Suche
Anzeige

Digitalisierungsindex Mittelstand 2018: Gastgewerbe kommt mit der digitalen Transformation voran

In immer mehr Gaststätten und Hotels gehört die digitale Transformation zum Alltag: Sie machen auf Webseiten auf ihre Angebote aufmerksam. Lassen sich auf Online-Portalen bewerten oder testen gar Roboter als zusätzliche Servicekräfte. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Branche auf ihrem Transformationsweg vorangekommen und erreicht nun 53 von 100 Indexpunkten.

Der Digitalisierungsindex macht Hoffnung für die GastronomieSvetaZi | iStockphoto.comSvetaZi | iStockphoto.com
Digitalisierungsindex 2018
Digitalisierungsindex 2018 (Foto: Deutsche Telekom | technoconsult)

Zu diesem Ergebnis kommt der „Digitalisierungsindex Mittelstand 2018“. Diese Benchmark-Studie hat techconsult zum dritten Mal im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt. Den Spitzenwert von 100 Punkten könnte ein Unternehmen erreichen, wenn es sämtlichen digitalen Handlungsfeldern die höchste Relevanz zuordnen würde und dabei maximal zufrieden mit der Umsetzung wäre.

Trotz digitalen Fortschritts hinkt das Gaststättengewerbe dem Gesamtdurchschnitt aller Branchen um zwei Punkte hinterher. 36 Prozent haben die digitale Transformation in ihrer Geschäftsstrategie verankert. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr zwar einen Anstieg von vier Prozentpunkten, liegt aber immer noch deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt aller Branchen (45 Prozent).

Partner aus dem HORECA Scout

Mit der Cloud die Kosten reduzieren

Einen Digitalisierungs-Schwerpunkt legen Gaststätten und Hotels auf das Thema „Kundenbeziehungen“. Professionelle CRM-Systeme helfen, die Kunden individueller zu betreuen und eine langfristige Beziehung zu den Gästen aufzubauen. Inzwischen haben 45 Prozent der Betriebe überdies die sozialen Netzwerke für sich entdeckt, um Kundenbeziehungen anzubahnen oder zu halten.

Gute Erfahrungen hat die Branche mit der Cloud gemacht: 85 Prozent der Betriebe mit Cloud-Lösungen sprechen von positiven Auswirkungen auf die Kosteneffizienz. 90 Prozent haben damit die interne Prozessqualität verbessert. „Die Studie zeigt, dass sich auch einzelne digitale Maßnahmen lohnen. Die Unternehmen steigern ihren Umsatz, verringern die Kosten und können leichter neue Kunden gewinnen“, sagt Thomas Spreitzer, verantwortlich für den Vertrieb im Bereich kleine und mittlere Unternehmen sowie den Partnervertrieb und das Marketing bei der Telekom Deutschland. Dennoch nutzen erst 31 Prozent die Cloud.

Lesen Sie auch
Künstliche Intelligenz, KI und AutomationSoftware und SystemeDigitalisierung
KI-Inhalte kennzeichnen: Was ab 2. August 2026 gilt

Digitale Chancen jetzt nutzen

Selbst der Einsatz von Webseiten lässt sich im Gastgewerbe weiter professionalisieren: Obwohl 87 Prozent der Betriebe, die eine Webseite haben, leichter Kunden gewinnen, nutzen erst 51 Prozent der Befragten diese Chance. Und lediglich 45 Prozent haben ihre Homepage für mobile Endgeräte optimiert, wiewohl potenzielle Kunden erst einmal zum Smartphone greifen, wenn sie den nächsten Restaurantbesuch planen.

Themen in diesem Artikel
Digitalisierung

„Zahlreiche Unternehmen verschenken noch immer Chancen, die sich durch die Digitalisierung bieten“, so Spreitzer. „Mit dieser digitalen Zögerlichkeit gefährden sie Umsatz und Profitabilität.“

Sein Tipp für kleine und mittlere Unternehmen: Unbedingt jetzt mit einzelnen digitalen Maßnahmen in die Transformation einsteigen. „Damit bauen Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit aus und lassen keine Geschäftsmöglichkeiten mehr liegen.“

Digitale Kompetenz der Mitarbeiter stärken

Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, investieren immer mehr Unternehmen aus dem Gastgewerbe in die digitale Kompetenz ihrer Mitarbeiter. Grund: Erst 37 Prozent der Unternehmen halten ihre Beschäftigten in Sachen Digitalisierung für optimal qualifiziert. Besonders wichtig ist den Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter mit digitalen Geräten und Anwendungen sicher umgehen können (67 Prozent) und über ausreichende Kenntnisse im Datenschutz verfügen (64 Prozent).

Lesen Sie auch
Künstliche Intelligenz, KI und AutomationSoftware und SystemeBranche und TrendsKostenmanagement
Warum Hotels 2026 ohne digitale Gästekommunikation Marktanteile verlieren

Digitale Transformation zahlt sich aus

Die Studie zeigt auch, dass sich digitales Engagement auszahlt: Bei 36 Prozent des Gastgewerbes übersteigt der Nutzen aller digitalen Maßnahmen bereits die Kosten. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die frühzeitig und konsequent in die Digitalisierung investiert haben. Bei weiteren 37 Prozent halten sich Kosten und Nutzen zumindest die Waage. Bei den Digital Leadern, die im Index 92 Punkte erreichen, sind 87 Prozent mit ihrem Umsatz zufrieden, aber nur 45 Prozent der Durchschnittsgastronomie.

