Suche

Weniger Verwaltung – mehr Flexibilität: So kommen Hotels und Gastronomie erfolgreich durch die Weihnachtszeit

Längst haben die Planungen für die Weihnachtszeit in der Hotellerie und Gastronomie begonnen und die Erwartungen an das erhoffte Geschäft sind hoch. Doch was tun, wenn die Realität mit ihrer Krankheitswelle für Personalausfälle sorgt?

Nicole Michalou, PexelsNicole Michalou, Pexels

Die Weihnachts- und Adventzeit ist nicht nur die emotionalste, sondern in vielen Branchen auch die umsatzstärkste Zeit. Dementsprechend wird Personal geplant und ggf. aufgestockt. Doch der aktuelle Gesundheitsreport 2023 der Techniker Krankenkasse (TK) lässt für die kommenden Wochen nichts Gutes erwarten – hatte der Krankenstand der bei der TK versicherten Erwerbstätigen doch bereits im ersten Halbjahr einen neuen Rekordwert erreicht. Der Hauptgrund: Erkältungskrankheiten. Auch aktuell ist die Zahl derer hoch, die von hartnäckigen und langanhaltenden Infekten betroffen sind und auch die Coronazahlen steigen wieder. Doch Hotels und Restaurantbetriebe können sich mit drei einfachen Ansätzen wappnen, um nicht unter den Folgen befürchteter Personalausfälle zu leiden.

1. Automatisierung und Beschleunigung manueller Verwaltungsaufgaben

Um die Überlastung und Frustration bei krankheitsbedingten Personalausfällen möglichst gering zu halten, sollten zeitfressende Prozesse abgeschafft werden. Mit digitalen Zeiterfassungs- und Personaleinsatzplanungssystemen wird nicht nur Zeit gespart, sondern diese reduzieren auch die Fehlerquote, die durch schlecht lesbare Stundenzettel oder Excellisten entstehen. Moderne Zeiterfassungs-Tools sorgen dafür, dass die Personalplanungsinformationen überall verfügbar sind und unterstützen eine unkomplizierte Zeiterfassung via Smartphone oder Tablet. Solche Werkzeuge helfen dabei, administrative Aufgaben zu automatisieren oder signifikant zu beschleunigen.
Positiver Nebeneffekt „Transparenz“: die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigt, weil in der Mitarbeiter-App nicht nur alle erfassten Zeiten übersichtlich dargestellt werden, sondern auch die Dienst- und Schichtpläne hinterlegt sind, so dass im Bedarfsfall schnell für Ersatz gesorgt werden kann.

Partner aus dem HORECA Scout

2. Maximale Flexibilität in der Planung

Wichtig ist, klare Vertretungsregeln zu definieren und an die Mitarbeiter zu kommunizieren. In cloudbasierten Personaleinsatzplanungs-Tools kann in der Regel unkompliziert nach festen Kriterien gesucht werden – sprich die benötigte Ersatzperson ist schnell gefunden und im Einsatzplan lässt sich sofort überprüfen, ob sie auch Zeit hat. „Hinterhertelefonieren“ sollte der Vergangenheit angehören. Digitale Helfer lassen viele Prozesse, die mit der Planänderung zusammenhängen zum Teil im Hintergrund laufen und können auch von unterwegs (Smartphone) angestoßen werden.

3. Abwesenheiten einfach erfassen und überblicken

In den meisten Einsatzplanungs-Apps, wie beispielsweise in edtime, können Abwesenheiten einfach und via Smartphone-App beantragt werden. Das minimiert sowohl den Zeitaufwand auf Seiten des Hoteliers oder Gastronomen aber auch des erkrankten Mitarbeiters enorm. Wer dabei auf ein System wie edtime setzt, das sich über eine Schnittstelle an die Lohnbuchhaltung anbinden lässt, kann zudem die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung individuell abfragen. Auf diese Art und Weise ist die krankheitsbedingte Abwesenheit nicht nur digital erfasst, sondern steht auch der Lohnabteilung zur Verfügung.

