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Hotelmarkt 2025 auf Wachstumskurs: Transaktionsvolumen steigt um 19 Prozent

  • Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte 2025 ein Transaktionsvolumen von 1,66 Milliarden Euro – ein Wachstum von 19 Prozent, das die Erholung des Sektors bestätigt und verlässliche Bewertungsgrundlagen zurückbringt.
  • Core-Produkte mit stabilen Betreiberkonzepten, langfristigen Pachtverträgen und erstklassigen Lagen stehen im Zentrum des Investoreninteresses, während Value-Add-Objekte noch Orientierung bei der Preisfindung suchen.
  • Betriebe sollten die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Standorten nutzen und ihre Positionierung auf Verlässlichkeit, nachhaltige Betreiberkonzepte und strategische Standortvorteile ausrichten – insbesondere in A-Städten wie München und Berlin.

Meklay YOTKHAMSAY, UnsplashMeklay YOTKHAMSAY, Unsplash

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im Jahr 2025 seine Erholung fortgesetzt und ein Transaktionsvolumen von rund 1,66 Milliarden Euro erzielt. Damit liegt das Ergebnis deutlich über dem Vorjahreswert von 1,39 Milliarden Euro, dies bedeutet einen Zuwachs von 19 Prozent. Der Anteil des Hotelsektors am gesamten gewerblichen Transaktionsvolumen stieg von fünf Prozent im Jahr 2024 auf sieben Prozent und unterstreicht die wachsende Bedeutung der Nutzungsart.

„Wir sehen eine klare Stabilisierung der Faktoren und eine sich annähernde Rückkehr zu verlässlichen Bewertungsgrundlagen. Besonders gefragt waren Core-Produkte mit belastbaren Betreiberkonzepten, idealerweise Direct-Leases sowie Objekte mit sehr guter Gebäudesubstanz, langlaufenden Pachtverträgen und strategisch resilienten Lagen“, erklärt Sebastian Hoffmann, Associate Director Hotel bei Colliers. „Diese Entwicklung zeigt sich auch in der Struktur der Transaktionen: Core- und Core-Plus-Objekte standen im Fokus, während Value-Add-Objekte in der Preisfindung noch Vergleichstransaktionen suchen. Hier ist die Preisfindung meist noch schwieriger als im Core-Segment.“

Marktstruktur und Transaktionsdynamik

Das Jahr 2025 war geprägt von großvolumigen Einzeldeals, die mit rund 82 Prozent des Gesamtvolumens den Markt dominierten. Portfolios steuerten 18 Prozent bei, wobei das Keystone-Paket mit 17 Hotels der Marken ibis und Mercure die größte Transaktion darstellte. Neben Trophy-Assets über 100 Millionen Euro gewann das mittlere Segment zwischen 20 und 50 Millionen Euro spürbar an Bedeutung.

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Regionale Schwerpunkte und Käufergruppen

Die höchsten Volumina entfielen auf München, Berlin und Köln. Damit knüpft der Markt an die Entwicklung des Vorjahres an, in dem die Top-Standorte bereits wieder stärker in den Fokus gerückt waren. Die aktivsten Käufergruppen waren Asset- und Fund-Manager, gefolgt von private Investoren und Family Offices vor Eigennutzern. Auffällig bleibt der hohe Anteil deutscher Investoren, die rund zwei Drittel des Volumens ausmachten.

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Ausblick: Mehr Dynamik und strategische Umnutzungen

„Die in 2025 erfolgten Transaktionen stellen nun eine wichtige und in den letzten Jahren fehlende Vergleichsgrundlage für den weiteren Aufschwung im Transaktionsmarkt dar“, erläutert Hoffmann. „Für 2026 rechnen wir mit einer weiteren Belebung und einem Transaktionsvolumen von über 1,8 Milliarden Euro. Umnutzungen, insbesondere von Büroflächen zu Hotels, bleiben ein zentrales Wachstumsfeld, bieten erhebliches Potenzial für Investoren und Betreiber und bleiben weiterhin die komplexeste Herausforderung in der Umsetzung.“

Themen in diesem Artikel
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