Suche

Transgourmet führt neue Bio-Eigenmarke für Außer-Haus-Markt ein

Transgourmet Deutschland führt zum April 2021 mit “Natura” die erste internationale Bio-Marke für den Außer-Haus-Markt ein. Damit ist Transgourmet laut eigener Aussage der derzeit einzige Lebensmittelgroßhändler mit einer eigenen Bio-Marke und sieht das als starkes Signal für die Branche und den gesamten Markt. Denn als Absatzkanal sei die Gemeinschaftsverpflegung ein wichtiger Hebel für den weiteren Ausbau des Ökolandbaus, der ganz oben auf der politischen Agenda stehe.

Santje09 | iStockphotoSantje09 | iStockphoto

Als einer der größten Full-Service-Spezialisten für Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung führt Transgourmet Deutschland zum April 2021 die erste internationale Bio-Marke für den Außer-Haus-Markt ein: Natura. Damit ist Transgourmet der derzeit einzige Lebensmittelgroßhändler mit einer eigenen Bio-Marke – ein starkes Signal für die Branche und den gesamten Markt. Denn als Absatzkanal ist die Gemeinschaftsverpflegung ein wichtiger Hebel für den weiteren Ausbau des Ökolandbaus, der ganz oben auf der politischen Agenda steht.

„Mit der neuen Bio-Marke Natura geben wir dem Thema Bio einen festen Platz im Handel und bieten unseren Kundinnen und Kunden ein zertifiziertes Bio-Sortiment, um ihre Ziele im Rahmen des Green Deals zu erreichen“, sagt Manfred Hofer, Geschäftsführung Transgourmet Central and Eastern Europe, und nennt damit einen wesentlichen Grund für den Startschuss von Natura. Tatsächlich könnte es die Branche revolutionieren – besonders, wenn man die Entwicklung des Bio-Markts und die aktuellen politischen Vorgaben betrachtet. Bisher wird der Löwenanteil des Absatzes an Bio-Produkten noch im Lebensmitteleinzelhandel erzielt, das Potenzial im Außer-Haus-Markt ist entsprechend groß. Politische Initiativen zielen auf mehr Bio-Anteile in der Gemeinschaftsverpflegung ab – Transgourmet hat schon jetzt eine überzeugende Antwort auf die steigende Nachfrage. Zu den Kernelementen des neuen Natura Bio-Sortiments gehört neben einer kontrollierten Bio- Qualität, einer gesicherten Verfügbarkeit und einer fairen, nachvollziehbaren Preisgestaltung vor allem auch die Unterstützung von Betrieben bei der Bio-Zertifizierung.

Für mehr Bio-Bewusstsein und das Ende der Mythen

Generell befindet sich der Bio-Markt im Umbruch. Einerseits ist das Thema längst im Mainstream angekommen, wie das kontinuierliche Marktwachstum – 2020 lag das Volumen bei 14,99 Mrd. Euro1 – und die rasant steigende Verfügbarkeit von Bio-Produkten im Lebensmitteleinzelhandel beweisen. Andererseits sind Bio-Lebensmittel im Außer-Haus-Markt nach wie vor unterrepräsentiert. Zu teuer, zu aufwendig zu beschaffen, zu kompliziert die Bio-Zertifizierung – das sind nur drei Aspekte, die Küchen bis heute als Argument gegen den Einkauf und den Einsatz von Bio-Lebensmitteln nennen. Dem stehen die politischen Forderungen nach einem Ausbau der ökologischen Landwirtschaft entgegen. Die EU will die Anbaufläche für den Ökolandbau bis 2030 von derzeit acht auf 25 Prozent ausweiten. Und die Bundesregierung strebt an, den Anteil von Bio-Erzeugnissen in öffentlichen Einrichtungen von aktuell einem auf mehr als 20 Prozent zu steigern. Parallel haben Bundesländer, Regionen und Städte eigene Pläne aufgelegt. Vor diesem Hintergrund kommt das Bio-Sortiment von Natura für die Gemeinschaftsverpflegung und die Gastronomie genau zum richtigen Zeitpunkt. „Viele Küchenchefinnen und -chefs stehen vor der Herausforderung, konkrete Bio-Ziele in den nächsten Jahren zu erfüllen und brauchen dafür die richtigen Produkte“, bringt Hofer es auf den Punkt und sieht mit Natura eine große Chance, die Transformation maßgeblich mitzugestalten.

