Suche
Anzeige

Hotelinvestments Q1 2026: Verhaltener Auftakt, aber Markt in Bewegung

  • Der Hotelmarkt zeigt trotz schwachem Q1 2026 eine positive Jahresentwicklung mit einem rollierenden Zwölf-Monats-Wert von 1,7 Mrd. Euro (+24 % gegenüber Vorjahr).
  • Betreiberinsolvenzen führen zu einer grundlegenden Neuordnung der Branche: Investoren überprüfen Vertragsstrukturen und setzen verstärkt auf Partner mit effizienten, digitalisierten Konzepten.
  • Core-Investoren kehren zurück und die Umnutzung von Büro- und Einzelhandelsflächen zu Hotels bietet neue Chancen in einem sich wandelnden Immobilienmarkt.

Abhishek Navlakha, PexelsAbhishek Navlakha, Pexels

Das Transaktionsvolumen mit Hotel- und Beherbergungsimmobilien lag im ersten Quartal 2026 bei knapp 163 Mio. Euro – deutlich unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt (–61 %). Das zeigt eine aktuelle Analyse von Savills. Einzelne Quartale sind im Hotelmarkt allerdings nur bedingt aussagekräftig: Der rollierende Zwölf-Monats-Wert lag Ende März bei rund 1,7 Mrd. Euro und damit 24 % über dem Vorjahr. Klassische Hotels machten mit 83 % den Löwenanteil aus. Serviced Apartments kamen auf 94 Mio. Euro, sonstige Beherbergungsimmobilien wie Ferienhausparks und Hostels auf 198 Mio. Euro. Hinzu kamen Hotelverkäufe als Teil gemischt genutzter Quartiere – etwa in Düsseldorf, Rosenheim und Mannheim –, die Savills methodisch der Kategorie Mischobjekte zuordnet.

Betreiberseite unter Druck

Im Fokus steht weniger das Transaktionsvolumen als die Lage auf Betreiberseite. Laut Savills-Expertin Tina Haller hat eine zunehmende Zahl an Betreiberinsolvenzen – auch von etablierten Partnern – zu einer Neubewertung von Vertragsstrukturen und Risikoverteilungen geführt. Steigende Energie- und Personalkosten verstärken den Druck zusätzlich.

Partner aus dem HORECA Scout

Gleichzeitig sieht Savills darin auch Impulse für den Markt: Kapitalgeber nutzen die Situation, um sich über neue Partnerschaftsmodelle an der Betreiberlandschaft zu beteiligen. Gefragt seien vor allem Betreiber mit effizienten Konzepten und hoher Digitalisierungsaffinität.

Core-Investoren kehren zurück

Ein bemerkenswerter Trend: Nachdem 2025 vor allem Value-Add-Kapital den Markt bestimmte, beobachtet Savills ein wachsendes Interesse von Core-Investoren, auch von deutscher institutioneller Seite. Zudem gewinnt die Hotelnutzung als Alternative für bestehende Büro- oder Einzelhandelsflächen an Bedeutung – ein Thema, das angesichts des strukturellen Wandels in diesen Segmenten weiter an Relevanz gewinnen dürfte.

Lesen Sie auch
Arbeitszeit, Dienstplan, und SchichtplanungGehalt, Benefits und AltersversorgungRecruiting und Fachkräftemangel
Minijob-Reform: Die Minijob-Debatte auf dem Prüfstand – welche Folgen hätte die Reform für die Gastronomie?

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Savills mit einem Transaktionsvolumen auf Vorjahresniveau. Wie sich die geopolitischen Unsicherheiten und die Energiepreisentwicklung auf den Markt auswirken, bleibt dabei eine der offenen Fragen, die im weiteren Jahresverlauf Antworten finden werden.

Das Transaktionsvolumen mit Hotel- und Beherbergungsimmobilien lag im ersten Quartal 2026 bei knapp 163 Mio. Euro – deutlich unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt (–61 %). Das zeigt eine aktuelle Analyse von Savills. Einzelne Quartale sind im Hotelmarkt allerdings nur bedingt aussagekräftig: Der rollierende Zwölf-Monats-Wert lag Ende März bei rund 1,7 Mrd. Euro und damit 24 % über dem Vorjahr. Klassische Hotels machten mit 83 % den Löwenanteil aus. Serviced Apartments kamen auf 94 Mio. Euro, sonstige Beherbergungsimmobilien wie Ferienhausparks und Hostels auf 198 Mio. Euro. Hinzu kamen Hotelverkäufe als Teil gemischt genutzter Quartiere – etwa in Düsseldorf, Rosenheim und Mannheim –, die Savills methodisch der Kategorie Mischobjekte zuordnet.

Themen in diesem Artikel
Finanzen und ControllingFinanzierung und InvestmentBranche und TrendsHotelimmobilienmarktInsolvenz
orderbird
Arbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung

Minijob-Reform: Die Minijob-Debatte auf dem Prüfstand – welche Folgen hätte die Reform für die Gastronomie?

Die Debatte um eine Reform der Minijobs trifft das Gastgewerbe an einer empfindlichen Stelle. Denn viele Betriebe sind nicht nur auf bezahlbare Arbeitsmodelle angewiesen, sondern vor allem auf flexible Einsatzmöglichkeiten bei Stoßzeiten, Wochenenden, Veranstaltungen und saisonalen Spitzen. Dirk Schmidt von orderbird erklärt, warum die eigentliche Frage nicht „Minijob oder kein Minijob“ lautet – und wie Betriebe ihre Personalplanung schon jetzt robuster aufstellen können.

