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Ein Hoch auf die Mitarbeiter – wie gutes Personal durch die Krise geführt werden kann

Viele Gastronomen und Hoteliers mussten ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, um ihre Existenz zu sichern. Langsam erholt sich das Gastgewerbe – Zeit, seinen Angestellten zu zeigen, wie wertvoll sie für den Betrieb sind – Wertschätzung, Weiterbildung und steuerfreie Sonderzahlungen sind nur ein Auszug aus den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.
SeventyFour | iStockphoto

Wertschätzung als Basis für das gemeinsame Miteinander

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch noch immer herrscht ein rauer Umgangston in vielen Betrieben. Doch jeder sollte sich bewusst machen, dass nur die Zusammenarbeit ein überzeugendes Ergebnis liefern kann. Ganz gleich, ob Servicepersonal, Koch oder Reinigungskraft – nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann ein Unternehmen auf ganzer Linie überzeugen. Wer hier als Vorgesetzter mit gutem Beispiel vorangeht, kann sein Verhalten auch auf die Angestellten übertragen. Einige Tipps zum Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern:

  • Ein freundliches „Wie geht es Dir“ schadet nie, wer auf eine ernste Antwort wartet und zuhört, sorgt dafür, dass sich der Gesprächspartner gut aufgehoben fühlt
  • Gemeinsame Aktivitäten können die Bindung im Team fördern. Es muss nicht das 3-tägige Teambuildung Event sein, das regelmäßige geplante, gemeinsame Bier (oder Wasser) nach Feierabend fördert die positive Stimmung
  • Geht es um die Planung von Schichten und Urlaub, kommt es öfter zu Überschneidungen – zusammensetzen und auf eine gemeinsame Lösung hinarbeiten ist zielführender als Streit oder Ignoranz
  • Um Hilfe bitten: Wer sich einer Aufgabe nicht gewachsen sieht und rechtzeitig Verstärkung anfordert, hilft mehr, als wenn das Problem am Ende nicht mehr zu beheben ist
  • Positives Feedback: Ein erfolgreicher Tag, eine optimal gelaufene Veranstaltung, Lob der Gäste – es gibt viele Möglichkeiten, sich gegenseitig mit positivem Feedback zu motivieren

Weiterbildungen für mehr Inspiration im Alltag 

Ob Kurzarbeit oder Überstundenabbau – in den letzten Monaten haben viele mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen müssen, als ihnen lieb war. Irgendwann sind die Schränke neu sortiert und die Ablage erledigt, warum also nicht an einem Online-Seminar teilnehmen? Die Angebote kostenloser Weiterbildungsmöglichkeiten sind stark gestiegen, viele Hersteller, Fernuniversitäten und Speaker bieten spannende Webinare an. Die Themenauswahl ist vielfältig, ob „Instagram Storys erstellen: So funktioniert es“ oder „Mein grünes Sparschwein – Wie Sie mit Nachhaltigkeit Geld und Ressourcen sparen“, für jeden Fachbereich lässt sich etwas Passendes finden. Die Internationale Hochschule GmbH (IUBH) bietet Kurzarbeitenden sogar ein kostenloses Studium an. Alle kostenlosen Angebote werden hier in einer Übersicht aufgelistet.

Steuerfreie Sonderzahlungen nutzen

Wer seine Mitarbeiter trotz der Krise und der damit in vielen Fällen verbundenen prekären Lage auch finanziell unterstützen möchte, kann in der Coronakrise Sonderzahlungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei auszahlen. Hierzu zählen Geldzahlungen oder Sachleistungen, die zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 geleistet wurden. Auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums heißt es hierzu: „Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt. Die Beihilfen und Unterstützungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei.“

Mitarbeitern die Arbeitsabläufe mit digitalen Systemen erleichtern

Die derzeitige Situation erschwert die Personalplanung mitunter, da der Gästeandrang nur schwer einzuschätzen ist. Weder soll das Personal untätig auf neue Gäste warten, noch soll bei starkem Andrang der Service leiden. Wer jetzt auf digitale System setzt, kann Arbeitsabläufe erleichtern und wertvolle Zeit einsparen, die dann wieder dem Service am Gast zugute kommen kann. Die Coronakrise hat in vielen Bereichen der Digitalisierung einen wahren Schub nach vorn gebracht – weit voran die digitale Speisekarte via QR-Code und die automatische Kontaktdaten-Erfassung über webbasierte System. Einmal erklärt, entfällt der Gang zum Gast mit Speisekarte und Zettel und Stift zur Aufnahme der Kontaktdaten.

Warum nicht ausprobieren, wie die eigenen Gäste auf innovative Lösungen reagieren? Smartphones sind nicht länger nur fest mit der jungen Generation verbunden, nahezu jeder besitzt und nutzt sein Handy für zahlreiche Aktivitäten. Wer den Gästen die Chance gibt, die lästige Datenerfassung mobil zu erledigen, gönnt ihnen nicht nur mehr Zeit für das gemeinsame Beisammensein, sondern je nach Anwendung auch noch weitreichende Vorteile. So können zum Beispiel registrierte Nutzer des Hygiene-Ranger bei allen teilnehmenden Unternehmen, ganz gleich ob Frisör, Fußpflege oder Bar, über den Scan eines QR-Codes einchecken und müssen keine weiteren Daten abgeben.

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