Suche

Winterhalter sucht auch 2026 den „Spüler des Jahres“

  • Winterhalter zeichnet erneut Spülkräfte aus, die durch Zuverlässigkeit und Engagement unverzichtbar für ihren Betrieb geworden sind
  • Nominierungen sind bis 9. August möglich – die Ehrung erfolgt auf der Rolling Pin.Convention 2026 in Düsseldorf
  • Die Initiative macht eine oft übersehene Berufsgruppe sichtbar, ohne die kein gastronomischer Betrieb funktionieren kann

Winterhalter Deutschland GmbHWinterhalter Deutschland GmbH

Warum eine Auszeichnung für Spülkräfte?

In jedem gastronomischen Betrieb gibt es Positionen, die im Gästebereich wenig sichtbar sind, deren Bedeutung für den reibungslosen Ablauf jedoch kaum zu überschätzen ist. Die Spülküche gehört zweifellos dazu. Hier werden täglich Hunderte Teller gereinigt, Töpfe geschrubbt und Besteckteile sortiert – Arbeiten, die körperlich anstrengend sind und höchste Zuverlässigkeit erfordern.

Der Spülmaschinenhersteller Winterhalter hat diese Diskrepanz zwischen Bedeutung und öffentlicher Wahrnehmung erkannt und startet nun die zweite Auflage seiner Branchenauszeichnung. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr sucht das Unternehmen aus Meckenbeuren erneut den „Spüler des Jahres“. Rudi Seubert, Geschäftsführer der Winterhalter Deutschland GmbH, begründet die Fortsetzung mit der überwältigenden Resonanz: „Wir haben viele bewegende Geschichten über Menschen gelesen, die mit großem Einsatz, Zuverlässigkeit und Leidenschaft arbeiten und damit einen unverzichtbaren Beitrag zum Erfolg ihres Betriebs leisten. Genau diese stillen Helden möchten wir auch 2026 wieder ins Rampenlicht rücken.“

Partner aus dem HORECA Scout

Wer kann nominiert werden?

Die Auszeichnung steht allen Betriebsformen offen, vom inhabergeführten Familienrestaurant über Hotels und Systemgastronomie bis zur Großküche in der Gemeinschaftsverpflegung. Gesucht werden Mitarbeiter, die durch ihre tägliche Leistung das Fundament für funktionierende Betriebsabläufe legen. Dabei geht es nicht um spektakuläre Einzelaktionen, sondern um konstante Verlässlichkeit, Engagement und Teamgeist.

Ein Beispiel liefert die Gewinnerin von 2025: Helga Dassinger arbeitet seit 35 Jahren in der Jugendherberge Garmisch-Partenkirchen und bewältigt dort täglich die Spülaufgaben für bis zu 200 Gäste. Solche Lebensleistungen in einem Bereich, der körperlich fordernd ist und oft zu Randzeiten stattfindet, verdienen nach Ansicht von Winterhalter mehr Sichtbarkeit.

Lesen Sie auch
Gastro, Recht und GewerbeRecht und ComplianceArbeitszeit, Dienstplan, und SchichtplanungGehalt, Benefits und AltersversorgungManagement
Saisonarbeit im Gastgewerbe: Die rechtlichen Fallstricke bei kurzfristiger Beschäftigung

„Spülkräfte gehören zu den wichtigsten Menschen in einem gastronomischen Betrieb“, betont Seubert. „Sie sorgen dafür, dass Prozesse funktionieren und Gäste jederzeit auf sauberes Geschirr vertrauen können. Mit unserer Auszeichnung möchten wir diesen oft unterschätzten Beruf sichtbar machen und die Wertschätzung fördern, die er verdient.“

Wie läuft der Wettbewerb ab?

Die Nominierungsphase hat bereits begonnen und endet am 9. August. Betriebe können ihre Kandidaten über die Website www.winterhalter.de/spueler-des-jahres einreichen. Im Anschluss bewertet eine Fachjury die eingegangenen Bewerbungen anhand der geschilderten Leistungen und der Bedeutung für den jeweiligen Betrieb.

Themen in diesem Artikel
SpültechnikPersonalentwicklungRecruiting und FachkräftemangelEmployer BrandingFachkräftemangelMitarbeiterbindungSpültechnikWertschätzung

Die Ehrung des Gewinners findet auf der Rolling Pin.Convention 2026 in Düsseldorf statt – einer der wichtigsten Branchenveranstaltungen für die gehobene Gastronomie. Neben der öffentlichen Auszeichnung erhalten sowohl die Gewinnerin oder der Gewinner als auch der nominierende Betrieb attraktive Preise.

Was die Initiative für die Branche bedeutet

Die Auszeichnung setzt ein Signal, das über die unmittelbare Ehrung einzelner Personen hinausgeht. Sie lenkt den Blick auf eine Berufsgruppe, die in Zeiten des Fachkräftemangels besonders schwer zu besetzen ist. Spülküchenpositionen gelten oft als unattraktiv, sind aber für jeden Betrieb existenziell wichtig.

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingFinanzierung und InvestmentFührung, Management und Leadership
Wenn der Betrieb nicht mehr zu retten ist: Eine Gastronomin über Insolvenz und Neuanfang

Indem Winterhalter diese Arbeit öffentlich würdigt, trägt das Unternehmen dazu bei, das Berufsbild aufzuwerten. Für Betriebe kann die Initiative zudem ein Anstoß sein, die eigene Wertschätzungskultur zu überprüfen: Werden die Leistungen in der Spülküche angemessen anerkannt? Gibt es Entwicklungsperspektiven oder zumindest regelmäßige Anerkennung für verlässliche Arbeit?