Kostenloser Self-Check

Auf der Webseite sind alle Branchenteilberichte sowie die Gesamtstudie zu finden. Unternehmen können hier auch den Self-Check durchführen und in wenigen Minuten ermitteln, wie digital ihr Unternehmen unterwegs ist.

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

50 Mitarbeiter, jahrelang unbemerkt, ein sechsstelliger Schaden: Die Razzia in einem Restaurant in München hat eine unbequeme Frage zurück auf die Tagesordnung gebracht – wie gut kennen Gastronomen eigentlich die Abläufe in ihrem eigenen Haus? Steuerberater Christopher Arendt erklärt, wo die typischen Schwachstellen sitzen und warum wachsende Betriebe ihre Kontrollen jetzt mitwachsen lassen müssen.

Robert Bye, Unsplash
Außengastronomie

Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?

Sommer, Sonne, Außengastronomie – und eine Rechnung, die je nach Standort um den Faktor 60 auseinandergehen kann. Pünktlich zum Start der Hauptsaison hat der Bund der Steuerzahler die Terrassengebühren für rund 200 deutsche Städte erhoben. Das Ergebnis macht deutlich, wie unterschiedlich Städte Außengastronomie bepreisen.

wattline GmbH
Allgemeine Haustechnik

Energieverbrauch im Gastgewerbe: Wo die größten Kostentreiber liegen

Strom, Gas, Heizung – Energiekosten gehören zu den größten Ausgabenposten in Hotels und Restaurants. Doch die Höhe der Rechnung ist alles andere als Zufall: Öffnungszeiten, Gästeaufkommen und die Lage des Betriebs spielen eine ebenso große Rolle wie die technische Ausstattung. Wer weiß, an welchen Stellschrauben sich tatsächlich drehen lässt, kann Kosten senken – ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Doch welche Faktoren wiegen am schwersten, und wo verbergen sich die größten Einsparpotenziale?

Canva
Digitalisierung

KI-Inhalte kennzeichnen: Was ab 2. August 2026 gilt

Ein KI-generiertes Zimmerfoto auf der Buchungsseite, der Speisekarten-Text aus ChatGPT, das Instagram-Motiv per Knopfdruck: Ab dem 2. August sind solche Inhalte kennzeichnungspflichtig. Was der EU AI Act konkret fordert, wo die Grenze zur klassischen Bildbearbeitung liegt – und warum Betriebe, die das ignorieren, Abmahnungen und empfindliche Bußgelder riskieren.

Lightspeed, L Seden
Branche und Trends

Nachhaltigkeit in der Gastronomie stößt an die Preisgrenze

Eine aktuelle Verbraucherumfrage von Lightspeed bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Deutschlands Restaurantgäste fordern nachhaltige Konzepte – regional, saisonal, müllvermeidend. Doch sobald es ans Bezahlen geht, kippt die Begeisterung. Mehr als die Hälfte akzeptiert maximal fünf Prozent Aufschlag. Für Gastronomiebetriebe wird die grüne Transformation damit zur ökonomischen Gratwanderung.

Gastfreund GmbH
Branche und Trends

Warum Hotels 2026 ohne digitale Gästekommunikation Marktanteile verlieren

Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern schlicht den Anschluss. Ein aktueller Branchenreport der Gastfreund GmbH zeigt, wo der größte Hebel liegt – und warum die eigentliche Herausforderung nicht Technologie, sondern Integration ist.

Weitere Artikel zum Thema

Canva
Ein KI-generiertes Zimmerfoto auf der Buchungsseite, der Speisekarten-Text aus ChatGPT, das Instagram-Motiv per Knopfdruck: Ab dem 2. August sind solche Inhalte kennzeichnungspflichtig. Was der EU AI Act konkret fordert, wo die Grenze zur klassischen Bildbearbeitung[...]
Canva
Gastfreund GmbH
Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern[...]
Gastfreund GmbH
TheFork
Nicht wahrgenommene Reservierungen zählen zu den wirtschaftlich relevantesten Einflussfaktoren im Gastronomiebetrieb und wirken sich unmittelbar auf Umsatz und Auslastung aus. Aktuelle Marktauswertungen zeigen zugleich, dass sich No-Shows durch strukturierte Prozesse im Reservierungsmanagement deutlich reduzieren lassen.[...]
TheFork
Gemini
Bandspülmaschinen mit Kameras, Untertischgeräte mit Lernkurve, Spülanlagen mit dynamischer Energieverteilung – die Hersteller bringen Künstliche Intelligenz in einen der unterschätztesten Bereiche der Profi-Küche. Ein Überblick über drei Ansätze, die sich erkennbar unterscheiden.[...]
Gemini
SumUp, Unsplash
Die digitale Rechnungsstellung wird zur gesetzlichen Pflicht – und das schneller als viele denken. Während der Empfang elektronischer Rechnungen bereits seit Jahresbeginn verpflichtend ist, müssen Hotels und Restaurants ab 2027 schrittweise auch beim Versand umstellen.[...]
SumUp, Unsplash
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.