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Nur jedes vierte deutsche Unternehmen ist bereit für die E-Rechnungspflicht ab 2027

  • Nur 24 % der deutschen Unternehmen haben die Umstellung auf E-Rechnungen bereits abgeschlossen, obwohl die gesetzliche Pflicht ab Januar 2027 greift – viele unterschätzen den notwendigen Zeitaufwand.
  • Rund jedes fünfte Unternehmen nutzt für die Rechnungserstellung noch Excel oder Word, Programme die den künftigen Anforderungen nicht entsprechen und einen kompletten Systemwechsel erfordern.
  • Betriebe sollten die E-Rechnungspflicht nicht als bloße Compliance-Aufgabe begreifen, sondern als strategische Chance zur Prozessoptimierung – wer jetzt modernisiert, profitiert langfristig von mehr Effizienz und Geschwindigkeit im Rechnungswesen.

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Rechnungswesen bleibt überraschend analog

Mit Blick auf die E-Rechnungspflicht ab 2027 zeigt sich bei vielen Unternehmen erheblicher Nachholbedarf. Zwar ist Buchhaltungssoftware mit 39 % das meistgenutzte Tool zur Rechnungserstellung, gleichzeitig arbeitet jedoch rund jedes fünfte Unternehmen weiterhin mit klassischen Office-Lösungen: 11 % nutzen Excel, 10 % nutzen Word. Diese Programme erfüllen allerdings nicht die künftigen Anforderungen an elektronische Rechnungen. Unternehmen müssen also in den kommenden Monaten nicht nur neue Formate einführen, sondern häufig auch ihre internen Abläufe modernisieren.

Erste Erfahrungen vorhanden – Routine fehlt

Von einer etablierten Praxis ist die Mehrheit deutscher Unternehmen noch weit entfernt: Nur 42 % versenden regelmäßig E-Rechnungen, 25 % haben bisher nur vereinzelte Versuche unternommen und 33 % haben noch keine einzige E-Rechnung verschickt. Viele Unternehmen sammeln erste Erfahrungen, haben ihre Prozesse aber noch nicht dauerhaft umgestellt.

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Unsicherheit trotz nahender Deadline

Die Studiendaten zeigen deutliche Wissenslücken: Nur 37 % der Unternehmen kennen die gesetzlichen Anforderungen vollständig, 33 % nur teilweise und 28 % kaum oder gar nicht. Gleichzeitig fühlen sich viele Unternehmen nur teilweise auf die neuen Vorgaben vorbereitet. Diese Unsicherheit erhöht das Risiko für Fehler und Verzögerungen bei der Umstellung.

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Technische Hürden, Wissenslücken – und wenig Zeit

Unternehmen, die noch nicht vorbereitet sind, sehen sich mit mehreren Herausforderungen konfrontiert: 36 % nennen die technische Umsetzung als größte Hürde, 29 % sind unsicher bei den gesetzlichen Vorgaben und 27 % fehlt das notwendige Wissen. Besonders kritisch: Nur knapp ein Viertel (24 %) hat die Umstellung bereits abgeschlossen. 38 % befinden sich mitten im Prozess, 29 % haben noch gar nicht begonnen oder stehen erst am Anfang der Planung.

Themen in diesem Artikel
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceSoftware und SystemeBuchhaltungComplianceE-RechnungenE-Rechnungspflicht

Über die Studie

Die vorliegenden Daten basieren auf einer repräsentativen Befragung von 502 Unternehmen in Deutschland, durchgeführt von YouGov im Auftrag von easybill. Gegenstand der Untersuchung war der Stand der Vorbereitung auf die gesetzlichen Vorgaben zur E-Rechnung ab Januar 2027.

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