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mrp hotels analysiert aktuelle Tourismuszahlen

mrp hotels analysiert die aktuellen Tourismuszahlen des Sommers und wagt einen Ausblick auf die kommende Saison.

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Urlauber hatten es im Sommer 2021 schwer: Zimmer waren in den Ferienregionen Deutschlands oder Österreichs schnell ausgebucht, Strände am Meer oder an den Seen gut besucht.

Martin Schaffer, Geschäftsführer und Partner mrp hotels: „Die Resort- und Ferienhotellerie befand sich in diesem Sommer fast wieder auf dem Niveau von 2019 – und dieses gilt als eines der besten Jahre überhaupt und somit als Benchmark.“ Im August lag die Anzahl der Übernachtungen in Deutschland nach Angaben von Destatis mit 56,1 Mio. zwar noch 3,1 % unter dem Niveau von August 2019, gleichzeitig aber über 13 % höher als im Vorjahr. Werden ausschließlich inländische Gäste im August betrachtet, notierten die Beherbergungsbetriebe sogar ein höheres Niveau als im Vorkrisenjahr 2019.

Die Gründe für das positive Ergebnis sieht der Tourismus- und Hotelexperte auf mehreren Ebenen: „Gerade deutsche Gäste haben neben Gästen aus dem benachbarten Ausland für den Anstieg gesorgt. Aufgrund immer noch bestehender Restriktionen wurden von vielen Urlaubern inländische Ziele oder Ziele im nahgelegenen Ausland, weiter entfernten Auslandsdestinationen noch vorgezogen.“ Reisedaten lassen dies erkennen: Ein Großteil der Fahrten erfolgte mit dem eigenen Auto, Bahn oder Bus. Flugreisen – besonders interkontinental – waren die Ausnahme.

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Städtetourismus kann noch nicht wieder profitieren

Als bestenfalls „durchwachsen“ kann die Sommerbilanz 2021 des Gastgewerbes großer Metropolen im deutschsprachigen Raum gelten: Wien, Berlin, Hamburg und Frankfurt – um nur einige zu nennen – befinden sich weiterhin im Krisenmodus. „Internationale Gäste, Messen, Kongresse und Events fehlten oder waren 2021 bis zum Sommer auf ein Minimum reduziert. Das hat sich massiv in den Nächtigungszahlen niedergeschlagen, die über den Sommer hinweg im Schnitt noch immer rund 50 % unter dem Jahr 2019 lagen und nur leicht über dem Jahr 2020 ”, analysiert Martin Schaffer. Diese unerfreuliche Lage für die Stadthotellerie wird sich auch weiterhin kaum entspannen – Betreiber und Tourismusexperten sehen gleichermaßen dem laufenden Quartal und dem 1. Quartal 2022 mit großer Sorge entgegen.

Doch es gibt Ausnahmen: Städte mit einem hohen Freizeit- und Kulturangebot, wie beispielsweise in Österreich Salzburg oder Innsbruck, lagen sowohl in der Auslastung, der durchschnittlichen Tagesrate (Average Daily Rate, ADR) und dem Umsatz pro verfügbarem Zimmer (Revenue Per Available Room, RevPAR) nicht nur über Wien, sondern auch deutlich über dem Schnitt des Jahres 2020.

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Goldener Herbst hilft deutschen Tourismusregionen

Den positiven Trend des Sommers werden vor allem die touristischen Regionen Deutschlands auch in der Herbst- und Wintersaison tragen, sind sich Experten einig. Für Oktober erwartet beispielsweise der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern nach einer Umfrage eine vor allem herbstferienbedingte Auslastung von bis zu 60 Prozent. Auch der saisonale Rückgang der Auslastungsraten bis zum Jahresende werde den positiven Trend des gesamten zweiten Halbjahres nicht schmälern. Mit 26 bzw. 30 % würden auch im November und Dezember Auslastungswerte erwartet, die die jeweiligen mona tlichen Raten in den Jahren 2019 und 2020 übertreffen werden. In erster Linie sei der weiter positive Trend auf den Individualtourismus zurückzuführen.

Martin Schaffer: „Der Inlandstourismus hat durch die Corona-Pandemie einen deutlichen Schub erhalten. Wir sehen, dass insbesondere die Ostsee-Region boomt und große Hotelkomplexe geplant werden, mit deutlich mehr Zimmern als dies beispielsweise in anderen touristischen Regionen wie Bayern oder Schwarzwald üblich ist.“

Positive Winter-Prognosen auch für die österreichische Ferienhotellerie

„Auch wenn die Lage – man betrachte nur die täglichen Nachrichten – von einem Auf und Ab geprägt ist, so sind aktuell die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wintersaison in Österreich erfüllt“, gibt sich Martin Schaffer optimistisch. Einer der wesentlichen Gründe liegt in der unkomplizierten Einreise für wichtige Herkunftsmärkte (wie z.B. Deutschland, 32 % der Nächtigungen 2018/2019 in Westösterreich) durch vergleichsweise niedrige Neuinfektionszahlen und hohe Impfraten. Nicht unwesentlich dabei ist für die Gäste – wie auch schon im Sommer – die gute, individuelle Erreichbarkeit (3-4 Stunden) der jeweiligen Wintersportregion. „Deutlich besser als im Vorjahr ist auch die Kommunikation der notwendigen Schutzmaßnahmen gelaufen. Das schafft eine hohe Planungssicherheit für die Reisenden ohne die Aussicht auf einen weiteren Lockdown“, ergänzt Martin Schaffer.

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