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Mit Multi-Channel-Marketing mehr Kunden gewinnen

Die digitale Revolution krempelt das Gastronomiegewerbe und die Foodbranche um: 85 Prozent der örtlichen Unternehmen – inklusive Restaurants – werden mittlerweile durch eine Online-Recherche gefunden. Die Zeiten, in denen man sich allein auf die Qualität des Angebots und Word-of-Mouth-Marketing verlassen konnte, sind lange vorbei. Digitales Restaurantmarketing ist heute mindestens genauso wichtig wie das kulinarische Angebot, der Kundenservice und das Ambiente.

a-image - iStockphoto.com

Heutzutage kann das kulinarische Angebot noch so gut sein – wenn keiner davon erfährt, nützt es nichts. Digitale Bewertungsportale wie Tripadvisor sind zum maßgeblichen Entscheidungsträger für das Image und den Erfolg eines Restaurants mutiert. Und Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook oder Pinterest haben durch ihre Bildgewalt einen regelrechten Foodhype in der Gesellschaft entstehen lassen.

Somit ist Multichannel-Marketing für Gastronomen inzwischen ein wichtiges Mittel, um vermehrt auf den (Bild-)Schirm der potenziellen Gäste zu rücken. Weitere innovative Technologielösungen übernehmen obendrein das Reservierungsmanagement und schaufeln Restaurantbetreibern und -mitarbeitern mehr Zeit frei, um sich um Kunden im Gastraum zu kümmern.

Von Followern zu Buchungen?

Instagram und Facebook sind die Königsdisziplin im Restaurantmarketing. Schließlich isst das Auge ja bekanntlich mit; kommt das Essen am Tisch an, kategorisieren hungrige Gäste nicht selten anhand vom Adjektiv „instagrammable“, ob das Essen appetitlich aussieht – oder eben nicht. 

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Lange schien Facebook mit seinen vielfältigen Werbemöglichkeiten und seiner sehr großen Reichweite wie der geeignetere Social-Media-Kanal. Die sehr visuelle Plattform Instagram bietet hingegen auf den ersten Blick nicht viele Optionen: Bilder, Videos, wenig Text und beschränkte Möglichkeiten, den Link in eine Unternehmens-Homepage zu integrieren. Doch gerade in der Gastronomie stehen Bilder für Überzeugungskraft. Sie drücken und lösen Emotionen aus, rücken das Gericht in den Mittelpunkt, lassen Restaurants und Shops nahbar wirken. Wie gesagt: Das Auge isst mit.

So hat sich die Plattform in den letzten Jahren zu einem entscheidenden Tool für das Marketing entwickelt. Auf Instagram findet man unter dem Hashtag „Foodporn“ über 196 Millionen Posts. Warum also nicht den Kunden dort abholen, wo er sich digital aufhält? Denn die Beliebtheit eines Posts allein führt nicht direkt zu einem Besuch des Restaurants. 

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Multi-Channeling: Die Mischung macht’s

Zwar hat sich Social-Media als praktisches Tool für das Restaurantmarketing bewiesen, doch wer auswärts essen möchte und ein geeignetes Lokal sucht, sucht vermutlich nicht auf Instagram oder Facebook nach einem passenden Angebot. Social-Media-Marketing verfolgt eher den Ansatz, erstmal Appetit auf ein bestimmtes Angebot zu erzeugen. Wer nun aber Appetit auf zum Beispiel Italienisch in der Stadt XY hat, recherchiert über die Suchmaschine Google. Hier empfiehlt es sich für Restaurants, einen geeigneten Mix aus sogenannten SEO-Tools zu finden, um von potenziell interessierten Kunden gefunden zu werden und oben in der Suche zu erscheinen. Die Kombination aus Social-Media-Marketing und weiteren Such- und Onlineportalen ist die Essenz des Multichannel-Marketings.

