Suche
Anzeige

Von der Reservierung bis zur Bewertung: QR-Codes als Alleskönner im Gastgewerbe

QR-Codes haben sich im Gastgewerbe als vielseitige Werkzeuge etabliert, die den gesamten Kundenprozess – von der Reservierung bis zur abschließenden Bewertung – optimieren. Sie bieten eine kontaktlose und damit hygienische Alternative zu traditionellen Methoden und verbessern gleichzeitig die Effizienz und das Gästeerlebnis erheblich. Doch wie genau lassen sich QR-Codes entlang der gesamten Customer Journey einsetzen? Und welche Vorteile bringen sie für Gastronomiebetriebe konkret mit sich?

Alba Lantigua, UnsplashAlba Lantigua, Unsplash

Wie erleichtern QR-Codes den Reservierungsprozess?

Durch die Integration von QR-Codes können Gäste schnell und unkompliziert Tische reservieren. Ein Scan des Codes in Werbematerialien bspw. führt direkt zum Online-Reservierungssystem, wodurch der Buchungsprozess beschleunigt und Fehler minimiert werden. Das erleichtert nicht nur den Gästen die Planung, sondern optimiert auch die Tischbelegung und reduziert No-Shows. 

Besonders in hoch frequentierten Betrieben, in denen Reservierungen einen großen Teil des Geschäfts ausmachen, sorgt die Nutzung von QR-Codes für eine erhebliche Entlastung des Personals. Statt telefonischer Anfragen können Gäste jederzeit eigenständig Verfügbarkeiten prüfen und einen Tisch buchen. In Kombination mit digitalen Wartelisten können so freie Plätze effizient vergeben und Leerzeiten verhindert werden. 

Partner aus dem HORECA Scout

Hotels profitieren genauso von der Digitalisierung in der Gastronomie: Ein QR-Code in der Bestätigungsmail erleichtert den Check-in-Prozess, indem er direkt zur Online-Anmeldung oder zum digitalen Schlüssel führt. Das spart Zeit und reduziert Warteschlangen an der Rezeption. 

Wie können QR-Codes bei der Menüpräsentation eingesetzt werden?

Statt gedruckter Speisekarten, die regelmäßig aktualisiert und ersetzt werden müssen, ermöglichen QR-Codes den direkten Zugriff auf digitale Menüs. Gäste scannen einfach den am Tisch oder Eingangsbereich platzierten Code und erhalten sofort Zugriff auf die aktuelle Speisekarte. 

Lesen Sie auch
Gastro, Recht und GewerbeRecht und ComplianceSteuernSoftware und Systeme
Kassenpflicht ab 100.000 Euro: Was auf Gastronomie und Hotellerie zukommen könnte

Dies erlaubt es Restaurants, Menüänderungen in Echtzeit vorzunehmen, ohne physische Karten neu drucken zu müssen. Zudem lassen sich detaillierte Informationen bereitstellen, und zwar zu …

  • … Gerichten, 
  • Allergenen und 
  • Nährwerten. 
Themen in diesem Artikel
DigitalisierungGästebewertungenMarketingQR-CodeSprachbarrieren

Ein weiterer Vorteil digitaler Speisekarten ist die Möglichkeit, multimediale Inhalte einzubinden. Hochauflösende Bilder oder sogar kurze Videos zu einzelnen Gerichten können das Gästeerlebnis bereichern und die Entscheidungsfindung vereinfachen. 

Interaktive Funktionen, wie das Filtern nach Ernährungsbedürfnissen oder Empfehlungen auf Basis vorheriger Bestellungen, machen digitale Menüs besonders attraktiv. In vielen Restaurants zeigt sich bereits, dass Gäste durch visuelle und interaktive Inhalte eine höhere Bereitschaft haben, Spezialitäten oder höherpreisige Gerichte zu bestellen. 

Menüs hinter QR-Codes ermöglichen eine Sprachenvielfalt, die in der gedruckten Version kaum möglich ist (©qr1.at).

Ist es möglich, per QR-Code zu bestellen und zu bezahlen?

QR-Codes im Restaurant erlauben eine kontaktlose Bestellung und Bezahlung. Gäste können …

Lesen Sie auch
Recht und ComplianceRechtsprechung und UrteileArbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung
Attest ab Tag 1, Telefon-AU vor dem Aus: Was auf Hoteliers und Gastronomen zukommt
  • … den QR-Code scannen,
  • im digitalen Menü ihre Speisen auswählen und
  • direkt über das Smartphone bestellen.

So wird der Service beschleunigt und das Personal entlastet. Besonders in Stoßzeiten sorgt diese Lösung für einen effizienteren Ablauf. Zudem kann die Bezahlung sicher und komfortabel über mobile Zahlungsmethoden abgewickelt werden.