Waldemar Brandt, Unsplash
Allgemeine Haustechnik

Gasträume kühlen ohne Umbau: Worauf es bei mobilen Klimageräten und Luftreinigern ankommt

Wenn eine fest installierte Klimaanlage nicht möglich ist, bleiben mobile Klimageräte und Luftreiniger die praktikable Lösung für Gasträume. Entscheidend sind drei Dinge: die richtige Kühlleistung für die Raumgröße, ein Gerät mit zwei Schläuchen statt einem und eine Aufstellung, die Gäste nicht durch Lärm oder Zugluft stört. Der Rest ist Betriebsführung.

athree23, Pixabay
Gastro, Recht und Gewerbe

Wenn Bürokratie Fachkräfte am Arbeiten hindert

Viele Hotels und Gastronomiebetriebe suchen händeringend Personal. Doch selbst wenn geeignete Fachkräfte gefunden sind, können Verfahren rund um Beschäftigungserlaubnis, Aufenthaltstitel oder Arbeitgeberwechsel den Einsatz über Wochen verzögern. Hotelier Manfred Lang schildert zwei Fälle aus seinem Betrieb – und zeigt, warum Fachkräftesicherung nicht nur eine Frage des Recruitings ist.

Emiliano Vittoriosi, Unsplash
Datenschutz

KI-Kennzeichnung seit 2. August: Website, Speisekarte, Instagram – was Gastgeber markieren müssen

Speisekartentexte aus ChatGPT, Hotelfotos aus Midjourney, Social-Media-Posts auf Knopfdruck: KI gehört im Gastgewerbe längst zum Alltag. Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 des EU AI Acts. Die gute Nachricht vorweg: Für den durchschnittlichen Hotel- oder Gastronomiebetrieb ist der Aufwand klar umrissen. Betroffen sind vor allem realistisch wirkende Bilder und Systeme, die mit Gästen sprechen – nicht die tägliche Textarbeit.

TheFork
Branche und Trends

Digitales Restaurantmanagement: Warum Vernetzung zum Erfolgsfaktor wird

Reservierung, Tischplanung, Gästekommunikation und Zahlung laufen in vielen Restaurants längst digital – aber oft noch nebeneinander. Gastautor Carlo Carollo von TheFork erklärt, warum der nächste Schritt nicht noch mehr einzelne Tools sind, sondern besser vernetzte Systeme, die Abläufe vereinfachen und Entscheidungen im Betrieb erleichtern.

EMRAH YILMAZ, Pexels
Events und Messen

Bestecktaschen im Buffet- und Bankettservice: Wie Gastronomie und Hotellerie Zeit sparen und Tischkultur zeigen

Klirrendes Besteck in Wannen, Staus an der Buffetausgabe und Aushilfskräfte, die zwischen den Gängen improvisieren: Wie lässt sich hohes Gästeaufkommen bewältigen, ohne dass die Tischkultur leidet? Ein unscheinbares Produkt verbindet Hygiene, Vorkonfektionierung und Corporate Design – und wird so vom Nebendarsteller zum Service-Werkzeug für Buffets, Bankette und Events.

Weitere Artikel zum Thema

TheFork
Reservierung, Tischplanung, Gästekommunikation und Zahlung laufen in vielen Restaurants längst digital – aber oft noch nebeneinander. Gastautor Carlo Carollo von TheFork erklärt, warum der nächste Schritt nicht noch mehr einzelne Tools sind, sondern besser vernetzte[...]
TheFork
DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH, Campaign Creators, Unsplash
Seit 1996 bieten die offiziellen Hotelsterne Gästen Orientierung und Hotels eine einheitliche Grundlage für die Positionierung. Zum 30-jährigen Bestehen richtet die Deutsche Hotelklassifizierung den Blick nach vorn: Die Sterne sollen künftig auch von KI-gestützten Such-[...]
DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH, Campaign Creators, Unsplash
dp singh Bhullar, Pexels
Mehr als 10.000 europäische Hotels beteiligen sich an der Sammelklage wegen der früheren Bestpreisklauseln von Booking.com. Die beteiligten Verbände fordern Schadenersatz für finanzielle Nachteile, die Hotels zwischen 2004 und 2024 entstanden sein sollen.[...]
dp singh Bhullar, Pexels
MAY Sonnenschirm SCHATTELLO, Top Seven Roof Bar Hamburg; MAY GmbH
Der Hersteller MAY hat acht ausgewählte Großschirmgrößen im Windkanal geprüft. Ein ALBATROS-Schirm mit fünf Metern Durchmesser hielt unter den Testbedingungen Windgeschwindigkeiten von 120 km/h stand. Die Ergebnisse sollen Betrieben bei der Auswahl standortgerechter Schirme Orientierung[...]
MAY Sonnenschirm SCHATTELLO, Top Seven Roof Bar Hamburg; MAY GmbH
Towfiqu barbhuiya, Unsplash
Drei Prozent Umsatzrendite, steigende Kosten und ein Dickicht aus Umsatzsteuersätzen, TSE-Pflicht und Meldevorschriften: Für Gastronomiebetriebe entscheidet sich die finanzielle Handlungsfähigkeit selten am Kontostand, sondern an den richtigen Kennzahlen. Welche Werte den Unterschied machen und wie[...]
Towfiqu barbhuiya, Unsplash
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.

baeren-apotheke-steffenberg.de