Suche
Anzeige

Mehrwertsteuersenkung: Gemeinsam für eine blühende Gastronomie

Die Diskussion um die Beibehaltung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von sieben Prozent in der Gastronomie spitzt sich weiter zu. Ursprünglich 2020 in der Corona-Pandemie zur Entlastung der Gastronomie beschlossen, ist die steuerliche Begünstigung bis Ende 2023 befristet. Ob der reduzierte Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie beibehalten wird oder nicht, soll demnächst entschieden werden. Dabei kann es für Gastronomie und Gäste nur eine Antwort geben: Ja zu einer dauerhaften Mehrwertsteuersenkung.

orderbirdorderbird

Politik trifft auf Gesellschaft und eine ganze Branche in Aufruhr

Während sich von Linke bis hin zur CDU alle Redner der Parteien für den reduzierten Mehrwertsteuersatz aussprachen, betonten SPD, Grüne und FDP, dass man dies finanzieren können müsse. Und Spielräume gibt es laut Lindner nun nach Vorlage der Steuerschätzung nicht wirklich. Ökonomen des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW blasen in das gleiche Horn und warnen davor, dass bei einer dauerhaften Reduzierung der Mehrwertsteuer Steuerausfälle in Milliardenhöhe drohen. Dem entgegen steht eine ganze Industrie: Sowohl Gastronom*innen als auch Verbände sprechen sich für eine Beibehaltung der Reduzierung aus – das Thema ist mittlerweile auch in der Bevölkerung angekommen und wird heiß diskutiert. So gaben 59 Prozent der rund 10.000 Befragten einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Metro AG an, dass sie im Falle einer Erhöhung nicht bereit oder in der Lage wären, für das Essengehen mehr Geld zu bezahlen. Umfrageergebnisse, die der ohnehin schon unter Druck stehenden Gastronomiebranche Öl ins Feuer gießen.

Ja zu einer dauerhaften Mehrwertsteuersenkung, ja zu einer Gastronomie mit Zukunft

Im Nachgang von Corona, dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und der daraus resultierenden Energiekrise, hohen Zinsen und einer schwachen Wirtschaft, die nur langsam wieder auf die Beine kommt, erweist sich die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf 7 Prozent nicht nur als vernünftig, sondern auch als unerlässlich, um die Gastronomiebranche zu unterstützen, Arbeitsplätze zu sichern und die wirtschaftliche Erholung zu fördern. Eine Rückkehr zur 19-Prozent-Mehrwertsteuer könnte katastrophale Auswirkungen auf die Gastronomie haben: Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga warnte bereits vor über 12.000 Betriebsschließungen und Preisanstiegen von mehr als 15 Prozent. Diese Kosten können die Gastronominnen nicht immer direkt an ihre Gäste weitergeben. Darüber hinaus erfordern viele Kassensysteme zeitaufwändige und kostspielige manuelle Anpassungen aller Produkte und Artikel, um den neuen Mehrwertsteuersatz korrekt anzusetzen. Dies verursacht zusätzlichen Aufwand und Kosten, die den Gastronominnen die Konzentration auf ihr Kerngeschäft erschweren. Mit orderbird können wir diesen manuellen Aufwand zwar durch eine einfache Ein-Klick-Lösung abnehmen, nichtsdestotrotz kann die Gastronomiebranche eine Erhöhung der Mehrwertsteuersenkung nicht tragen und muss von der Politik dementsprechend unterstützt werden, um eine ohnehin schon angeschlagene Branche nicht vor die Hunde gehen zu lassen – Steuereinnahmen hin oder her.

Partner aus dem HORECA Scout

Die Gastronomie ist nicht nur eine wichtige Branche, die Arbeitsplätze schafft, sondern auch ein entscheidender Bestandteil unserer Kultur und Gesellschaft. Restaurants, Cafés und Bars dienen nicht nur der Befriedigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse nach Nahrung und Getränken, sondern auch als soziale Treffpunkte, die Menschen die Möglichkeit bieten, sich zu treffen, zu genießen und gemeinsame Erlebnisse zu teilen. Darüber hinaus spielen Gastronomiebetriebe eine zentrale Rolle bei der Unterstützung regionaler Lieferanten und Landwirt*innen, indem sie eine Vielzahl von Produkten beziehen und somit die lokale Wirtschaft stärken.