Partner aus dem HORECA Scout

Nachfrage sucht Angebot – und umgekehrt

Die Bio-Eigenmarke Natura, die bereits im April mit einem umfassenden Sortiment von 120 Artikeln an den Start geht und bis Jahresende mehr als 200 Artikel anbieten will, richtet sich an Küchenprofis, die sich aus unterschiedlichsten Gründen auf ein gesichertes Bio-Vollsortiment verlassen wollen und müssen. Mit ihren drei Kerneigenschaften BioLogisch – BioSicher – BioGünstig trumpft Natura mit überzeugenden Argumenten: Das Bio-Vollsortiment orientiert sich an den Kundenbedürfnissen und bietet Bio- und EU-Ökosiegel zertifizierte Produkte zu bezahlbaren, marktgerechten Preisen. Das Sortiment reicht von Teigwaren, Reis und Beilagen über Obst und Gemüse, Molkereierzeugnisse und Fleischwaren bis hin zu Konserven, Getränken und Süßungsmitteln. Damit deckt es die gesamte Bandbreite der Lebensmittelversorgung ab. „Die Garantie der Warenverfügbarkeit, die Darstellung einer sicheren Lieferkette und ein breites Sortiment sind für uns die Grundvoraussetzungen“, so Hofer weiter. „Gleichzeitig geht es darum, Hemmnisse abzuschaffen, um Bio schnell in den Markt zu tragen.“ Gelingen soll dies mit einem umfassenden Schulungs- und Seminarangebot rund um biologische Erzeugnisse, Rezepturen, Kalkulationen und Begleitung auf dem Weg zur Bio- Zertifizierung der Betriebe.

Lesen Sie auch
Gästebad
WildLand – der Reiz des Unperfekten

Klare Markenpositionierung als Bio-Großhändler

Innerhalb des Eigenmarkenportfolios und der Markenstrategie von Transgourmet nimmt Natura einen eigenständigen Rang ein, der sich klar vom handwerklich-regional geprägten Charakter der Eigenmarke Transgourmet Ursprung abgrenzt. Während Transgourmet Ursprung – hierzulande bereits 2015 mit großem Erfolg eingeführt – nachhaltige, regionsbezogene Produkte verbunden mit authentischen Produktgeschichten für die Speisekarte bietet, liefert Natura eine gesicherte, verfügbare und bezahlbare Bio-Qualität für jede Küche. Natura kommt überall dort zum Einsatz, wo Bio-Qualität ein Must-have darstellt, während die Marke Ursprung weiterhin den Wunsch nach authentischem Storytelling bedient. Einmal mehr zeigt sich, dass das Thema Bio keineswegs neu im Unternehmen ist. Hofer ergänzt: „Wir haben schon früh das große Marktpotenzial von Bio erkannt. Mit jetzt insgesamt fünf Eigenmarken für Profiköchinnen und -köche haben wir uns bereits eine große Expertise aufgebaut. Mit unserer neuen Bio-Eigenmarke bauen wir dieses für uns strategische Geschäftsfeld aus und positionieren uns jetzt als führender Großhändler mit Bio-Kompetenz.“ Der Markenlaunch wird von einer großen Kommunikationsoffensive begleitet. Auf der hauseigenen Online-Messe essenz am 19. und 20. April 2021 finden neben Live-Tutorials und Expertengesprächen zum Thema Bio inspirierende Live-Koch-Events statt, die vor allem eins machen sollen: Lust auf eine grüne Zukunft.“

Themen in diesem Artikel
Bio

Zur Webseite 

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Warum Stornos bei der Kassennachschau zum Prüfungsrisiko werden

Die Kassennachschau kommt meist unangekündigt – und entscheidet sich selten an einem einzelnen Fehler, sondern an Mustern, Abläufen und Nachvollziehbarkeit. Gerade in der Gastronomie erleben wir immer wieder dieselben Schwachstellen: technisch oft korrekt, aber organisatorisch angreifbar. In unserer 10-teiligen Beitragsserie zeigen wir die 10 größten Fehler bei der Kassennachschau.

