Start-ups

Start-ups und das Streben nach einer Listung

Neue, überzeugende Produkte nehmen Gastronomen und Hoteliers gerne in ihr Sortiment auf. Doch wann hat ein Produkt tatsächlich Potenzial? Wie kommt es zu einer Listung im Handel? Und wie wird es in der Branche verfügbar?

© Petra Fiedler

Am kleinen Messestand eines jungen Unternehmens findet der Gastronom, auf der Suche nach innovativen Umsatzmöglichkeiten für sein Geschäft, Produkte, die ihn sofort begeistern. Sodann möchte er sie regelmäßig bestellen. Schon hier zeigt sich oftmals eine erste Schwierigkeit, wenn die Produkte nur umständlich über den kleinen Shop erhältlich und nicht direkt über den Großhandel lieferbar sind. Und das ist nicht die einzige Hürde, die genommen werden muss, bevor das Produkt am Gästetisch Erfolg haben kann. Erfüllt es tatsächlich  die Anforderungen des Gastronomen? Kann es auf lange Sicht bestehen? Ist die Idee hinter dem Produkt stimmig? Oder hat es doch zu großen Erklärungsbedarf und ist unvereinbar mit aktuellen und zukunftsfähigen, gastronomischen Konzepten?

Ideen mit dem Potenzial für mehr

Frischer Wind tut der Branche immer gut! Neue Produkte stehen für Fortschritt, die stete Weiterentwicklung des Konzeptes Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung und für die Überwindung branchenspezifischer Problematiken. Man denke an Personalmangel, Zeitdruck und Ressourcenverschwendung. Doch nicht alles, was auf den ersten Blick den aktuellen Trends der Food- und Beverage-Szene entspricht, kann langfristig in der Branche bestehen und sich am Gästetisch mit echter Markenbekanntheit etablieren. Erfolg haben nur die Ideen solcher Start-ups, die weiter gedacht haben, die ihr Ohr am Puls der Branche haben und ein echtes Bedürfnis abdecken können. Folgende Schlüsselfaktoren lassen erahnen, ob sich ein neues Produkt durchsetzen kann und eine Listung realistisch ist: Glaubhaftigkeit, Nachhaltigkeit und Massentauglichkeit.

Ideen machen zunächst nur dann Sinn für den Einsatz in der Gastronomie, wenn sie der großen Mehrheit gefallen, wenn sie also den allgemeinen Geschmack treffen. Natürlich sorgen auch exotische Produkte für die willkommene Abwechslung beispielsweise in der Szenebar. Aber Produkte, die nur eine kleine Nische bedienen, haben es schwer, die nötige Reichweite zu gewinnen. Der nächste große Faktor betrifft ein breites Feld, das sich Nachhaltigkeit nennt. Nachhaltigkeit einmal im Sinne von Langlebigkeit. Denn es darf nicht schon nach wenigen Monaten wieder „aus der Mode“ sein, sondern muss an grundsätzliche Bedürfnisse angepasst werden.

Fehlt die dauerhafte Nachfrage und bekommt der Gastronom das Produkt nicht mehr regelmäßig geliefert, so werden einzelne Gäste enttäuscht. Ein Risiko, das schlecht für das Geschäft ist und kein Gastronom eingehen möchte. Nachhaltigkeit muss aber auch zunehmend im Sinne von Frische, Regionalität und sozialem und ökologischem Engagement gedacht und umgesetzt werden. Transparente Produktionsketten, wenig Umverpackung und gute Arbeitsbedingungen bei der Produktion sind die Basis für ein Produkt, das überzeugt und am Ende dem Gast ein gutes Gefühl vermittelt.

Außerdem muss das Produkt die richtige Antwort für den Gastronomen sein, der einen stressigen, eng getakteten Arbeitsalltag zu bewältigen hat. Bekommt das Produkt im Betrieb zwar große Aufmerksamkeit, sorgt aber zugleich für Verwunderung und viele offene Fragen, so stellt sich für die Servicekräfte eine zeitraubende Erklärungsnot ein. Neue Produkte müssen also einfach zu verstehen sein. Schon ein Blick auf das Logo muss im besten Fall genügen, um beim Gast ohne Erklärungs- und Überzeugungskraft das Verlangen zu wecken. Ein weiterer Faktor, der für die Gastronomie und Hotellerie immens wichtig ist: Flexibilität. Start-ups sollten neue Ideen haben, aber nicht zu spezielle. Denn letztlich müssen die Produkte im Betrieb funktionieren, kreativ verarbeitet und flexibel eingesetzt werden können. So steckt hinter einer vermeintlich einfachen Idee vieles mehr. Das Produkt ist die Summe vieler Faktoren, die der zukunftsorientierten Branche ein Bedürfnis sind.

Listung im Handel: Ein schwerer, aber wichtiger Schritt

Für ein einzelnes Produkt selbst zum Einkaufsmarkt fahren oder eine gesonderte Lieferung anfordern und während des Betriebs entgegennehmen? Kaum eine Option für die meisten Einkäufer aus Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung! Die einfache, nationale Verfügbarkeit im Handel, wie bei dem Speziallieferanten Transgourmet, ist daher für Start-ups, die ihr Produkt flächendeckend in die Branche bringen möchten, unumgänglich. Eine Listung schafft die Brücke zwischen dem Produkt und der Branche und kann zudem Erfolge multiplizieren, wie kaum eine andere Werbeform.

Denn für die nötige Bekanntheit des Produkts reichen Flyer und der eigene Instagram-Account selten aus. Der Handel hingegen erzeugt eine Reichweite, die die Branchenexperten direkt anspricht und Zeichen für Qualität und Professionalität der Produkte ist. Sicher keinen leichten, aber dennoch einen lohnenswerten Weg haben also Start-ups hinter sich, die sich über eine Listung freuen können. Lohnenswert für alle Beteiligten: die jungen Unternehmer, die Gastgeber aus Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung, die Gäste sowie für die erfolgreiche Entwicklung der Branche selbst. 

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