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Fachkräftemangel in der Hotellerie: Warum HR-Arbeit immer mehr zur Strategiefrage wird

  • Falsche Erwartungen über Arbeitsbedingungen in der Hotellerie führen zu hoher Fluktuation – ehrliche Auseinandersetzung mit Schichtdienst und Wochenendarbeit vor Berufseinstieg ist entscheidend.
  • HR-Arbeit in Hotels wandelt sich vom reinen Verwalten zum strategischen Gestalten, weil Mitarbeitende das Markenerlebnis direkt prägen und Fachkräftemangel neue Ansätze erfordert.
  • Moderne Personalverantwortliche in der Hotellerie müssen Employer Branding, Personalentwicklung und Unternehmenskultur zusammendenken – das Aufgabenprofil wird strategischer und rückt näher an die Geschäftsleitung.

Emma Dau, UnsplashEmma Dau, Unsplash

Schichtdienst, hohe Fluktuation, knappe Personaldecke – die Hotellerie steht unter Druck. Sandra Himmeldirk, Head of People & Culture bei den 25hours Hotels, erklärt im Gespräch mit dem IST-Studieninstitut, was modernes Personalmanagement in der Branche heute leisten muss. Die Hotellerie sucht Personal – und Personal sucht passende Arbeitgeber. Dass beides nicht immer zusammenfindet, liegt aus Sicht von Sandra Himmeldirk auch an falschen Erwartungen auf Bewerberseite. „Im Bewerbungsgespräch stellt sich schnell heraus, ob Menschen sich mit der Branche und ihren Besonderheiten auseinandergesetzt haben", sagt die Head of People & Culture der 25hours Hotels. Schichtdienst, Wochenendarbeit, ein Arbeitsalltag, der Improvisation verlangt – wer das unterschätze, bleibe selten lange. Ihre Empfehlung an Berufseinsteiger lautet deshalb: Vorher ehrlich prüfen, ob der Lebensstil zu den eigenen Vorstellungen von Freizeit und Work-Life-Balance passt. „Diese Auseinandersetzung fehlt leider häufig." Gleichzeitig betont Himmeldirk, was die Branche im Gegenzug biete: einen Arbeitsalltag, in dem direkter Kontakt zu Menschen und unmittelbares Feedback im Mittelpunkt stehen.

Vom Verwalten zum Gestalten

Klassische Personalverwaltung reicht in der Hotellerie längst nicht mehr aus. Recruiting, Employer Branding, Personalentwicklung und interne Kommunikation rücken näher zusammen – nicht zuletzt, weil Mitarbeitende in direktem Gästekontakt das Markenerlebnis maßgeblich prägen. Fluktuation, Fachkräftemangel und veränderte Ansprüche an Work-Life-Balance zwingen HR-Verantwortliche dazu, attraktive Arbeitsumfelder aktiv zu gestalten statt nur zu verwalten. Das verändert auch das Anforderungsprofil im Personalbereich selbst. Wer heute in der Hotel-HR arbeitet, muss Führungskräfte schulen, Nachwuchstalente gewinnen, Mitarbeiterbindung systematisch denken und gleichzeitig die Unternehmenskultur mitprägen. Der Job rückt damit näher an die Geschäftsleitung – und wird strategischer.

Partner aus dem HORECA Scout

Weiterbildung als Antwort auf veränderte Anforderungen

Genau hier setzt das IST-Studieninstitut mit seiner berufsbegleitenden Weiterbildung „Human Resource Management in der Hotellerie" an. Die Inhalte reichen von Recruiting und Employer Branding über Arbeitsrecht bis zu Personalentwicklung und interner Kommunikation – zugeschnitten auf die Anforderungen der Branche und parallel zum Beruf absolvierbar. Über das IST-Studieninstitut Das IST-Studieninstitut bietet seit über 35 Jahren berufsbegleitende Weiterbildungen im staatlich zugelassenen Fernunterricht an, unter anderem in den Bereichen Tourismus & Hospitality, Sport & Management sowie Kommunikation & Wirtschaft.

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