Stella He, Unsplash
Gastro, Recht und Gewerbe

Neue BGN-Themenseite „Küchenbetriebe“: Alles Wichtige zum Arbeitsschutz auf einen Blick

Die Küche zählt zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen im Gastgewerbe – doch die Anforderungen an Arbeitsschutz und Unfallprävention waren bislang über zahlreiche Dokumente verstreut. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe ändert das jetzt mit einer zentralen Anlaufstelle. Was Betriebe dort finden – und warum sich ein Lesezeichen lohnt.

Gastronovi
Finanzen und Controlling

Gastronomen verschenken bis zu 70.000 Euro jährlich

Viele Gastronomen nutzen bereits digitale Kassensysteme, Reservierungstools oder Warenwirtschaftslösungen. Doch ein Großteil der integrierten Funktionen bleibt oft ungenutzt. Hochgerechnet auf ein Jahr kann sich das ungenutzte Potenzial auf über 70.000 Euro pro Betrieb belaufen. Christian Jaentsch von Gastronovi hat die am häufigsten übersehenen Funktionen analysiert und gibt praxisnahe Tipps, wie Gastronomen ihre bestehende Infrastruktur besser ausschöpfen können.

Günther Dillingen, Pexels
Kostenmanagement

Parkraum als Umsatzbremse: Warum ungenutzte Stellplätze Betriebe direkt Geld kosten

Keine Parkplätze, keine Gäste? In deutschen Städten verschärft sich die Stellplatzsituation – und wird für Gastronomen und Hoteliers zum handfesten Umsatzproblem. Doch das eigentliche Dilemma liegt nicht im Mangel, sondern in der ineffizienten Nutzung. Während Dauerparker und Fremde Flächen blockieren, stehen Stellplätze außerhalb der Stoßzeiten leer. Wie lässt sich Parkraum so steuern, dass er die eigene Wertschöpfung unterstützt statt zu bremsen?

Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Branche und Trends

Erfolgreicher Einsatz gegen Lebensmittel-Abfälle

Die Augustinum Gastronomie hat ihr selbstgestecktes Ziel zur Reduzierung von Lebensmittel-Abfällen deutlich übertroffen. Statt der angestrebten 30 Prozent wurden bereits 36 Prozent erreicht – das entspricht einer jährlichen Einsparung von 228 Tonnen bundesweit. Das Unternehmen versorgt 23 Seniorenresidenzen sowie Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Bis 2030 soll die Reduktion auf 50 Prozent gesteigert werden.

Weitere Artikel zum Thema

TOTO
Historische Fachwerkbauten treffen auf moderne Badkultur: Wie ein Biohotel in der Lüneburger Heide mit dem Konzept der „Juckeligkeit" internationale Maßstäbe setzt – und warum japanische Sanitärtechnik dabei eine Schlüsselrolle spielt.[...]
TOTO
Aniketh Kanukurthi, Unsplash
Beim Gang durchs Supermarktregal fällt auf: Es gibt viel mehr Bio-Tee als noch vor einigen Jahren. Doch ist Bio-Tee wirklich besser als konventionell hergestellter Tee? Natalia Panne, Gründerin und Tee-Expertin des Teeversands tea-exclusive.de klärt auf.[...]
Aniketh Kanukurthi, Unsplash
Govinda Thaler
Gesunde Ernährung steht bei den Gästen hoch im Kurs. Frisch und nachhaltig sollte es auch noch sein und natürlich auch geschmacklich vom Feinsten. Wer hier auf Convenience setzt, spart Zeit und kann seine Gäste im[...]
Govinda Thaler
JillWellington | Pixabay
Dank zunehmendem Kundenbewusstsein bieten Bio-Produkte im Foodservice-Bereich laut eines aktuellen Berichtes großes Potenzial für Umsatzsteigerung. Dies gilt auch für den Außer-Haus-Markt, für den sich Nachhaltigkeit als Wachstumstreiber entpuppt.[...]
JillWellington | Pixabay
Papstar
Zum zunehmenden Nachhaltigkeitsbewusstsein seitens der Konsumenten kommt ab Mitte 2021 das Verbot für einige Plastik-Einwegprodukte. Dazu zählen unter anderem Besteck, Teller, Trinkhalme und Rührstäbchen sowie Lebensmittel- und Getränkebehälter aus expandiertem Polystyrol. Der Hersteller Papstar hat[...]
Papstar
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.