Suche

Nachhaltige Innovationen siegen beim 21. Deutschen Gründerpreis

Nachhaltige, intelligente und umweltschonende Lösungen standen im Finale des 21. Deutschen Gründerpreises, der am 12.09.2023 zum 21. Mal im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin vergeben wurde. Ziel der Initiative ist es, erfolgreiche Gründer:innen und ihre Unternehmen sichtbar zu machen und durch die vielfältige Unterstützung noch erfolgreicher.

Franziska Krug für Deutscher GründerpreisFranziska Krug für Deutscher Gründerpreis

Die Gründer von Friendly Captcha aus Wörthsee nahmen den Preis in der Kategorie StartUp für die Entwicklung eines Sicherheitsrätsels fürs Surfen im Internet entgegen, das maximalen Datenschutz bietet und Google Konkurrenz macht. happybrush aus München wurde als Aufsteiger für nachhaltige Mundpflegelösungen ausgezeichnet. Der Deutsche Gründerpreis wird jährlich von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche verliehen. Für ihr Lebenswerk wurde Unternehmerin Rosely Schweizer ausgezeichnet. Den seltenen Sonderpreis verliehen die Partner des Deutschen Gründerpreises an Ex-Profifußballer Benjamin Adrion und seine Organisation Viva von Agua. Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck, dessen Ministerium den Deutschen Gründerpreis unterstützt: „Eine klimaneutrale Wirtschaft kann nur mit klugen Ideen von engagierten und kreativen Menschen gelingen.“

52 Millionen Menschen haben Benedict Padberg (28) und Guido Zuidhof (29) mit ihrem „Friendly Captcha“ aus Wörthsee bei München das Internet-Leben alleine im vergangenen Jahr erleichtert. Freundlich ist das „Friendly Captcha“ zum Nutzer vor dem Bildschirm. Es verlangt keine nervigen Bilderrätsel, der Benutzer muss nichts tun, um zu beweisen, dass er kein Roboter – also ein potenzielles Sicherheitsrisiko – ist. Der Ansatz von Friendly Captcha ist einzigartig: Statt das Rätsel selbst zu bewerten, legt Friendly Captcha den Fokus auf die Computer-Ressourcen, die für die Lösung des Rätsels benötigt werden. Besonders relevant ist die Friendly-Captcha-Lösung für Branchen wie Versicherungen, Banken, Online-Händler, Energieversorger und Online-Plattformen. Laudator Dr. Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG: „Eine revolutionäre IT-Idee mitten aus Deutschland mit Weltmarktpotenzial. Wir sind stolz auf euch, auch weil in Deutschland euer StartUp in Sachen Security-Check bereits die Nummer zwei nach Google ist.“

Stefan Walter (41) und Florian Kiener (37) sind nicht nur leidenschaftliche Gründer, sondern auch Visionäre, die frischen Wind in die eher konservative Welt der Mundpflege bringen. happybrush aus München überbrückt mit seinem breiten Spektrum innovativer Produkte die Kluft zwischen Konsumgut, Technologie und Nachhaltigkeit – mit Mundpflegeprodukten, die sowohl effektiv als auch nachhaltig sind, mit Aufsteckköpfen aus holzfaserbasierten Resten der Holzproduktion in Skandinavien, plastikfreien Verpackungen und nachhaltigen Borsten aus Rizinusöl. Dieses Streben nach Nachhaltigkeit und Effizienz hat sich ausgezahlt. Dr. ZDF-Intendant Norbert Himmler in seiner Laudatio: „Die beiden Gründer haben sich eine besetzte Nische sehr genau angeschaut. Und dann alles ein wenig anders und vor allem besser gemacht. Und damit sind sie auf Wachstumskurs.“

Partner aus dem HORECA Scout

Damit ging der Deutsche Gründerpreis in diesem Jahr sowohl in der Kategorie StartUp als auch Aufsteiger nach Bayern. Jeweils drei Unternehmen sind Finalisten des Deutschen Gründerpreises in den Kategorien Aufsteiger und StartUp.

