Suche

Mehrweg spülen statt Einweg verschwenden

Mehrweglösungen werden nicht zuletzt durch das 2023 in Kraft tretende Gesetz zur Mehrwegpflicht immer beliebter. Doch der Reinigungsprozess stellt Gastronomen mitunter vor Herausforderungen – weniger beim Spülen als viel mehr bei der Trocknung des Spülgutes. Der Hersteller Meiko hat deshalb vor allem Entwicklungen für ein besseres Trockenresultat vorangetrieben.

MeikoMeiko

„Die größte Gefahr für unseren Planeten ist der Glaube, dass schon jemand anderes ihn rettet.“ Das Zitat stammt von dem britischen Polarforscher und Umweltschützer Robert Swan. Dr. Dipl.-Ing. Thomas Peukert, CEO des deutschen Spültechnikspezialisten Meiko, fasst Roberts Swans Worte auf seine Art zusammen: „Die größte Chance für unseren Planeten ist die Möglichkeit, dass jeder von uns SOFORT mit irgendetwas beginnt, was auf das Nachhaltigkeits-Konto einzahlt“.

Für Thomas Peukert besitzt das europäische Verbot von Einweggeschirr wie Teller, Besteck und To-Go-Becher aus Plastik einen riesigen Hebel und ist deshalb ein guter Grund, genau da anzusetzen: „In den vergangenen 70 Jahren wurden mehr als 8,3 Milliarden Tonnen Plastik weltweit produziert. Das entspricht mehr als einer Tonne pro Mensch. Dabei machen den größten Teil Einwegprodukte und Verpackungen aus. Wir haben uns bei Meiko diese Zahlen angesehen – dann kann man gar nicht anders, als diejenigen zu unterstützen, die Mehrweglösungen vorantreiben.“

Die Reinigung von Mehrweggeschirr außerhalb der Gastro-Welt wie es häufig im „Take-away“ genutzt wird, ist eine Herausforderung. Dazu Björn Geromiller, Leiter Key Account Management Caterer, Kliniken, Industrie und Altenpflegeheimen bei Meiko: „Es ist nicht der Spülprozess, sondern der Trocknungsprozess des Spülguts, der uns fordert. Er ist gleichzeitig die wichtigste Pflicht, damit die sich anschließende Logistik das Spülergebnis nicht wieder ruiniert“, erklärt Geromiller. Mehrweggeschirr aus hochwertigem Kunststoff speichert während des Spülens die Wärme schlechter als Porzellan oder Glas und trocknet deshalb sehr langsam. Sind Becher oder Mehrweg-Bowls feucht beim Aufeinanderstapeln, leidet die Hygiene massiv.

Partner aus dem HORECA Scout

In den vergangenen Jahren hat Meiko deshalb vor allem Entwicklungen für ein besseres Trockenresultat vorangetrieben. Ergebnis: „Wir haben große Partner, die erfolgreiche Mehrweglösungen mit uns am Markt etabliert haben und das selbstverständlich DIN-konform“, erläutert Björn Geromiller. So wurden Meiko-Maschinen als mobile Lösung konzipiert und bei Fußballweltmeisterschaften eingesetzt. Die Leistung kann sich sehen lassen: Mehr als 1,5 Millionen Mehrwegbecher wurden bei solch einem Event gespült. Das heißt: Es laufen dann schon mal rund 10.000 Becher pro Stunde durch eine Maschine. Allerdings rüstet Meiko nicht nur Großmaschinen so aus, dass sie diese Mengen bewältigen, sondern auch Untertischmaschinen für das Spülen von Mehrwegbowls bringen die Leistung, die ein Caterer oder Gastronom erwarten darf, wenn er auf Meiko als Partner für Mehrweglösungen setzt. Für das Flaschenspülsystem hat Meiko ein Patent. Die als anspruchsvoll zu reinigenden Flaschen werden besonders von Gastronomen für selbstgemachte Limonaden oder Cocktails als Take-Away-Produkte genutzt. Auch in der Betriebsverpflegung oder in größeren Unternehmen findet das Flaschenspülsystem seine Anwendung.

Björn Geromiller sieht die Schonung von Ressourcen seit Jahrzehnten als Auftrag von Meiko, – gleichbedeutend mit dem Auftrag zu absoluter Hygiene: „Wir verzichten wann immer möglich auf Kunststoffe und setzen auf Edelstahl. Bei unseren Maschinen bedeutet das eine Recyclingquote von circa 90%.“

Meiko ist hier Partner einer neu entstandenen Branche: Unternehmen, die Mehrweglösungen anbieten für das Catering von Großveranstaltungen bzw. für ein nachhaltiges Take-Away. So sind auch Mirza van Meerwijk, Gawein Hamers und Jeffrey Hay mit ihrem Unternehmen CupStack in Sachen Nachhaltigkeit unterwegs. Die drei Niederländer bieten von der Beratung über die Logistik bis zur Koordination, Reinigung und Lagerung von Hartplastikbechern das komplette Rundum-sorglos-Paket für Großveranstalter. Gespült wird mit Meiko. So konnten die Personalkosten um circa 50 Prozent reduziert werden. Darüber hinaus begeistert die Unternehmer das Spülergebnis (rund 10.000 Becher pro Stunde) und der hohe Trockenheitsgrad der Becher.

