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Spannende Einblicke dank Transparenzbericht von TripAdvisor

Gefälschte Bewertungen stellen auf vielen Online-Plattformen ein immer ernstzunehmenderes Problem dar. Der Münchner Reisespezialist TripAdvisor hat sich nun dieser brisanten Thematik angenommen und gibt in seinem Transparenzbericht erstmals konkreten Einblick in Details der internen Moderationsprozesse, sowie statistischer Daten bezüglich der Fälschungsversuche im Jahr 2018.

PhotoMIX-Company, pixabay

Arbeitsweise von TripAdvisor

Aus dem Bericht geht hervor, dass im letzten Kalenderjahr von den insgesamt 66 Millionen eingereichten Bewertungen auf TripAdvisor jede einzelne mit modernster Analysetechnik geprüft werde. Zusätzlich würden weitere 2,7 Mio. Bewertungen von einem Moderationsteam untersucht. Die Anzahl der auffälligen und damit vom Prüfsystem oder Moderatorenteam abgelehnten oder gelöschten Bewertungen beläuft sich auf rund 4,7 Prozent, was rund 3,1 Mio. Berichten entspricht. Laut TripAdvisor handelt es sich bei diesen Fällen vorwiegend um Verstöße gegen die Richtlinien bis hin zu konkretem Bewertungsbetrug.
Bezüglich der vorsätzlichen Fälschungen halten sich die Zahlen in einem überschaubaren Rahmen: nur etwa 2,1 Prozent aller eingereichten Bewertungen wurden als gefälscht identifiziert, wobei bereits 73 Prozent (1 Mio.) dieser mutmaßlichen Fakes schon vor der Veröffentlichung abgefangen wurden.

Konsequentes Downgrading als Strafe

Geht es um Strafmaßnahmen für ertappte Unternehmen, die gefälschte Bewertungen eingereicht haben, zeigte sich TripAdvisor konsequent: etwa 35.000 dieser Firmen wurden mit einem Downgrade im Ranking der Reiseplattform abgestraft. Auf diese Weise verliere der Betrieb dann temporär seine eigentliche Rankingposition auf der Beliebtheitsskala.

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Vorbeugen gegen Fake-Anbieter

Ebenfalls aktiv wird TripAdvisor, um bereits im Vorfeld kommerziell betriebenem Bewertungsbetrug einen Riegel vorzuschieben. Das Geschäft mit Fake-Bewertungs-Angeboten von Einzelpersonen oder auch Firmen hat sich offensichtlich mittlerweile zu einem profitablen Geschäftsfeld einer fragwürdigen Branche gemausert.
Die Erfolgszahlen beim Aufspüren und Stoppen professioneller Fake-Anbieter beliefen sich laut eigener Initiativen von TripAdvisor im Jahre 2015 auf mehr als 75 Websites. Folgen dieser Ermittlungstätigkeiten waren unter anderem auch eine Festnahme mit anschließender Haft für eine Einzelperson aus dem italienischen Lecce.

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Abschrecken durch weitere Einblicke

Als weiterführende und womöglich auch abschreckende Maßnahme kündigte TripAdvisor bereits an, in seinem sogenannten „Insights-Blog” künftig weiterhin über aktuelle Ergebnisse der Betrugsermittlungen zu informieren sowie Informationen zu aktuellen Moderationsprozessen bereitzustellen.

Themen in diesem Artikel
MarketingManagementSocial Media

Bewertungen besitzen für die meisten Tourismusunternehmen einen eklatant hohen Stellenwert und spielen eine klare Schlüsselrolle bei der Buchungsentscheidung von Gästen. Der Hotelverband (IHA) zeigte sich demnach erfreut über die umfangreichen Aktivitäten des Münchner Reiseportals, um potenziellen Betrügern und gefälschten Berichten das Handwerk zu legen. Beim TripAdvisor Transparenz-Bericht handelte es sich daher auch um ein Projekt, für das sich der IHA nach Kräften stark gemacht hatte. „(…) Dies ist ein wichtiger Schritt für die Branche und wir hoffen, dass andere Bewertungsplattformen dem Beispiel von Tripadvisor folgen werden“, gab IHA-Hauptgeschäftsführer Markus Luthe zu Protokoll.

Von Seiten TripAdvisors wünscht man sich ebenfalls, andere Mitbewerber zu neuen Initiativen im Kampf gegen organisierten Bewertungsbetrug inspiriert zu haben. Senior Director of Trust and Security, Becky Foley, erhofft sich langfristiges Ziehen an einem Strang, wenn es darum geht, portalübergreifende Erfolge sicherzustellen: „Solange andere Bewertungsplattformen keine starken Maßnahmen ergreifen, werden Betrüger weiterhin kleine Unternehmen ausbeuten und erpressen. Es ist an der Zeit, dass andere Plattformen wie Google und Facebook Initiative ergreifen und uns darin unterstützen dieses Problem anzugehen.“

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