Dazu gehörten in diesem Jahr als Aufsteiger auch die DealCircle GmbH aus Hamburg, die mit ihrer einzigartigen Datenbank Mergers-and-Acquisitions- (M&A) und Nachfolgeberater dabei unterstützt, Käufer und Verkäufer von Unternehmen effizient zusammenzuführen. Enpal B.V. aus Berlin setzt auf vereinfachte Solarenergie-Angebote, um Eigenheimbesitzern den Übergang zu sauberer Energie zu ermöglichen und so den Klimawandel zu bekämpfen.

Als StartUp in die Finalrunde eingezogen war das EducationTech-Startup Edurino GmbH aus München, das mit seinem innovativen Ansatz von spielerischer, digitaler Wissensvermittlung einen geschützten Raum zum Lernen und Spaß haben als digitale Welt erschafft und damit das Lernen für Kinder ab 4 Jahren neu erfunden hat. Die Klim GmbH aus Berlin erleichtert mit ihrer bahnbrechenden digitalen Plattform Landwirten das regenerative Landwirtschaften, entlohnt sie dafür und hilft zudem der Lebensmittelindustrie, die Zukunftsfähigkeit ihrer Lieferketten zu sichern.
Die Preisträger und Finalisten in den Kategorien StartUp und Aufsteiger erhalten eine individuelle, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Beratung durch die Unternehmensberatung Porsche Consulting GmbH. Zudem übernehmen Kuratoriumsmitglieder des Deutschen Gründerpreises Patenschaften für die jungen Unternehmen. Sie erhalten außerdem ein Medientraining beim ZDF sowie Zugang zum Alumni-Netzwerk des Deutschen Gründerpreises.

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceRechtsprechung und Urteile
GEMA passt TV-Tarif an: Rückerstattungen für Gastgewerbe möglich

Rosely Schweizer (83) hat das Unternehmertum in Deutschland geprägt wie wenige Frauen vor ihr– oft im Hintergrund, teils im Vordergrund. Die Urenkelin von Konzerngründer Dr. August Oetker schlug bereits in jungen Jahren eine Wirtschaftslaufbahn ein – gegen den Willen des Vaters. Als Mitglied der Oetker-Dynastie gewann sie tiefe Einblicke in die Herausforderungen und Chancen von Familienunternehmen, war daher auch viele Jahre aktives Mitglied im Vorstand des Verbandes Deutscher Unternehmerinnen und ist heute dessen Ehrenvorsitzende. „Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel, da findet dich kein Mensch!“ Mit diesen Worten ihrer bis heute wichtigsten Mentorin, ihrer Großmutter, begann für Rosely Schweizer die Reise, die sie nicht nur in die Welt des Unternehmertums, sondern auch in die Politik führte. Die Überzeugung, junge Unternehmerinnen und Unternehmer zu unterstützen, führte sie bereits zwei Jahre nach dessen Gründung ins Kuratorium des Deutschen Gründerpreises, wo sie von 2007 bis 2018 als Mentorin fungierte. Als erste Frau wurde sie nun mit dem Deutschen Gründerpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes lobte: „Rosely Schweizer gestaltet die Welt mit der Kraft, die ihr geschenkt ist, mit dem Mut, der eine Unternehmerin ausmacht und mit der Freiheit, für die sie kämpft.“ Sie habe sich in den über 350 Unternehmen der Familie für fast 50.000 Mitarbeiter auf der ganzen Welt engagiert. „Sie sind ein Vorbild für Freiheit, Haltung und Verantwortung!“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt den Deutschen Gründerpreis. Bundesminister Dr. Robert Habeck: „Die Preisverleihung des Deutschen Gründerpreises beweist erneut, der Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft kann nur mit klugen Ideen von engagierten und kreativen Menschen gelingen. Vor allem junge Menschen brauchen Mut und wichtige Schlüsselkompetenzen, wie Durchsetzungsvermögen oder Resilienz, um ein Unternehmen zu gründen. Und hier setzt der Deutscher Gründerpreis für Schülerinnen und Schüler an: Unternehmer und Unternehmerin im Kleinen sein, um dies später im Großen zu verwirklichen. Durch ,Learning by Doing‘ werden Jugendliche für wirtschaftliche Zusammenhänge begeistert. Deshalb unterstütze ich den Deutschen Gründerpreis für Schülerinnen und Schüler und gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern des diesjährigen Deutschen Gründerpreises.“

