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KI-Hotelsuche: Privathotels geraten gegenüber Ketten ins Hintertreffen

  • Privat geführte Einzelhotels sind in KI-gestützten Hotelsuchen deutlich seltener sichtbar als Ketten und Mehrhausbetriebe (11,2 gegenüber 36,2 von 100 Punkten).
  • Da immer mehr Reisende offene Suchanfragen an KI-Systeme richten, entscheidet die digitale Auffindbarkeit zunehmend darüber, welche Häuser überhaupt in die Empfehlungen gelangen.
  • Hoteliers sollten Website-Angaben, Google-Unternehmensprofil und Plattform-Einträge konkret, aktuell und konsistent halten, um von Suchmaschinen und KI-Systemen eindeutig eingeordnet zu werden.

Aerps.com, UnsplashAerps.com, Unsplash

Wer nach einem Wellnesshotel, einer hundefreundlichen Unterkunft oder einem Haus für den Familienurlaub sucht, gibt dabei nicht immer einen konkreten Hotelnamen ein. Genau solche offenen Anfragen werden für die Hotellerie wichtiger, weil KI-Systeme darauf häufig nur wenige Häuser empfehlen.

Eine Untersuchung der österreichischen Marketingagentur maxonline hat deshalb die KI-Sichtbarkeit von 515 Vier- und Fünf-Sterne-Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz verglichen. Von den untersuchten Internetauftritten gehörten 472 zu privat geführten Einzelhäusern und 43 zu Ketten oder Mehrhausbetrieben.

Das Ergebnis zeigt einen deutlichen Abstand: Einzelhotels erreichten im Durchschnitt 11,2 von 100 möglichen Sichtbarkeitspunkten. Ketten und Mehrhausbetriebe kamen auf 36,2 Punkte. Insgesamt lagen 93 Prozent der untersuchten Häuser unter 20 Punkten, 28 Hotels erhielten überhaupt keinen Sichtbarkeitswert.

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Die Studie misst allerdings nicht, wie viele Gäste tatsächlich aufgrund einer KI-Empfehlung buchen. Grundlage ist der modellierte „AI Visibility Score" des Analyseanbieters Semrush. Er berücksichtigt, wie häufig und wie durchgängig eine Marke in Antworten verschiedener KI-Systeme erscheint. Semrush weist selbst darauf hin, dass solche Werte wegen der dynamischen und teilweise personalisierten Antworten lediglich eine Orientierung bieten und keine exakte Reichweitenmessung darstellen.

Für privat geführte Häuser lässt sich daraus dennoch ein praktischer Auftrag ableiten. Angaben zu Lage, Ausstattung, Zielgruppen und besonderen Angeboten sollten auf der eigenen Website konkret, aktuell und widerspruchsfrei formuliert sein. Ebenso wichtig sind ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, konsistente Einträge auf Buchungs- und Bewertungsplattformen sowie technisch strukturierte Informationen, anhand derer Suchmaschinen und KI-Systeme den Betrieb eindeutig einordnen können. Auch die Wirtschaftskammer Österreich empfiehlt Hotels, ihre Website-Texte, Unternehmensprofile und Informationen zu Angeboten und Zielgruppen auf die neue Form der Hotelsuche auszurichten.

Die Ergebnisse sollten gleichwohl vorsichtig verallgemeinert werden. Untersucht wurden ausschließlich Vier- und Fünf-Sterne-Häuser. Zudem stammt die Studie von einer Agentur, die selbst Leistungen zur Suchmaschinen- und KI-Optimierung anbietet. Sie liefert damit einen relevanten Hinweis auf eine neue Herausforderung im Hotelvertrieb, aber noch keinen Beleg dafür, dass eine hohe KI-Sichtbarkeit automatisch zu mehr Direktbuchungen führt.

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