Suche

Overtourism-Roundtable von BTW und DRV

Overtourism ist eine globale Herausforderung – aber unterschiedlich ausgeprägt, räumlich und zeitlich begrenzt und damit lokal zu betrachten. Die Herausforderung bleibt dabei, die richtige Balance zwischen wirtschaftlichem Nutzen und gesellschaftlicher Akzeptanz herbeizuführen.

Mika Baumeister, Unsplash Mika Baumeister, Unsplash

Zwischen dem berechtigten Wunsch, die Welt zu entdecken und der Verantwortung, sie dabei nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen sowie den berechtigten Interessen der Wohnbevölkerung Rechnung zu tragen. Pauschale Lösungen und Antworten sind nicht zielführend, vielmehr müssen alle Beteiligten im Tourismus, in den Zielgebieten und die politischen Entscheidungsträger zusammen an Möglichkeiten und Ansätzen arbeiten, Touristenströme zu lenken. Darin waren sich alle Teilnehmenden des zweiten Roundtable zum Thema Overtourism auf Initiative des Deutschen Reiseverbandes (DRV) und des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) einig.

Ein breiter Kreis von zentralen Akteuren der Tourismusbranche – darunter Reiseveranstalter, Reisevertrieb, Destinationen, Unterkunftsplattformen, Fluggesellschaften und weitere Branchenverbände – tauschte sich zu dem Thema in Berlin aus. „Unser Ziel bleibt: Ein Tourismus, der willkommen ist – weil er Rücksicht nimmt. Der wirkt – weil er verbindet. Und der bleibt – weil er nachhaltig ist”, stellte DRV-Präsident und BTW-Vizepräsident Norbert Fiebig bei dem Treffen heraus. Ein wichtiges Signal, das von diesem offenen und lösungsorientierten Dialog ausging: Die Reisewirtschaft ist Partner der Destinationen, der Tourismus ist Teil der Lösung: „Tourismus bleibt ein Motor für Entwicklung, Jobs, Wohlstand und kulturellen Austausch.“

Im gemeinsamen Austausch wurden unter anderem Best-Practice-Beispiele, die Rolle und Einflussmöglichkeiten der einzelnen Akteure sowie technologische Lösungsansätze diskutiert. Dabei ist eine Möglichkeit, zu regulieren und zu steuern, um Überlastung zu vermeiden – z. B. über Besucherlenkung und Saisonentzerrung.

Der Roundtable machte deutlich: Nur gemeinsam und im aktiven Dialog lassen sich tragfähige Lösungen für die Herausforderungen von Overtourism entwickeln. Alle Teilnehmenden haben sich dafür ausgesprochen, die Arbeit an dem Thema künftig zu intensivieren. Dafür wird es verschiedene Taskforces aus dem Kreis des Roundtable geben.

Bei diesem Folgetreffen in der BTW-Geschäftsstelle in Berlin haben am gestrigen Mittwoch Vertreterinnen und Vertreter von Aida, Airbnb, booking.com, der Botschaft Griechenlands, der Botschaft Spaniens, Condor, DERTOUR, FAIRWEG, forum anders reisen, Lufthansa, Schauinsland Reisen und visitBerlin teilgenommen.

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Warum Stornos bei der Kassennachschau zum Prüfungsrisiko werden

Die Kassennachschau kommt meist unangekündigt – und entscheidet sich selten an einem einzelnen Fehler, sondern an Mustern, Abläufen und Nachvollziehbarkeit. Gerade in der Gastronomie erleben wir immer wieder dieselben Schwachstellen: technisch oft korrekt, aber organisatorisch angreifbar. In unserer 10-teiligen Beitragsserie zeigen wir die 10 größten Fehler bei der Kassennachschau.

Stella He, Unsplash
Gastro, Recht und Gewerbe

Neue BGN-Themenseite „Küchenbetriebe“: Alles Wichtige zum Arbeitsschutz auf einen Blick

Die Küche zählt zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen im Gastgewerbe – doch die Anforderungen an Arbeitsschutz und Unfallprävention waren bislang über zahlreiche Dokumente verstreut. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe ändert das jetzt mit einer zentralen Anlaufstelle. Was Betriebe dort finden – und warum sich ein Lesezeichen lohnt.