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DigitalisierungDigitales MarketingDigitalisierungMarketing

Multichannel-Marketing oder -Retail beschreibt einen strategischen Ansatz, potenzielle Konsumenten auf verschiedenen Kanälen erreichen zu können – und erreicht den Kunden direkt dort, wo er sich digital aufhält: auf Webportalen, Social-Media-Kanälen wie eben Instagram, Facebook und Pinterest oder auch auf der Online-Suchmaschine Google. Über Tischreservierungs-Anwendungen wie etwa Quandoo, können Gäste ihre Tische im Restaurant auch über die Social-Media-Kanäle Facebook sowie Instagram und nicht mehr nur über die eigene Website oder App reservieren. Restaurants brauchen lediglich einen Business-Account, um Tischreservierungen auf Instagram anzubieten und den Reservierungs-Button von Quandoo zu integrieren. Interessierte Nutzer können so ohne Umwege mit einem einzigen Klick auf „Reservieren“ eine Tischbuchung durchführen. 

Ist das Restaurant bei Google in der Suche erschienen, können Kunden durch die direkte Integration von Reservierungsplattformen auf den entsprechenden Plattformen einfach und effizient reservieren, ohne weitere Klicks auf externe Homepages. Dies steigert vor allem die Zugänglichkeit für Touristen erheblich – nicht nur dadurch, dass die Sprachbarriere am Telefon beim Reservierungsprozess via Google überwunden wird. Restaurants können mit dem Multichannel-Ansatz maßgeblich ihre Online-Präsenz ausbauen und Bestandskunden, aber auch potenzielle neue Kundengruppen, ansprechen. 

Service: Zeit für das Hier und Jetzt

Der aus den Neunzigern stammende Begriff „Servicewüste Deutschland“ hallt auch dreißig Jahre später immer noch nach, dabei war Service noch nie so wichtig wie heute. Restaurantgäste haben durch Onlinebewertungsportale wie Tripadvisor oder Yelp maßgeblichen Einfluss über den weiteren Werdegang von Restaurants, und das weit über den eigenen Bekanntenkreis hinaus. Ein schlechtes Serviceerlebnis, wie zum Beispiel eine lange Wartezeit, führt oft zu einer schlechten Bewertung. Tischreservierungsportale befreien die Gastronomie vom zeitfressenden Table-Booking-Management. Es bleiben also neben dem Marketingaspekt auch mehr Zeit und Kapazitäten für den tatsächlichen Service vor Ort übrig. 

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Die Reservierungsplattform Quandoo hat sich neben dem Multichannel-Ansatz auch mit der Einsetzung von Künstlicher Intelligenz und IVR (Interactive Voice Response/Stimmerkennung) als Pionier behauptet, wodurch Kunden nun auch per Telefon rund um die Uhr einen Tisch reibungslos reservieren können. Das Unternehmen hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, das Auswärts-Essen schon bald vom Tischreservierungsprozess, übers Bestellen bis hin zum Check-out (Bezahlen), zu begleiten. 

Der Handel und auch die Gastronomie werden zunehmend von digitalen Tools unterstützt und das Internet ist aus diesem Vorgang nicht mehr wegzudenken. Einkäufe und andere Planungsprozesse werden bereits wie selbstverständlich digital durchgeführt. Jetzt können durch die Vernetzung aller möglichen Kommunikationskanäle alle Gastronomen von der Digitalisierung profitieren. Man kann nur gespannt sein, inwiefern digitale Innovationen die Restaurantlandschaft weiterhin umkrempeln werden. Die Mehrheit der deutschen Restaurants verhält sich allerdings noch zögerlich und abwartend. 

Der Multichannel-Marketing-Ansatz bietet zahlreiche Chancen für Restaurants. Der Gastronomiebetrieb erreicht dadurch zuverlässig die richtige Zielgruppe und kann dem Endkonsumenten eine direkte und effiziente Tischreservierungsoption bieten. Dies sollte man als Restaurantbetreiber unbedingt nutzen.

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