Die öffentliche Aufmerksamkeit, die mit einer Nominierung oder gar einem Gewinn verbunden ist, kann für Betriebe auch ein Instrument der Mitarbeiterbindung sein. Sie zeigt den Beschäftigten, dass ihre Arbeit gesehen und geschätzt wird, unabhängig davon, ob sie im Gästebereich oder im Hintergrund stattfindet.

Fazit

Mit der Auszeichnung „Spüler des Jahres“ adressiert Winterhalter ein strukturelles Problem der Branche: Die Diskrepanz zwischen der Bedeutung bestimmter Positionen und ihrer öffentlichen Wahrnehmung. Die Initiative macht deutlich, dass professionelle Gastronomie auf allen Ebenen von verlässlichen Fachkräften abhängt, auch und gerade in Bereichen, die Gäste nie zu Gesicht bekommen.

Für Betriebe bietet die Nominierungsmöglichkeit eine Chance, herausragende Mitarbeiter zu würdigen und gleichzeitig ein Zeichen der Wertschätzung nach innen zu setzen. In einer Branche, die händeringend nach Personal sucht, kann eine solche Anerkennung ein wichtiger Baustein für Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung sein.

Die Botschaft ist eindeutig: Ohne funktionierende Spülküchen steht jeder gastronomische Betrieb still. Diese Erkenntnis sollte sich in der alltäglichen Wertschätzung widerspiegeln.

Mehr Informationen

Roberta Fele
Finanzen und Controlling

Wenn der Betrieb nicht mehr zu retten ist: Eine Gastronomin über Insolvenz und Neuanfang

Corona, ausbleibende Hilfen, steigende Kosten und wachsende Schulden: Federica Fele führte ein Event- und Cateringunternehmen und übernahm kurz vor der Pandemie ein historisches Gasthaus. Am Ende stand die Insolvenz. Ihr Erfahrungsbericht zeigt, warum der Schritt nicht nur ein Ende sein muss – und warum Betriebe Warnsignale früher ernst nehmen sollten.

ProFina Deutschland GmbH
Datenschutz

Mehr digitale Prozesse, mehr Risiken: Warum Cyberversicherungen für Gastronomiebetriebe immer wichtiger werden

Ein Kassensystem, das mitten im Wochenendgeschäft ausfällt, verlorene Reservierungsdaten, abgegriffene Gästeinformationen: Cyberangriffe treffen längst nicht mehr nur Großkonzerne. Auch kleine Restaurants, Cafés und Hotels rücken ins Visier der Kriminellen – oft ohne eigene IT-Abteilung im Rücken. Welche Absicherung dann wirklich hilft.

Pexels
Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Altöl: Abfall oder Rohstoff? Vom Küchenrest zur Ressource

Dunkel, zäh, scheinbar wertlos – und doch ein begehrter Rohstoff für Biodiesel und Flugtreibstoff. Warum die Zukunft von gebrauchtem Speisefett in der Hotelküche entschieden wird und wie neun Betriebe zeigen, dass weniger Abfall keine Frage des Verzichts ist.

Weitere Artikel zum Thema

Helena Lopes, Pexels
Seit Anfang 2025 ist die Meldescheinpflicht für deutsche Gäste abgeschafft. In der Praxis füllen Hotelgäste den Zettel trotzdem weiter aus. Die Hessische Staatskanzlei hat den DEHOGA jetzt gebeten, die Betriebe noch einmal daran zu erinnern.[...]
Helena Lopes, Pexels
SpotOn POS, Pexels
Die verpflichtende elektronische Rechnung verunsichert viele Betriebe im Gastgewerbe – vor allem kleinere Häuser ohne eigene IT-Abteilung. Ein neuer Konverter verspricht jetzt Abhilfe: PDF-Rechnungen lassen sich damit in wenigen Sekunden in gesetzeskonforme E-Rechnungs-Formate umwandeln. Das[...]
SpotOn POS, Pexels
MICE Portal
Wer glaubt, Digitalisierung im Veranstaltungsmanagement beginne mit Künstlicher Intelligenz, denkt womöglich zu kurz. Rund 70 Fachleute aus Unternehmen, Hotellerie und Technologie fragten am Starnberger See, welche organisatorischen Weichen wirklich über den Erfolg entscheiden – und[...]
MICE Portal
Vitaly Gariev, Unsplash
Schluss mit Screenshots und Formularen: Die Radisson Hotel Group ersetzt den klassischen Bestpreis-Prozess durch einen KI-gestützten Preisabgleich, der günstigere Angebote externer Plattformen automatisch auf den eigenen Buchungskanal überträgt. Was das für Preistransparenz, Direktbuchungen und die[...]
Vitaly Gariev, Unsplash
IHM, Julian Hartwig
Am 16. und 17. September 2026 verwandelt sich das MOC München zum zentralen Treffpunkt der unabhängigen Hotellerie. Über 160 Aussteller zeigen auf der Independent Hotel Show Munich, wie Design, durchdachte Ausstattung und smarte Technologie zusammenspielen[...]
IHM, Julian Hartwig
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.