Digitalisierung

Eine Plattform für viele Lösungen: Cross Check

Gibt es den richtigen Zeitpunkt, um einmal den eigenen Betrieb zu analysieren, und das Angebot auf Optimierungsmöglichkeiten zu prüfen? Das Gastgewerbe ist eine von der Corona-Krise stark betroffene Branche. Die vergangenen eineinhalb Jahre waren für die Gastronomen geprägt von unvorhersehbaren Entwicklungen. Die Öffnungen seit Juni diesen Jahres vermitteln verhaltenen Optimismus. Von daher: Ja, es ist der richtige Zeitpunkt!

© Zzeus

Was heißt das konkret? Gibt es genug Optimierungspotential, um durch die Verbesserung interner Prozesse Kosten zu sparen, aber auch das Leistungsangebot und damit die Konkurrenzfähigkeit zu steigern? Technische Plattformen bieten hier Hilfestellungen, um bei diesen Analysen zu unterstützen. Christoph Müser und Alex Bunnemann, Gründer aus Essen und Berlin bieten mit der WebApp „Zzeus“ eine Lösung, um mit Hilfe von cleveren Analyse-Tools den eigenen Betrieb besser zu verstehen, und die Planungen zu vereinfachen. Konkrete betriebswirtschaftliche Kennzahlen auf einer einzigen Plattform bieten eine hohe Transparenz und damit eine gute Basis zur Steuerung. Aber die App kann noch weitaus mehr…

Alles auf eine Karte

Bereits beim Betreten des Lokals erfolgt der einfache und unproblematische Corona Check-In durch die App. Die Anbindung an die Software IRIS vereinfacht eine mögliche Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter.

Nadine Beck, Cucina Centrale: „Wir arbeiten sehr intensiv mit dieser App. Neben den guten Möglichkeiten der Auswertungen gefällt mir persönlich das schnelle und intuitive Check-In. Dies kommt bei unseren Gästen gut an.“

Interessant wird’s am Tisch. Die digitale Speisekarte der WebApp bietet neben den üblichen Informationen die Möglichkeit, beispielsweise ausschließlich vegetarische oder vegane Gerichte anzuzeigen. Weiterhin können Gerichte aufgrund von Allergien gegen bestimmte Zutaten durch Food-Filter ausgeschlossen werden. Damit steht dem Gast nach wenigen Klicks eine auf ihn zugeschnittene Speisekarte zur Verfügung. Einen sehr hochwertigen Eindruck vermittelt die Funktion, die Speisen auf der virtuellen Karte mit individuellen Kommentaren und Informationen zu ergänzen. Von welchem Zulieferer kommen die Zutaten? Haben die Produkte Bio-Zertifizierungen? Warum ist dieses saisonale Gericht bei den anderen Gästen so beliebt? Kurze Informationen zur Herkunft des Gerichtes oder Bewertungen anderer Gäste steigern den Erlebniswert beim Studium der virtuellen Karte. Hier sind der Phantasie wenig Grenzen gesetzt, um Gästen mit interessanten Informationen rund um die einzelnen Angebote einen echten Mehrwert zu bieten.

Prapti Ghimire-Karki, Betreiber des Aago in Bonn / Bad Godesberg:
„Nicht jeder kennt nepalesische Küche, unser Service muss meist viel erklären. Mit der virtuellen Speisekarte sparen wir viel Zeit am Tisch. Durch die Filter kann der Gast die Karte individualisieren. So fühlt er sich gut von uns betreut, und unsere Zeit am Tisch wird deutlich verringert, was bei der derzeitigen Personalknappheit für uns wichtig ist. Für individuelle Fragen stehen wir natürlich trotzdem gerne zur Verfügung.“

Hohe Flexibilität für Optimierungen

Die Vorteile für den Gastronomen sind vielfältig. Gerichte können mit dem Baukastensystem dieser Anwendung unproblematisch und schnell deaktiviert werden, wenn die Zutaten zur Neige gehen. „Spargel ist aus“ war gestern. Das Angebot an Speisen und Getränken kann auch bei Veranstaltungen im Umfeld an die Situation angepasst, und mit wenigen Klicks verändert werden. Sozusagen eine virtuelle Tageskarte, die abgespeichert, und für ähnliche Situationen immer wieder aktiviert werden kann. Nach ersten Rückmeldungen von Nutzern erfolgt die Anpassung der Karte durch die intuitive Bedienung für App-erfahrene Menschen bereits nach wenigen Tagen ohne Probleme.

Auch neue Gerichte können so auf Resonanz getestet, und Verkaufszahlen und -entwick-lungen in der App ausgewertet werden. Neben den reinen Zahlen spielt auch das Kundenfeedback eine wichtige Rolle. Hier bietet die App den Gästen eine schnelle Möglichkeit der Rückmeldung. Kurze Fragen, ein Freitextfeld – zu aktivieren über einen QR-Code.

Andre (Veg’d Berlin): „Mir sind positive Online Reviews sehr wichtig. Ich möchte aber auch die kritischen Stimmen meiner Gäste hören, damit wir uns ständig verbessern können. Dieses Feedback bekomme ich, und kann reagieren.“

Die Analyse

Check-In, Foodfilter und die virtuelle Speisekarte vermitteln Dynamik und finden eine gute Resonanz bei den Gästen der ersten Anwender in Berlin, Hamburg und München. Es geht aber um mehr als das. Die einfach zu bedienenden Analysetools zielen auf die ständige Optimierung des Angebots und auf Kostenersparnis. Dafür ist im Alltag eine hohe Transparenz der Daten erforderlich. Welche Angebote wurden an welchen Tagen besonders nachgefragt? Welche Trends im Konsumverhalten der Gäste sind zu erkennen?
Interessant ist auch eine Auswertung, wie viel Zeit zwischen dem Betreten des Lokals und der ersten Bestellung liegt. Diese Informationen können beispielsweise bei der Planung des Personaleinsatzes wichtige Eckpunkte liefern.

Das Analysetool der App bietet über verschiedene Kennzahlen unterschiedliche Auswertungsmöglichkeiten, die konkret die Planung im Betrieb erleichtern. Alle Informationen vom Tisch über den Wareneinsatz bis hin zur Personalplanung stehen dem Gastronom damit in einer Anwendung zur Verfügung.

Das Fazit

Ein interessantes Tool, das im Alltag eine Vielzahl innovativer Funktionen und spannende Auswertungsmöglichkeiten bietet. Der Aufwand für die Pflege und Nutzung ist dabei überschaubar. Dem Gastronomen bieten sich insgesamt viele Ansätze, Kosten und Angebote im eigenen Betrieb zu optimieren.

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