Themen in diesem Artikel
ManagementDigitalisierungNachhaltigkeit

Benjamin Adrion (42) war früher Fußballprofi, bekannt vor allem durch seine Einsätze für St. Pauli. Inzwischen preisgekrönter Sozialunternehmer ist er in erster Linie ein leidenschaftlicher Verfechter für den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser. „Wasser ist elementar für jedes Leben im Universum – vom Menschen bis zum Bakterium – Wasser verbindet uns alle.“ Mit seiner Organisation Viva con Agua setzt er sich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser, Sanitärversorgung und Hygiene weltweit ein, mit positivem Aktivismus und durch die universellen Sprachen Musik, Sport und Kunst. Was ursprünglich als Weltreise nach der Karriere als Profifußballer geplant war, entwickelte sich durch sein Engagement für Viva con Agua in eine „lebenslange soziale Weltreise“ in die verschiedenen Länder, in denen die Organisation tätig ist: überall dort, wo es großen Bedarf an Wasser und sanitärer Versorgung gibt. Viva con Agua fördert vor allem in Afrika und Asien, darunter Uganda, Äthiopien, Südafrika und Nepal, nicht nur Wasserprojekte, sondern vielmehr ein „Ökosystem“ lokaler Netzwerke. Die Partnervertreter von stern, Sparkassen, ZDF und Porsche würdigen dieses außergewöhnliche Engagement mit dem Sonderpreis des Deutschen Gründerpreises. Sven Böll, Head of Digital Development & Innovation und Mitglied der „stern“-Chefredaktion: „Benjamin Adrions Spendensammler-Phantasie kennt keine Grenzen. Er organisiert Charity-Events, Kunst-Events, Wasser-Märsche durch Europa. Viva con Agua ist ein Lifestyle-Imperium geworden, bei dem sich Spenden nicht wie Spenden anfühlt, sondern wie Leben, wie Freude.“
Moderatorin Barbara Hahlweg führte durch die Veranstaltung.

Canva
Finanzen und Controlling

GEMA passt TV-Tarif an: Rückerstattungen für Gastgewerbe möglich

Die GEMA hat den Tarif für die öffentliche Wiedergabe von Fernsehsendungen (FS-Tarif) zum 1. Januar 2025 angepasst. Grundlage ist ein Urteil des Oberlandesgerichts München. Die Änderung betrifft unmittelbar die Einstufung von Fernsehgeräten nach Bildschirmgröße und die Art der Berechnung der Vergütung. Für viele Betriebe kann dies zu geringeren laufenden Kosten und zu Rückerstattungen führen.

Online Birds
Künstliche Intelligenz, KI und Automation

Social GEO: Schon wieder nur ein neues Buzzword oder doch entscheidend für eine gute KI-Sichtbarkeit von Hotels?

Die Sichtbarkeit von Hotels verlagert sich zunehmend in KI-gestützte Such- und Empfehlungssysteme. Social GEO – die strategische Optimierung von Social-Media-Inhalten für KI-basierte Entscheidungsprozesse – wird dabei zum entscheidenden Faktor. Philipp Ingenillem, Branchenexperte und Gesellschafter von Online Birds, über die Bedeutung von Social GEO und eine kostenfreie Online-Session im Februar.

DEHOGA Bundesverband
Branche und Trends

DEHOGA launcht digitale Wissensplattform für Mitgliedsbetriebe

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) stellt seinen Mitgliedern ab sofort eine KI-gestützte Mobile App zur Verfügung. Die Anwendung konsolidiert erstmals das gesamte Verbandswissen in einem digitalen Werkzeug – von rechtlichen Grundlagen über betriebliche Checklisten bis zu regionalen Brancheninformationen. Statt mühsamer Recherche erhalten Gastronomen und Hoteliers durch Künstliche Intelligenz sofort aufbereitete Antworten aus verifizierten Quellen.