In Anbetracht dieser bedeutenden Rolle ist es von großer Wichtigkeit, dass die Politik die Gastronomiebranche durch Maßnahmen wie eine dauerhafte Mehrwertsteuersenkung unterstützt. Eine solche Unterstützung würde nicht nur den gastronomischen Betrieben zugutekommen, sondern auch positive Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette und die damit verbundenen Wirtschaftszweige haben. Die Förderung der Gastronomie bedeutet somit nicht nur die Sicherung von Arbeitsplätzen, sondern auch die Stärkung kultureller Vielfalt, des regionalen Wirtschaftsgefüges und letztendlich des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Darum muss eine Mehrwertsteuer von 7 Prozent bleiben – für eine blühende Zukunft.

Lesen Sie auch
Recht und ComplianceRechtsprechung und UrteileMarketing
Negative Bewertungen auf Google & Co. – welche Bewertungen Hoteliers und Gastronomen löschen lassen können und wie es gelingt
Frame for Business GmbH
Marketing

Negative Bewertungen auf Google & Co. – welche Bewertungen Hoteliers und Gastronomen löschen lassen können und wie es gelingt

Online-Bewertungen auf Google, TripAdvisor oder Booking.com prägen die Wahrnehmung von Hotels und Gastronomiebetrieben maßgeblich und beeinflussen Buchungsentscheidungen oft innerhalb weniger Sekunden. Einzelne negative Einträge können dabei eine überproportionale Wirkung entfalten – insbesondere dann, wenn sie unwahr oder unsachlich sind. Doch welche Bewertungen müssen hingenommen werden und wann bestehen realistische Löschchancen?

Heimpel GmbH
Finanzen und Controlling

DATEV-Schnittstelle für Kassensysteme: Wenn Kasse und Buchführung digital zusammenarbeiten

Kassendaten gehören zu den sensibelsten Datenquellen im Gastgewerbe: Sie müssen vollständig, nachvollziehbar und im Prüfungsfall schnell verfügbar sein. Gleichzeitig soll der Alltag in Restaurant, Café, Imbiss oder Hotel nicht durch manuelle Exporte, Kassenbuch-Nacharbeiten und Abstimmungen mit der Steuerkanzlei belastet werden. Welche Rolle spielt dabei eine direkte DATEV-Schnittstelle im Kassensystem?

Gastronomieberatung Consult Gastro
Finanzen und Controlling

Kassensystem, Warenwirtschaft, Buchhaltung – welche Tools braucht ein Gastronom wirklich?

Der Businessplan steht, die Speisekarte ist fertig – und die Software? Viele Gastronomen unterschätzen, wie entscheidend die richtige digitale Grundausstattung für den Erfolg ihres Betriebs ist. Drei Bereiche sind dabei unverzichtbar, doch welche Tools passen zu welchem Konzept? Und in welcher Reihenfolge sollte investiert werden?

Weitere Artikel zum Thema

Frame for Business GmbH
Online-Bewertungen auf Google, TripAdvisor oder Booking.com prägen die Wahrnehmung von Hotels und Gastronomiebetrieben maßgeblich und beeinflussen Buchungsentscheidungen oft innerhalb weniger Sekunden. Einzelne negative Einträge können dabei eine überproportionale Wirkung entfalten – insbesondere dann, wenn sie[...]
Frame for Business GmbH
Yasin Alsbey, Unsplash
Zur Fußball-WM 2026 planen viele Gastronomie-Betriebe Public Viewing, Aktionskarten und besondere Angebote. Ein neues DEHOGA-Merkblatt zeigt, worauf Betriebe bei Werbung, Dekoration und geschützten FIFA-Begriffen achten müssen.[...]
Yasin Alsbey, Unsplash
Hotel Zugspitze
Kann ein Traditionshotel durch Künstliche Intelligenz seine Identität stärken statt verlieren? Das Hotel Zugspitze zeigt, wie digitale Tools den Fachkräftemangel abfedern – indem sie Routinearbeit übernehmen und den Mitarbeitenden Raum für das geben, was Maschinen[...]
Hotel Zugspitze
Klaus Nielsen, Pexels
Die aktuellen Menücharts von apetito zeigen, welche Gerichte in Kitas, Schulen, Betriebsrestaurants und Senioreneinrichtungen besonders gefragt sind. Während bekannte Klassiker beliebt bleiben, gewinnen vegetarische Angebote weiter an Bedeutung.[...]
Klaus Nielsen, Pexels
Bridor
Die Pinsa gewinnt in Gastronomie, Hotellerie und Bäckereien an Bedeutung. Ein neues Whitepaper von Bridor zeigt, warum das italienische Gebäck mehr ist als eine Pizza-Alternative und wie Betriebe es vielseitig einsetzen können.[...]
Bridor
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.