Suche

Jahreszeiten auf dem Teller – warum saisonale Speiseplanung mehr als ein Trend ist

  • Saisonale Speiseplanung verbindet Wirtschaftlichkeit mit Qualität: Produkte zur richtigen Erntezeit sind günstiger, frischer und nährstoffreicher – regionale Lieferwege reduzieren Transportkosten und Qualitätsverluste.
  • Jahreszeitlich geprägte Menüs schaffen emotionale Verbindung und Orientierung für Gäste in Pflegeeinrichtungen, Kliniken und Betriebskantinen – von Spargel im Frühjahr bis zu traditionellen Kohlgerichten im Winter.
  • Transparente Kommunikation über saisonale Verfügbarkeiten stärkt die Akzeptanz: Gäste verstehen und schätzen, wenn Produkte ihre natürliche Zeit haben und dadurch zu etwas Besonderem werden.

LebensWert Gastgeber GmbHLebensWert Gastgeber GmbH

Der Caterer betreut Küchen für Seniorenheime, Rehakliniken, Krankenhäuser, Betriebe, Schulen und Kitas. Saisonale Speiseplanung sorgt hier für Vielfalt und Orientierung. Beispielsweise werden in Pflegeeinrichtungen Themen wie Frühlingserwachen, Erntezeit oder Winterküche gemeinsam mit den Bewohnenden aufgegriffen. „Unsere Gäste erleben das Jahr durch die Menüplanung ganz bewusst mit", sagt Geschäftsführer Christoph Kleinhans. „Saisonale Gerichte wecken Erinnerungen und machen den Speiseplan erlebbar."

Regional gedacht und frisch umgesetzt

Produkte kommen bei LebensWert vorwiegend dann auf den Tisch, wenn sie aus regionaler Herkunft und in passender Saison verfügbar sind. Dadurch entstehen kurze Lieferwege, geringere Transportbelastungen und eine direkte Verbindung zu den regionalen Partnerbetrieben. LebensWert arbeitet mit einem festen Saisonkalender, der Planungssicherheit gibt. „Unsere Küchenleitungen berücksichtigen den Saisonkalender bei jeder Menüplanung und achten ebenfalls auf die Wünsche der Gäste", erklärt Kleinhans.

Partner aus dem HORECA Scout

Jetzt im Frühjahr stehen Gerichte mit Spargel in allen Variationen hoch im Kurs. Von der Quiche über den klassischen Stangenspargel mit neuen Kartoffeln bis hin zu Salaten. Ebenso beliebt sind Desserts mit frischen Erdbeeren. „Diese beiden Produkte zeigen, was saisonales Kochen ausmacht: Sie schmecken hervorragend, wenn sie ihre Zeit haben, und bleiben dann etwas Besonderes", so Kleinhans weiter.

Wirtschaftlichkeit durch richtige Zeitpunkte

Saisonales Einkaufen ist auch betriebswirtschaftlich relevant. Produkte, die in ihrer natürlichen Erntezeit verfügbar sind, weisen meist günstigere Preise und bessere Qualitäten auf. „Wenn wir Ware zur richtigen Zeit und am richtigen Ort beziehen, spiegelt sich das direkt in der Kalkulation wider", erläutert Christoph Kleinhans. Gleichzeitig reduziert der Ansatz das Risiko von Qualitätsverlusten oder unnötiger Lagerhaltung.

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingVersicherungen und RisikomanagementKostenmanagement
Insolvenzrisiko im Gastgewerbe: Drei Schritte, mit denen sich Betriebe vor Zahlungsausfällen schützen

Frische, Haltbarkeit und Nährwert

Erfahrungen aus dem Küchenalltag zeigen deutliche Unterschiede: Saisonal geerntete Ware ist oft reifer, nährstoffreicher und hält länger. „Wir sehen, dass beispielsweise Blattgemüse, das aus der Region kommt, zwei bis drei Tage länger frisch bleibt", berichtet Kleinhans. Gründe sind die kurzen Transportwege und die natürliche Reife ohne künstliches Nachreifen oder lange Zwischenlagerung. Für die Gäste bedeutet das: mehr Geschmack, mehr Frische und ein sichtbarer Qualitätsvorteil.

Themen in diesem Artikel
FoodNachhaltigkeit und UmweltschutzKostenmanagementCateringGemeinschaftsverpflegungregionale Produkte

Herausforderung im Winter

Die größte Herausforderung liegt im Winter, wenn die Auswahl an regionalem Obst und Gemüse geringer ist. Dann dominieren Kohlgerichte und lagerfähige Produkte die Speisepläne. „Wir sprechen offen mit unseren Gästen darüber, dass es im Winter zum Beispiel keine Erdbeeren gibt und die Salatauswahl kleiner ist. Das wird gut angenommen und viele erzählen uns sogar, welche Wintergerichte sie aus früheren Zeiten kennen", berichtet der Geschäftsführer. Diese Offenheit schafft Verständnis und stärkt die Akzeptanz für saisonale Küche auch in größeren Einrichtungen.