Gastronovi
Finanzen und Controlling

Gastronomen verschenken bis zu 70.000 Euro jährlich

Viele Gastronomen nutzen bereits digitale Kassensysteme, Reservierungstools oder Warenwirtschaftslösungen. Doch ein Großteil der integrierten Funktionen bleibt oft ungenutzt. Hochgerechnet auf ein Jahr kann sich das ungenutzte Potenzial auf über 70.000 Euro pro Betrieb belaufen. Christian Jaentsch von Gastronovi hat die am häufigsten übersehenen Funktionen analysiert und gibt praxisnahe Tipps, wie Gastronomen ihre bestehende Infrastruktur besser ausschöpfen können.

Günther Dillingen, Pexels
Kostenmanagement

Parkraum als Umsatzbremse: Warum ungenutzte Stellplätze Betriebe direkt Geld kosten

Keine Parkplätze, keine Gäste? In deutschen Städten verschärft sich die Stellplatzsituation – und wird für Gastronomen und Hoteliers zum handfesten Umsatzproblem. Doch das eigentliche Dilemma liegt nicht im Mangel, sondern in der ineffizienten Nutzung. Während Dauerparker und Fremde Flächen blockieren, stehen Stellplätze außerhalb der Stoßzeiten leer. Wie lässt sich Parkraum so steuern, dass er die eigene Wertschöpfung unterstützt statt zu bremsen?

Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Branche und Trends

Erfolgreicher Einsatz gegen Lebensmittel-Abfälle

Die Augustinum Gastronomie hat ihr selbstgestecktes Ziel zur Reduzierung von Lebensmittel-Abfällen deutlich übertroffen. Statt der angestrebten 30 Prozent wurden bereits 36 Prozent erreicht – das entspricht einer jährlichen Einsparung von 228 Tonnen bundesweit. Das Unternehmen versorgt 23 Seniorenresidenzen sowie Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Bis 2030 soll die Reduktion auf 50 Prozent gesteigert werden.

Weitere Artikel zum Thema

Silke Sieben
Wellnessangebote entscheiden heute über Hotelbuchungen – doch Gäste erwarten mehr als kurzfristige Entspannung. Wer langfristige Gesundheitsimpulse bietet, sichert sich Wettbewerbsvorteile in einem hart umkämpften Markt. Wie Hotels diese Chance nutzen und ihre Positionierung schärfen können.[...]
Silke Sieben
Europa Therme Bad Füssing, Leonie Lorenz
Deutschlands führender Gesundheitskurort steht vor einem Paradigmenwechsel: Während klassische Kur- und Reha-Angebote auf Heilung setzen, richtet Bad Füssing den Blick nun auf das, was davor kommt – auf ein bewusst gestaltetes, langes Leben. Der Markt[...]
Europa Therme Bad Füssing, Leonie Lorenz
Provinz Belluno, in der mit Cortina d'Ampezzo einer der zentralen Austragungsorte liegt; Francesco_Foti, Pixabay
Lohnen sich internationale Sportevents für lokale Gastronomiebetriebe wirklich? Eine aktuelle Datenanalyse des Finanztechnologie-Unternehmens SumUp zu den italienischen Austragungsorten der diesjährigen Winterspiele liefert eindeutige Zahlen: Restaurants, Hotels und Bars verzeichneten während der Veranstaltung deutliche Umsatzsteigerungen –[...]
Provinz Belluno, in der mit Cortina d'Ampezzo einer der zentralen Austragungsorte liegt; Francesco_Foti, Pixabay
Slow Travel Hotels
Die Branche erlebt keinen Hype, sondern einen Reifeprozess. Drei stille Verschiebungen prägen das Reiseverhalten 2026 grundlegend – und sie haben wenig mit Marketing zu tun. Es geht um Longevity im Alltag, um Klarheit statt Optionen[...]
Slow Travel Hotels
Ketut Subiyanto, Pexels
Wer sagt, dass Reisen schnell gehen muss? Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für den langsameren Weg – und tun damit nicht nur der Umwelt einen Gefallen. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Es sind vor allem[...]
Ketut Subiyanto, Pexels
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.