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceSoftware und Systeme
Warum Stornos bei der Kassennachschau zum Prüfungsrisiko werden
ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Warum Stornos bei der Kassennachschau zum Prüfungsrisiko werden

Die Kassennachschau kommt meist unangekündigt – und entscheidet sich selten an einem einzelnen Fehler, sondern an Mustern, Abläufen und Nachvollziehbarkeit. Gerade in der Gastronomie erleben wir immer wieder dieselben Schwachstellen: technisch oft korrekt, aber organisatorisch angreifbar. In unserer 10-teiligen Beitragsserie zeigen wir die 10 größten Fehler bei der Kassennachschau.

Stella He, Unsplash
Gastro, Recht und Gewerbe

Neue BGN-Themenseite „Küchenbetriebe“: Alles Wichtige zum Arbeitsschutz auf einen Blick

Die Küche zählt zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen im Gastgewerbe – doch die Anforderungen an Arbeitsschutz und Unfallprävention waren bislang über zahlreiche Dokumente verstreut. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe ändert das jetzt mit einer zentralen Anlaufstelle. Was Betriebe dort finden – und warum sich ein Lesezeichen lohnt.

Gastronovi
Finanzen und Controlling

Gastronomen verschenken bis zu 70.000 Euro jährlich

Viele Gastronomen nutzen bereits digitale Kassensysteme, Reservierungstools oder Warenwirtschaftslösungen. Doch ein Großteil der integrierten Funktionen bleibt oft ungenutzt. Hochgerechnet auf ein Jahr kann sich das ungenutzte Potenzial auf über 70.000 Euro pro Betrieb belaufen. Christian Jaentsch von Gastronovi hat die am häufigsten übersehenen Funktionen analysiert und gibt praxisnahe Tipps, wie Gastronomen ihre bestehende Infrastruktur besser ausschöpfen können.

Günther Dillingen, Pexels
Kostenmanagement

Parkraum als Umsatzbremse: Warum ungenutzte Stellplätze Betriebe direkt Geld kosten

Keine Parkplätze, keine Gäste? In deutschen Städten verschärft sich die Stellplatzsituation – und wird für Gastronomen und Hoteliers zum handfesten Umsatzproblem. Doch das eigentliche Dilemma liegt nicht im Mangel, sondern in der ineffizienten Nutzung. Während Dauerparker und Fremde Flächen blockieren, stehen Stellplätze außerhalb der Stoßzeiten leer. Wie lässt sich Parkraum so steuern, dass er die eigene Wertschöpfung unterstützt statt zu bremsen?

Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Branche und Trends

Erfolgreicher Einsatz gegen Lebensmittel-Abfälle

Die Augustinum Gastronomie hat ihr selbstgestecktes Ziel zur Reduzierung von Lebensmittel-Abfällen deutlich übertroffen. Statt der angestrebten 30 Prozent wurden bereits 36 Prozent erreicht – das entspricht einer jährlichen Einsparung von 228 Tonnen bundesweit. Das Unternehmen versorgt 23 Seniorenresidenzen sowie Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Bis 2030 soll die Reduktion auf 50 Prozent gesteigert werden.

Weitere Artikel zum Thema

Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Die Augustinum Gastronomie hat ihr selbstgestecktes Ziel zur Reduzierung von Lebensmittel-Abfällen deutlich übertroffen. Statt der angestrebten 30 Prozent wurden bereits 36 Prozent erreicht – das entspricht einer jährlichen Einsparung von 228 Tonnen bundesweit. Das Unternehmen[...]
Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
LebensWert Gastgeber GmbH
Der nachhaltige Caterer LebensWert Gastgeber setzt in seinen Küchen auf eine Speiseplanung, die sich konsequent an den Jahreszeiten orientiert. Dieses Prinzip prägt Einkauf, Menügestaltung und Kommunikation mit Gästen und wirkt sich messbar auf Frische, Geschmack[...]
LebensWert Gastgeber GmbH
ACHAT Hotels
Ein neues Hotel in Flughafennähe erreicht nach zwölf Monaten eine Belegung von 70 Prozent – ein Wert, für den etablierte Häuser Jahre benötigen. Das LOGINN Hotel Köln Airport kombiniert klassische Hotelzimmer mit voll ausgestatteten Apartments[...]
ACHAT Hotels
ecogreen GmbH & Co. KG
Zwischen Bundesprogrammen, EU-Fonds und Landesinitiativen verlieren selbst erfahrene Unternehmer den Überblick. Dabei schlummert gerade im Bereich Energieeffizienz enormes Potenzial – doch ohne strategische Planung und fundierte Expertise bleiben lukrative Förderchancen oft ungenutzt. Warum systematisches Vorgehen[...]
ecogreen GmbH & Co. KG
ColiN00B, Pixabay
Ab September 2026 gelten europaweit verbindliche Regeln für Nachhaltigkeitsaussagen. Hotels, Restaurants und Pensionen müssen ihre Kommunikation grundlegend überprüfen – sonst drohen Abmahnungen und Vertrauensverlust.[...]
ColiN00B, Pixabay
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.