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Hotelmarkt 2026: Mehr Auslastung, weniger Ertrag

  • Die deutsche Hotellerie befindet sich 2025 in einer strukturellen Margenkrise: Trotz steigender Auslastung und Rekordübernachtungen sinken Zimmerpreise und RevPAR – ein Zeichen für preisgetriebene Konsolidierung nach den Post-Corona-Jahren.
  • Der Kostendruck ist im europäischen Vergleich außergewöhnlich hoch: Deutschland kombiniert die höchste Kostenstruktur mit moderaten Zimmerpreisen, während Bürokratie und indexierte Mietverträge die Margen zusätzlich belasten.
  • Die Branche braucht strukturelle Entlastung statt konjunktureller Hoffnung: Wettbewerbsfähige Steuern, Bürokratieabbau, verlässliche Energiepreise und praxistaugliche Regeln zu Fachkräften und KI sind notwendig, damit Hotels aus eigener Kraft zukunftsfähig bleiben.

Jakub Żerdzicki, UnsplashJakub Żerdzicki, Unsplash

Der Hotelverband Deutschland (IHA) legt mit dem Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2026" die bereits 25. Ausgabe seines Standardwerkes vor. Die Jubiläumsausgabe analysiert die konjunkturelle Entwicklung, die zentralen Kennziffern und die strukturellen Herausforderungen der Hotellerie für das Geschäftsjahr 2025 und ist damit der aktuellste und belastbarste Indikator des Branchengeschehens auf dem deutschen Hotelmarkt.

Die deutsche Hotellerie hat sich im Jahr 2025 weiter erholt, ohne das Vorkrisenniveau vollständig zu erreichen. Die durchschnittliche Zimmerauslastung stieg im Vergleich zum Jahr 2024 um 0,9 Prozentpunkte auf 68,1 Prozent, während der Netto-Zimmerpreis um 2,8 Prozent auf 109 Euro nachgab und der RevPAR entsprechend auf 74 Euro sank. Damit erlebte der Hotelmarkt in Deutschland im Jahr 2025 eine Phase der preisgetriebenen Konsolidierung nach den Post-Corona-Aufholjahren. Das deutsche Beherbergungsgewerbe verzeichnete mit 497,4 Millionen Übernachtungen einen neuen Höchstwert bei den Übernachtungen, gleichzeitig stiegen die Unternehmensinsolvenzen im klassischen Beherbergungsgewerbe um 40,1 Prozent und übertrafen damit deutlich das Vorkrisenniveau.

Während die Betriebe operativ liefern, drücken hohe Kosten in nahezu allen Bereichen, Bürokratie und indexierte Mietverträge die Margen. Im europäischen Vergleich gehört Deutschland zu den Hotelmärkten mit der höchsten Kostenstruktur bei gleichzeitig moderaten Zimmerpreisen. Der Margendruck ist damit kein konjunkturelles, sondern ein strukturelles Phänomen.

Partner aus dem HORECA Scout

„Die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie auf 7 Prozent zum 1. Januar 2026 ist ein großer Erfolg hartnäckiger Interessenvertretung und ein überfälliger Schritt zu fairem Wettbewerb. Gleichzeitig braucht unsere Branche jetzt wettbewerbsfähige steuerliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie, verlässliche Energiepreise und praxistaugliche Regeln zur Fachkräftesicherung und KI-Anwendungen. Wer die Hotellerie als Zukunftsbranche will, muss ihr die Möglichkeit geben, Zukunft aus eigener Kraft zu gestalten", erklärt IHA-Vorsitzender Otto Lindner.

Auch in diesem Jahr erhielt der Hotelverband bei der Erstellung des Reports Unterstützung externer Branchenkenner. Sein Dank gilt seinen Preferred Partnern Christie & Co., der progros GmbH, der MKG-Group ebenso wie der HOTOUR Hotel Consulting, der Hotel Affairs Consulting GmbH, Apartmentservice, SELECT Hotel Advisory Services, der TREUGAST Solutions Group, dem Informationsdienstleister TOPHOTELPROJECTS sowie Michael Altewischer, Wilfried Dreckmann und Prof. Dr. Dr. Jörg Soller.

Auf rund 340 Seiten verbindet der „Hotelmarkt Deutschland 2026" amtliche Statistik, Branchenbenchmarks, exklusive Praxisanalysen und fundierte Einordnungen zu Regulierung, Nachhaltigkeit (CSRD, Omnibus I, PPWR), Digitalisierung und KI. Damit ist der Report das Standardwerk für strategische Entscheidungen in der Hotellerie.

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IHA-Mitglieder können sich ab sofort eine digitale Version des IHA-Branchenreports „Hotelmarkt Deutschland 2026" im Extranet des Hotelverbands kostenfrei herunterladen. Für Nicht-Mitglieder ist der IHA-Branchenreport zum Preis von 395 Euro (inkl. USt., zzgl. 8,50 Euro Inlands-Versandkosten) und für Bildungseinrichtungen zum Preis von 125 Euro (inkl. USt., zzgl. 8,50 Euro Inlands-Versandkosten) erhältlich.

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Roberta Fele
Finanzen und Controlling

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