungslösung, die Personalverantwortlichen in Gastronomie und Hotellerie zeitaufwändige Routinearbeiten abnimmt. Das System NORA beantwortet HR-Anfragen per Spracheingabe und automatisiert wiederkehrende Verwaltungsprozesse. Was bedeutet das für Betriebe, die täglich mit Schichtplänen, Saisonverträgen und Compliance-Vorgaben jonglieren?

Weitere Artikel zum Thema

NESTO; Pawel Czerwinski, Pexels
Die Nesto Software GmbH präsentiert auf der INTERNORGA 2026 eine KI-gestützte Automatisierungslösung, die Personalverantwortlichen in Gastronomie und Hotellerie zeitaufwändige Routinearbeiten abnimmt. Das System NORA beantwortet HR-Anfragen per Spracheingabe und automatisiert wiederkehrende Verwaltungsprozesse. Was bedeutet das[...]
NESTO; Pawel Czerwinski, Pexels
DIRS21; FWStudio, Pexels
Der Wernauer Technologieanbieter DIRS21 hat auf der ITB Berlin zwei neue Module vorgestellt, die Hotels helfen sollen, sämtliche Flächen und Services digital buchbar zu machen. Mit DIRS21 Mice und DIRS21 Plus werden Tagungsräume und Zusatzleistungen[...]
DIRS21; FWStudio, Pexels
Anfang.Team
Buchungsmaschinen und Channel-Manager laufen – doch echten Mehrwert schaffen Hotels erst, wenn die Unternehmensführung digitale Prozesse aktiv steuert statt zu delegieren. Ohne strategische Preisgestaltung und koordinierte Kampagnenplanung verpufft selbst die beste Technologie. Welche Tools sich[...]
Anfang.Team
LionTaste
Die Gastronomie erfindet sich neu – zwischen Ghost Kitchens und Creator-Events, zwischen Effizienz und Emotion. Lisa Marie Noack und Johannes Reichenbach von LionTaste zeigen, welche fünf Kräfte die Branche gerade radikal umformen. Ihre These: Wer[...]
LionTaste
Trustlocal
Für gastgewerbliche Betriebe sind positive Rezensionen ein Türöffner – negative können existenzbedrohend werden. Doch wie ernst ist die Lage wirklich? Und ab wann wird aus einem Reputationsrisiko ein handfestes Geschäftsproblem? Eine aktuelle Branchenumfrage zeigt: Die[...]
Trustlocal
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.