WWS Wirtz, Walter, Schmitz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Finanzen und Controlling

Unternehmensverkauf im Gastgewerbe: Übergang in den Ruhestand als strategische und finanzielle Herausforderung

Der Verkauf eines Hotels oder gastronomischen Betriebs aus Altersgründen ist eine komplexe, strategisch anspruchsvolle Transaktion, die fundierte Vorbereitung, wirtschaftliches Augenmaß und Verhandlungsgeschick erfordert. Eine realistische Bewertung, eine frühzeitig durchgeführte Verkäufer-Due-Diligence sowie ein klar strukturiertes Verhandlungskonzept sind zentrale Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu einem fairen und tragfähigen Kaufpreis.

Thomas Wagner, Messe Stuttgart
Branche und Trends

INTERGASTRA 2026: Wie das Young Talents Camp der Branche neuen Schwung gibt

Der Fachkräftemangel trifft das Gastgewerbe härter als viele andere Branchen. Die INTERGASTRA 2026 setzt mit dem Young Talents Camp ein deutliches Zeichen: In Halle 7 entsteht ein Erlebnisraum, der jungen Menschen zeigt, welche Perspektiven Hotellerie und Gastronomie bieten – fernab von Hochglanzbroschüren, dafür mit echten Einblicken von Praktikern.

BRITA
Events und Messen

BRITA auf der INTERGASTRA 2026: Wie intelligente Wasserfiltration Betriebsabläufe vereinfacht

Der Wasserfilterspezialist BRITA nutzt die INTERGASTRA 2026 in Stuttgart für die Präsentation mehrerer Neuheiten aus dem Profi-Segment. Im Mittelpunkt stehen digitale Überwachungssysteme, die den Filterwechsel automatisieren, sowie spezialisierte Lösungen für Spülmaschinen und Dampfgargeräte. Messebesucher können sich von Live-Demonstrationen überzeugen und frisch zubereitete Kostproben genießen.

Weitere Artikel zum Thema

Online Birds
Die Sichtbarkeit von Hotels verlagert sich zunehmend in KI-gestützte Such- und Empfehlungssysteme. Social GEO – die strategische Optimierung von Social-Media-Inhalten für KI-basierte Entscheidungsprozesse – wird dabei zum entscheidenden Faktor. Philipp Ingenillem, Branchenexperte und Gesellschafter von[...]
Online Birds
DEHOGA Bundesverband
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) stellt seinen Mitgliedern ab sofort eine KI-gestützte Mobile App zur Verfügung. Die Anwendung konsolidiert erstmals das gesamte Verbandswissen in einem digitalen Werkzeug – von rechtlichen Grundlagen über betriebliche Checklisten[...]
DEHOGA Bundesverband
Thomas Wagner, Messe Stuttgart
Der Fachkräftemangel trifft das Gastgewerbe härter als viele andere Branchen. Die INTERGASTRA 2026 setzt mit dem Young Talents Camp ein deutliches Zeichen: In Halle 7 entsteht ein Erlebnisraum, der jungen Menschen zeigt, welche Perspektiven Hotellerie[...]
Thomas Wagner, Messe Stuttgart
BRITA
Der Wasserfilterspezialist BRITA nutzt die INTERGASTRA 2026 in Stuttgart für die Präsentation mehrerer Neuheiten aus dem Profi-Segment. Im Mittelpunkt stehen digitale Überwachungssysteme, die den Filterwechsel automatisieren, sowie spezialisierte Lösungen für Spülmaschinen und Dampfgargeräte. Messebesucher können[...]
BRITA
frischli, Gemini
Die frischli Milchwerke präsentieren zur INTERGASTRA 2026 in Stuttgart zwei Produktinnovationen, die den Arbeitsalltag in Großküchen erleichtern sollen. Neben einem Bio-Milchpudding in der Trendsorte Karamell steht vor allem eine neue Verpackungsgröße für ein klassisches Dessert[...]
frischli, Gemini
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.