Zusätzlich können Gäste ihre Bestellungen individuell anpassen, was die Zufriedenheit erhöht. Bedienfehler werden reduziert und Wartezeiten verringern sich erheblich. Gerade in Restaurants mit hohen Bestellaufkommen kann die kontaktlose Bestellung für eine optimierte Personalplanung sorgen, da weniger Servicekräfte benötigt werden. 

Wie werden QR-Codes in Marketing und Kundenbindung eingesetzt?

QR-Codes lassen sich gezielt für Marketingzwecke in der Gastronomie einsetzen, indem sie Gäste zu Social-Media-Profilen, Sonderangeboten oder Treueprogrammen weiterleiten. Nach dem Scannen des Codes können Gäste beispielsweise direkt einem Restaurant auf Instagram folgen oder an einer Rabattaktion teilnehmen. Dies fördert die Kundenbindung und liefert wertvolle Erkenntnisse über das Verhalten der Gäste. 

Durch Integration von Gamification-Elementen, wie digitale Stempelkarten oder exklusive Gewinnspiele, können Gastronomiebetriebe ihre Kunden noch stärker an sich binden. QR-Codes werden häufig auch für zielgerichtetes Marketing genutzt: Ein Code auf der Rechnung oder Speisekarte führt zur Anmeldung für den Newsletter mit exklusiven Angeboten. 

Mit auffällig platzierten QR-Codes kann die Follower-Zahl auf Social Media rasch wachsen (©qr1.at).

Erleichtern QR-Codes das Einholen von Gästebewertungen?

Online-Bewertungen sind für die kontinuierliche Verbesserung und den Ruf eines Betriebs essenziell. Durch QR-Codes kann der Zugang zu Bewertungsplattformen vereinfacht werden. Ein einfacher Scan des Codes auf der Rechnung oder am Ausgang leitet den Gast direkt zur Bewertungsseite. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Gäste ihre Erfahrungen teilen, was wiederum die Online-Sichtbarkeit des Betriebs erhöht. 

Ein zusätzlicher Vorteil: QR-Codes können so konfiguriert werden, dass sie personalisierte Bewertungen ermöglichen. Hat ein Gast beispielsweise eine Reservierung vorgenommen, kann ihm ein individualisierter Link zu einer Feedback-Seite bereitgestellt werden. Dadurch können Gastronomiebetriebe gezielt auf Lob und Kritik reagieren. 

Welche Sicherheitsaspekte sind bei der Nutzung von QR-Codes zu beachten?

Trotz der vielen Vorteile sollten Sicherheitsaspekte nicht vernachlässigt werden. Es ist wichtig zu kontrollieren, dass die QR-Codes sicher und nicht manipuliert wurden und nur zu vertrauenswürdigen Inhalten führen. Regelmäßige Überprüfungen, die Verwendung sicherer QR-Code-Plattformen und die Schulung des Personals im Umgang mit QR-Codes tragen zur Sicherheit bei. 

Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, sollten Gastronomiebetriebe zudem verschlüsselte Verbindungen nutzen und QR-Codes mit Authentifizierungsmechanismen versehen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Kundendaten nicht in falsche Hände geraten.

Können QR-Codes zu einer nachhaltigeren Gastronomie beitragen?

QR-Codes sparen Papier, da bspw. Menüs, Werbematerialien, Visitenkarten uvm. nicht gedruckt werden müssen (©qr1.at).

Der Einsatz von QR-Codes in der Gastronomie bringt nicht nur betriebswirtschaftliche Vorteile, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Durch digitale Speisekarten entfällt der regelmäßige Druck und Austausch physischer Menüs, was den Papierverbrauch erheblich reduziert. Dies ist besonders relevant, da viele Restaurants ihre Speisekarten saisonal und in vielen Fällen sogar wöchentlich anpassen. 

Darüber hinaus minimieren QR-Codes den Bedarf an Einwegmaterialien wie Papierbestellzettel oder gedruckte Rechnungen. Gäste können Rechnungen digital abrufen oder direkt über mobile Zahlungsmethoden bezahlen, wodurch der Papiermüll weiter verringert wird. Auch Flyer und andere Werbematerialien lassen sich durch digitalisierte Inhalte ersetzen, die über einen einfachen Scan zugänglich sind. 

Fazit: Sind QR-Codes die Zukunft im Gastgewerbe?

Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von QR-Codes machen sie zu einem wertvollen Werkzeug für Gastronomiebetriebe und Hotels. Von der Reservierung bis zur Bezahlung optimieren sie Abläufe, steigern die Effizienz und verbessern das Gästeerlebnis. Betriebe, die QR-Codes sinnvoll einsetzen, können nicht nur ihre internen Prozesse optimieren, sondern sich auch als moderne, digitale Anbieter positionieren. 