CSRIF GmbH
Finanzen und Controlling

Insolvenzrisiko im Gastgewerbe: Drei Schritte, mit denen sich Betriebe vor Zahlungsausfällen schützen

Zehn Prozent der Unternehmen in Deutschland sind insolvenzgefährdet, der höchste Stand seit 2014 – im branchenvergleich liegt Gastronomie ganz vorn. Zahlungsausfälle führen oft zu Dominoeffekten, sagt Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer des Informationsdienstleiters CRIF Deutschland. Wie Betreiber Frühwarnsignale erkennen, ihr Unternehmen wirksam vor Ausfällen schützen und wann sich externe Bonitätsprüfung auszahlt.

Hans. Pixabay
Außengastronomie

Anhaltende Hitze: Was Gäste jetzt erwarten

Wenn die Temperaturen steigen, wird der Platz an der frischen Luft zum entscheidenden Kriterium: 46 Minuten Anfahrt für den perfekten Außenplatz, längeres Verweilen am Tisch und höhere Ausgaben – warum draußen essen für Gäste 2026 mehr ist als nur eine Frage des Wetters, und welche Rolle Fußball und Hunde dabei spielen.

Winterhalter Deutschland GmbH
Personalentwicklung

Winterhalter sucht auch 2026 den „Spüler des Jahres“

Der Spülmaschinenherstellter Winterhalter ruft zum zweiten Mal zur Wahl des „Spülers des Jahres“ auf. Die Auszeichnung richtet sich an Mitarbeiter in der Spülküche, deren Arbeit für den Betriebsablauf unverzichtbar ist, aber selten öffentliche Anerkennung findet. Gastronomische Betriebe können ihre Kandidaten bis Anfang August nominieren.

Steuern mit System GmbH
Finanzen und Controlling

Cloud-Kasse, Reservierungs-App, IoT-Küche und Co. – Hotels und Gastronomie müssen bei digitalen Investitionen steuerlich genauer hinsehen

Digitale Lösungen sind im Gastgewerbe längst betriebliche Notwendigkeit. Doch viele Hotels, Restaurants und Freizeitbetriebe nutzen die steuerlichen Möglichkeiten rund um Software, Cloud-Systeme oder digitale Infrastruktur noch unvollständig. Die Folge: Sofort abzugsfähige Ausgaben werden unnötig aktiviert, aktivierungspflichtige Investitionen falsch verbucht oder Fördermittel zu spät berücksichtigt. Gerade bei knappen Margen kostet diese Unschärfe unnötig Liquidität.

Rene Terp, Pexels
Branche und Trends

Hochzeitsreport 2026: Kleiner Kreis statt großer Show: Welche Hochzeiten die Deutschen wirklich mögen

Der Trustlocal Hochzeitsreport 2026 verbindet eine Appinio-Umfrage unter 1.000 Personen mit anonymisierten Plattform-Anfragedaten. Das Ergebnis: Über die Hälfte der Befragten bevorzugt Feiern im kleinen Kreis, ein Budget bis 10.000 Euro gilt als angemessen. Als größte Störfaktoren gelten schlechte Stimmung, chaotischer Ablauf und mittelmäßiges Essen. Auffällig ist zudem die Lücke zwischen der als ausreichend empfundenen Planungszeit und dem tatsächlich deutlich früheren Anfragezeitpunkt für Dienstleister.

Weitere Artikel zum Thema

CSRIF GmbH
Zehn Prozent der Unternehmen in Deutschland sind insolvenzgefährdet, der höchste Stand seit 2014 – im branchenvergleich liegt Gastronomie ganz vorn. Zahlungsausfälle führen oft zu Dominoeffekten, sagt Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer des Informationsdienstleiters CRIF Deutschland. Wie[...]
CSRIF GmbH
Hans. Pixabay
Wenn die Temperaturen steigen, wird der Platz an der frischen Luft zum entscheidenden Kriterium: 46 Minuten Anfahrt für den perfekten Außenplatz, längeres Verweilen am Tisch und höhere Ausgaben – warum draußen essen für Gäste 2026[...]
Hans. Pixabay
Winterhalter Deutschland GmbH
Der Spülmaschinenherstellter Winterhalter ruft zum zweiten Mal zur Wahl des „Spülers des Jahres" auf. Die Auszeichnung richtet sich an Mitarbeiter in der Spülküche, deren Arbeit für den Betriebsablauf unverzichtbar ist, aber selten öffentliche Anerkennung findet.[...]
Winterhalter Deutschland GmbH
Rene Terp, Pexels
Der Trustlocal Hochzeitsreport 2026 verbindet eine Appinio-Umfrage unter 1.000 Personen mit anonymisierten Plattform-Anfragedaten. Das Ergebnis: Über die Hälfte der Befragten bevorzugt Feiern im kleinen Kreis, ein Budget bis 10.000 Euro gilt als angemessen. Als größte[...]
Rene Terp, Pexels
DEHOGA Bundesverband
82 Jahre, mehr als vier Jahrzehnte an der Spitze der Branche und ein Lebensmotto, das Gastfreundschaft zur Haltung erklärte: Ernst Fischer prägte das deutsche Gastgewerbe wie kaum ein Zweiter. Nun nimmt der DEHOGA Abschied von[...]
DEHOGA Bundesverband
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.