Suche

Große Besorgnis des deutschen Gastgewerbes hinsichtlich Mehrwertsteuererhöhung auf Speisen

Mit großer Besorgnis weisen führende Repräsentanten des deutschen Gastgewerbes auf die geplante Steuererhöhung auf Speisen in der Gastronomie ab dem 1. Januar und die damit möglicherweise verbundenen Konsequenzen hin. Diese werden nicht nur finanzieller Natur sein, sondern auch Auswirkungen auf die Arbeitsplätze haben.

Arif Riyanto, UnsplashArif Riyanto, Unsplash

„Diese Maßnahme stellt unsere Branche vor unlösbare Herausforderungen, die nicht nur finanzielle Auswirkungen auf Unternehmen haben werden, sondern auch zu einem erheblichen Verlust von Arbeitsplätzen führen könnten. Millionen von Menschen in unserem Land werden von dieser Mehrwertsteuererhöhung betroffen sein“, so Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern.

„Die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung steht momentan auf dem Spiel, da Bundeskanzler Scholz und Finanzminister Lindner der Branche ausdrücklich versprochen hatten, dass der reduzierte Steuersatz auf Speisen beibehalten wird. Die Bevölkerung und unsere Branche haben auf diese Zusagen vertraut“, ergänzt Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz.

„Die Gastronomie und Hotellerie spielen eine essenzielle Rolle in der deutschen Wirtschaft, mit über 200.000 Betrieben und mehr als 2 Millionen Beschäftigten. Unsere Umfragen zeigen, dass die angekündigte Steuererhöhung zu etwa 15.000 Insolvenzen führen könnte, was wiederum den Verlust von vielen tausend Arbeitsplätzen bedeuten würde“, erläutert Christian Andresen, Präsident des DEHOGA Berlin, der hinzufügt: „Auch Zulieferbetriebe und Nahrungsmittelproduzenten der Branche wären stark betroffen.“

Partner aus dem HORECA Scout

Sachsens DEHOGA-Präsident Axel Hüpkes fügt hinzu: „Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie, einschließlich Cateringdienstleistungen in Schulen, Kindergärten, Seniorenheimen und Werkskantinen, würde eine Kettenreaktion auslösen und alle gesellschaftlichen Bereiche unseres Landes erfassen.“ Hüpkes weiter: „Diese Steuererhöhung würde alle treffen – Unternehmen, Beschäftigte und jeden einzelnen Gast, Eltern, Arbeiter und viele mehr. Die Folgen wären unvermeidliche Preiserhöhungen, Umsatzverluste, eine Reduzierung der Lebensqualität und tausende von Insolvenzen.“

Inselkammer: „Wir sind fest davon überzeugt, dass die geplante Steuererhöhung nicht nur die Unternehmen unserer Branche, sondern auch die gesamte Wirtschaft nachhaltig belasten würde, insbesondere aber auch jeden einzelnen Bürger und unsere Gäste, die letztendlich die Mehrwertsteuererhöhung tragen müssten.“

Haumann: „Auch wenn es fünf vor zwölf ist: Wir hoffen auf ein Einlenken seitens der Regierung und sind zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werden kann, die sowohl die Interessen der Branche als auch die der gesamten Wirtschaft und der Bürger berücksichtigt.“

Lesen Sie auch
Recht und ComplianceRechtsprechung und Urteile
Gekündigt und sofort krank: Warum Arbeitgeber mit Misstrauen allein nicht weiterkommen
Canva
Recht und Compliance

Gekündigt und sofort krank: Warum Arbeitgeber mit Misstrauen allein nicht weiterkommen

Ein Mitarbeiter kündigt und wird prompt krank – die Krankschreibung endet passgenau vor dem Resturlaub. Viele Arbeitgeber kennen dieses Muster und sind versucht, die Lohnfortzahlung zu streichen. Doch Vorsicht: Ein aktuelles Urteil zeigt, wie schnell der Verdacht allein zur teuren Falle wird. Wann reicht ein auffälliges Timing aus, um die Krankschreibung anzuzweifeln? Und was müssen Gastgeber konkret in der Hand haben, bevor sie handeln?

