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Nachhaltig Reisen statt sorglos Verbrauchen – aber ohne Verzicht: Tipps für den Urlaub mit gutem Gewissen

Die gute Nachricht: Oftmals brauchen wir nur Verhaltensweisen fortführen, die viele von uns bereits im täglichen Leben umsetzen. Und: auch kleine Aktionen können schon etwas bewirken. Hier sind fünf einfache Tipps, […]

ibis Lyon Gare La Part Dieu Wasserspender; Emmanuel Thiotibis Lyon Gare La Part Dieu Wasserspender; Emmanuel Thiot

Die gute Nachricht: Oftmals brauchen wir nur Verhaltensweisen fortführen, die viele von uns bereits im täglichen Leben umsetzen. Und: auch kleine Aktionen können schon etwas bewirken. Hier sind fünf einfache Tipps, die jeder im Hotel umsetzen kann.

1. Im Urlaub den Stecker ziehen

Denn was zu Hause oft ganz selbstverständlich ist, wird im Hotelalltag schnell vergessen: das Licht beim Verlassen des Zimmers ausschalten, den Fernseher nicht im Stand-by-Modus lassen, Fenster schließen und Heizung und Klimaanlage nach Bedarf regulieren. Selbst wenn sich manche Geräte nach einer gewissen Zeit automatisch abschalten, kann ein bewusster Umgang mit Energie, gerade im Urlaub, nicht schaden und gleichzeitig viel bewirken. Ein kurzer Check dauert nur ein paar Sekunden, macht aber einen echten Unterschied.

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2. Kürzer duschen für ein reines Gewissen

Kurze Duschen gehören zu den effektivsten Wegen, den Wasser- und Energieverbrauch zu reduzieren, nicht nur zu Hause, sondern auch auf Reisen. Also gerne den Hahn etwas früher zudrehen, sei es beim Shampoonieren oder am Ende der Dusche, und sich dafür schnell ins Hotelhandtuch kuscheln. Um den Wasserverbrauch in ihren Hotels bestmöglich zu verringern, setzt die Accor Gruppe in vielen ihren Hotels übrigens auch auf moderne Armaturen und Duschköpfe. Diese reduzieren den Wasserdurchfluss, ohne das Duscherlebnis zu schmälern.

3. Handtücher und Bettwäsche nach Bedarf, nicht nach Kalender

Wer zu Hause nicht täglich sein Handtuch wechselt, muss das auch im Hotel nicht unbedingt tun. Natürlich nur, sofern man sich schlussendlich nicht mehr Schmutz draufrubbelt, als man gerade abgewaschen hat. Immer mehr Hotels bieten daher eine flexible Zimmerreinigung an: Gäste können selbst entscheiden, wie oft zum Beispiel ihre Handtücher gewechselt werden sollen. Der Effekt ist weitreichender als gedacht: Denn so wird nicht nur der Wasser- und Energieverbrauch für das Waschen der Handtücher verringert, auch das Housekeeping-Team wird entlastet.

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4. Genuss vor der Haustür

Ein regionales Frühstück oder ein saisonales Abendessen sind durch kurze Lieferwege und -ketten und der Förderung von lokalen Produzenten oft nicht nur nachhaltig, sondern machen auch Spaß: Denn was vermittelt einen besseren Eindruck der örtlichen Sitten und Gepflogenheiten als das typisch lokale Essen? Immer mehr Accor Hotels setzen daher auf saisonale und regionale Menüs für authentischen Genuss mit gutem Gewissen. Und auch außerhalb des Hotels lässt sich das fortsetzen: Wer lokale Restaurants besucht, Souvenirs auf Wochenmärkten und bei örtlichen Handwerksbetrieben einkauft oder regionale Spezialitäten probiert, unterstützt nicht nur die Wirtschaft vor Ort, sondern erlebt den Urlaubsort besonders intensiv.

Themen in diesem Artikel
NachhaltigkeitEnergieMülltrennungNachhaltigkeitRegionalität

5. „Getrennt“ reist es sich besser

Mülltrennung gerät im Urlaub oft in den Hintergrund. Dabei lässt sich auch unterwegs mit kleinen Entscheidungen viel bewirken. Immer mehr der 5.600 Hotels von Accor bieten in den Zimmern oder auf den Etagen Möglichkeiten zur Mülltrennung. Auch generell gerät das Thema Müll im Urlaub manchmal etwas in Vergessenheit und der Lunch unterwegs wird schnell zur Plastikschlacht. Also lieber nach Möglichkeit unverpackt und frisch kaufen oder auf Mehrweg-Verpackungen setzen. Das macht auch Accor. Die französische Hotelgruppe hat in ihren Hotels Einwegplastik in allen Gästebereichen durch nachhaltige Alternativen ersetzt.

Ein Schubs in die richtige Richtung

Verhalten beeinflussen, ohne zu bevormunden. Der Sustainable Behaviors Report zeigt, dass Reisende eher bereit sind, sich umweltbewusst zu verhalten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Etwa durch transparente Kommunikation, nachvollziehbare Entscheidungen und leicht erkennbare und zugängliche nachhaltige Optionen. Diese Erkenntnisse setzt Accor bereits in die Praxis um, zum Beispiel durch Maßnahmen zur Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe sowie zur Sensibilisierung von Gästen und Mitarbeitenden.

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Auch im Urlaub bleibt Verantwortung ein Thema – gerade für uns als Gäste

Viele Reisende möchten den maximalen Urlaubsgenuss nicht missen und glauben, dass nachhaltiges Reisen automatisch mit Komfortverzicht verbunden ist. Schließlich will sich im Urlaub niemand zusätzlich belasten. Dabei können wir kleine Alltagsroutinen einfach fortführen und bereits damit etwas bewirken – vom Lichtausschalten bis zur Wiederverwendung von Handtüchern.

Relevante Zahlen & Fakten aus dem Sustainable Behaviors Report

  • Laut aktuellen Schätzungen verursacht Tourismus rund 8,8 % der globalen Treibhausgasemissionen.
  • 83 % der Reisenden geben an, dass ihnen nachhaltigeres Reisen wichtig ist.
  • 75 % geben an, im kommenden Jahr bewusst nachhaltiger reisen zu wollen.
  • 74 % der Investitionen in nachhaltige Technologien im Hotelbereich rechnen sich bereits innerhalb von 15 Jahren wirtschaftlich.

Quelle: Sustainable Behaviors Report; University of Surrey, Accor und Booking.com; April 2025

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