Pavel Danilyuk, Pexels
Gastro, Recht und Gewerbe

Kassenpflicht ab 100.000 Euro: Was auf Gastronomie und Hotellerie zukommen könnte

Der Papierbon soll fallen, die elektronische Kasse zur Pflicht werden, und wer künftig keinen Beleg bereitstellt, müsste erstmals ein Bußgeld zahlen. Der Entwurf aus dem Bundesministerium der Finanzen sieht die Kassenpflicht ab 2028 vor und legt die nächste Stufe unterhalb der 100.000-Euro-Grenze bereits an. Beschlossen ist noch nichts, doch die Richtung ist erkennbar.

Markus Winkler, Pexels
Gastro, Recht und Gewerbe

Der Strohhalm als Prüffall: Was die neuen PFAS-Grenzwerte für die Gastronomie bedeuten

Seit dem 12. August gelten in der EU erstmals Grenzwerte für PFAS in Lebensmittelverpackungen. Zwei Monate später folgt ein zweiter Stichtag, der Papier und Karton im Lebensmittelkontakt direkt trifft. Für Gastronomiebetriebe wird damit ein Cent-Artikel zum Compliance-Thema. Und ausgerechnet die Alternative, auf die nach dem Plastikverbot fast alle umgestiegen sind, ist die am häufigsten belastete.

Markus Höfemann
Branche und Trends

Gastfreundschaft 2035 – Zehn Thesen von Niels Battenfeld zur Zukunft der Privathotellerie

Wird die Hotellerie von morgen von Künstlicher Intelligenz bestimmt – oder von etwas ganz anderem? Niels Battenfeld, Gründer der Lieblingsplatz Hotels, setzt in zehn zugespitzten Thesen einen bewussten Kontrapunkt zur gängigen Transformationsdebatte. Seine Kernfrage zielt nicht auf Technologie, sondern auf das Gefühl, das bleibt: Wie sieht Gastfreundschaft im Jahr 2035 aus, wenn wirtschaftliche Effizienz und echte Begegnung zusammenspielen müssen?

Waldemar Brandt, Unsplash
Allgemeine Haustechnik

Gasträume kühlen ohne Umbau: Worauf es bei mobilen Klimageräten und Luftreinigern ankommt

Wenn eine fest installierte Klimaanlage nicht möglich ist, bleiben mobile Klimageräte und Luftreiniger die praktikable Lösung für Gasträume. Entscheidend sind drei Dinge: die richtige Kühlleistung für die Raumgröße, ein Gerät mit zwei Schläuchen statt einem und eine Aufstellung, die Gäste nicht durch Lärm oder Zugluft stört. Der Rest ist Betriebsführung.

Weitere Artikel zum Thema

Pavel Danilyuk, Pexels
Der Papierbon soll fallen, die elektronische Kasse zur Pflicht werden, und wer künftig keinen Beleg bereitstellt, müsste erstmals ein Bußgeld zahlen. Der Entwurf aus dem Bundesministerium der Finanzen sieht die Kassenpflicht ab 2028 vor und[...]
Pavel Danilyuk, Pexels
Markus Höfemann
Wird die Hotellerie von morgen von Künstlicher Intelligenz bestimmt – oder von etwas ganz anderem? Niels Battenfeld, Gründer der Lieblingsplatz Hotels, setzt in zehn zugespitzten Thesen einen bewussten Kontrapunkt zur gängigen Transformationsdebatte. Seine Kernfrage zielt[...]
Markus Höfemann
Emiliano Vittoriosi, Unsplash
Speisekartentexte aus ChatGPT, Hotelfotos aus Midjourney, Social-Media-Posts auf Knopfdruck: KI gehört im Gastgewerbe längst zum Alltag. Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 des EU AI Acts. Die gute Nachricht vorweg:[...]
Emiliano Vittoriosi, Unsplash
TheFork
Reservierung, Tischplanung, Gästekommunikation und Zahlung laufen in vielen Restaurants längst digital – aber oft noch nebeneinander. Gastautor Carlo Carollo von TheFork erklärt, warum der nächste Schritt nicht noch mehr einzelne Tools sind, sondern besser vernetzte[...]
TheFork
DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH, Campaign Creators, Unsplash
Seit 1996 bieten die offiziellen Hotelsterne Gästen Orientierung und Hotels eine einheitliche Grundlage für die Positionierung. Zum 30-jährigen Bestehen richtet die Deutsche Hotelklassifizierung den Blick nach vorn: Die Sterne sollen künftig auch von KI-gestützten Such-[...]
DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH, Campaign Creators, Unsplash
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.