Steuerberatungsgesellschaft Schnitzler & Partner
Finanzen und Controlling

Kauf einer Unternehmensimmobilie: Neue Chancen bei der Kaufpreisaufteilung

Die aktuelle Rechtsprechung erweitert den Spielraum bei der Bewertung von Grund und Boden und kann – richtig genutzt – zu höheren Abschreibungsvolumen führen. Eine professionelle Beratung zur Kaufpreisaufteilung kann bei größeren Immobilienerwerben erhebliche Steuervorteile erschließen. Zugleich sollte der Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zum erwartbaren Effekt stehen.

Vernetzte Fallen wie die von Rentokil monitoren etwaige Schadnageraktivitäten rund um die Uhr. © Rentokil Initial
Recht und Compliance

Rodentizid-Verbot: Warum Gastronomiebetriebe ihre Schädlingsprävention jetzt umstellen müssen

Die Schädlingsbekämpfung steht vor einem Paradigmenwechsel: Ab Mitte 2026 dürfen Giftköder gegen Nagetiere nur noch bei akutem Befall eingesetzt werden. Die bisher übliche vorbeugende Dauerbeköderung wird verboten. Für Hotels und Gastronomiebetriebe bedeutet das: Wer seine Präventionskonzepte nicht rechtzeitig anpasst, riskiert rechtliche Konsequenzen und gefährdet Hygienezertifikate.

Kemal Üres
Führung, Management und Leadership

Neue Folge „Kemal Rettet“: Wenn Leidenschaft nicht mehr reicht

70 Stunden in der Woche – für vier Euro netto. Kann ein Café überleben, wenn die Inhaberin alles gibt, aber die Zahlen gegen sie arbeiten? Kemal Üres zeigt in Braunschweig, wo selbst bei zufriedenen Gästen die Gefahr lauert – und warum Herzblut allein keine Miete zahlt.

NESTO; Pawel Czerwinski, Pexels
Arbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung

KI-gestützte Personalverwaltung: Wie Sprachsteuerung den HR-Alltag in der Gastronomie revolutioniert

Die Nesto Software GmbH präsentiert auf der INTERNORGA 2026 eine KI-gestützte Automatisierungslösung, die Personalverantwortlichen in Gastronomie und Hotellerie zeitaufwändige Routinearbeiten abnimmt. Das System NORA beantwortet HR-Anfragen per Spracheingabe und automatisiert wiederkehrende Verwaltungsprozesse. Was bedeutet das für Betriebe, die täglich mit Schichtplänen, Saisonverträgen und Compliance-Vorgaben jonglieren?

Weitere Artikel zum Thema

Dennis112, Pixabay
Wegeunfälle kosten Zeit und Geld – doch viele Betriebe glauben, sie könnten daran nichts ändern. Ein Irrtum: Mit den richtigen Werkzeugen lassen sich Mobilitätsrisiken systematisch senken. Die BGN zeigt, wie das funktioniert.[...]
Dennis112, Pixabay
Kemal Üres
70 Stunden in der Woche – für vier Euro netto. Kann ein Café überleben, wenn die Inhaberin alles gibt, aber die Zahlen gegen sie arbeiten? Kemal Üres zeigt in Braunschweig, wo selbst bei zufriedenen Gästen[...]
Kemal Üres
NESTO; Pawel Czerwinski, Pexels
Die Nesto Software GmbH präsentiert auf der INTERNORGA 2026 eine KI-gestützte Automatisierungslösung, die Personalverantwortlichen in Gastronomie und Hotellerie zeitaufwändige Routinearbeiten abnimmt. Das System NORA beantwortet HR-Anfragen per Spracheingabe und automatisiert wiederkehrende Verwaltungsprozesse. Was bedeutet das[...]
NESTO; Pawel Czerwinski, Pexels
Ideal Work
Hotels und Wellnessbetriebe sind Hochleistungsumgebungen. Wand und Boden stehen täglich unter extremer Beanspruchung – und müssen zugleich höchsten gestalterischen Ansprüchen genügen. Nur wenigen Hoteliers und Co ist bewusst, warum Oberflächen heute zu strategischen Entscheidungen in[...]
Ideal Work
DIRS21; FWStudio, Pexels
Der Wernauer Technologieanbieter DIRS21 hat auf der ITB Berlin zwei neue Module vorgestellt, die Hotels helfen sollen, sämtliche Flächen und Services digital buchbar zu machen. Mit DIRS21 Mice und DIRS21 Plus werden Tagungsräume und Zusatzleistungen[...]
DIRS21; FWStudio, Pexels
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.