Lesen Sie auch
Gastro, Recht und GewerbeRecht und ComplianceArbeitszeit, Dienstplan, und SchichtplanungGehalt, Benefits und AltersversorgungManagement
Saisonarbeit im Gastgewerbe: Die rechtlichen Fallstricke bei kurzfristiger Beschäftigung

Wer also rechtzeitig seine Zeiterfassung und Personaleinsatzplanung digitalisiert, hat beste Voraussetzungen, um in der Weihnachtszeit auch im Fall unerwarteter Personalausfälle schnell wieder voll handlungsfähig zu sein.

Themen in diesem Artikel
ManagementWeihnachtszeitZeiterfassungZeiterfassungspflicht
Roberta Fele
Finanzen und Controlling

Wenn der Betrieb nicht mehr zu retten ist: Eine Gastronomin über Insolvenz und Neuanfang

Corona, ausbleibende Hilfen, steigende Kosten und wachsende Schulden: Federica Fele führte ein Event- und Cateringunternehmen und übernahm kurz vor der Pandemie ein historisches Gasthaus. Am Ende stand die Insolvenz. Ihr Erfahrungsbericht zeigt, warum der Schritt nicht nur ein Ende sein muss – und warum Betriebe Warnsignale früher ernst nehmen sollten.

ProFina Deutschland GmbH
Datenschutz

Mehr digitale Prozesse, mehr Risiken: Warum Cyberversicherungen für Gastronomiebetriebe immer wichtiger werden

Ein Kassensystem, das mitten im Wochenendgeschäft ausfällt, verlorene Reservierungsdaten, abgegriffene Gästeinformationen: Cyberangriffe treffen längst nicht mehr nur Großkonzerne. Auch kleine Restaurants, Cafés und Hotels rücken ins Visier der Kriminellen – oft ohne eigene IT-Abteilung im Rücken. Welche Absicherung dann wirklich hilft.

Pexels
Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Altöl: Abfall oder Rohstoff? Vom Küchenrest zur Ressource

Dunkel, zäh, scheinbar wertlos – und doch ein begehrter Rohstoff für Biodiesel und Flugtreibstoff. Warum die Zukunft von gebrauchtem Speisefett in der Hotelküche entschieden wird und wie neun Betriebe zeigen, dass weniger Abfall keine Frage des Verzichts ist.

Weitere Artikel zum Thema

rawpixel.com
Beitragsfrei, flexibel, unkompliziert – so wirkt die kurzfristige Beschäftigung auf den ersten Blick. Doch schon ein einziger zu viel gearbeiteter Tag oder eine falsch eingestufte Aushilfe kann den Status rückwirkend kippen. Welche Kriterien wirklich zählen[...]
rawpixel.com
Roberta Fele
Corona, ausbleibende Hilfen, steigende Kosten und wachsende Schulden: Federica Fele führte ein Event- und Cateringunternehmen und übernahm kurz vor der Pandemie ein historisches Gasthaus. Am Ende stand die Insolvenz. Ihr Erfahrungsbericht zeigt, warum der Schritt[...]
Roberta Fele
刘 强, Unsplash
Eine gute Lage und eine bekannte Marke reichen bei Hotelinvestitionen zunehmend nicht mehr aus. Nach Einschätzung des Immobilienberaters Colliers prüfen Investoren genauer, wie leistungsfähig ein Hotelbetrieb tatsächlich ist. Bonität, digitale Prozesse, Kostenstrukturen und tragfähige Betreiberverträge[...]
刘 强, Unsplash
MICE Portal
Wer glaubt, Digitalisierung im Veranstaltungsmanagement beginne mit Künstlicher Intelligenz, denkt womöglich zu kurz. Rund 70 Fachleute aus Unternehmen, Hotellerie und Technologie fragten am Starnberger See, welche organisatorischen Weichen wirklich über den Erfolg entscheiden – und[...]
MICE Portal
Access Hospitality
Reisende starten ihre Hotelsuche heute auf TikTok, Instagram oder bei KI-Diensten wie Perplexity – nicht mehr nur bei Google. Was bedeutet das für Häuser, die künftig noch gefunden und gebucht werden wollen? Zwischen Stammdatenpflege, Bewertungsmanagement[...]
Access Hospitality
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.