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KI-Empfehlung statt Suchergebnisse: Mit einem starken Google-Auftritt Vertrauen gewinnen

  • Bei der lokalen Suche entscheiden zunehmend generative KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini und der Google KI-Modus darüber, welcher Gastbetrieb empfohlen wird – nicht mehr allein die Position in der Trefferliste.
  • KI-Empfehlungen stützen sich auf öffentlich zugängliche Daten wie Websites, Bewertungen und vor allem ein vollständiges, aktuelles Google Unternehmensprofil; fehlende oder widersprüchliche Angaben verringern die Sichtbarkeit.
  • Gastbetriebe sollten ihre Unternehmensdaten konsistent pflegen, Angebote präzise beschreiben und Bewertungen aktiv managen, um von KI empfohlen zu werden und zugleich Reputation und Vertrauen aufzubauen.

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Wer heute unterwegs spontan ein Restaurant in der Umgebung sucht, klickt sich kaum noch durch eine Liste von Suchergebnissen. Stattdessen liefern generative KI-Modelle wie ChatGPT oder der Google KI-Modus maßgeschneiderte Empfehlungen in Sekundenschnelle. Das hat großen Einfluss darauf, wie Gastbetriebe online gefunden werden. Es kommt nicht allein darauf an, bei Google und anderen Suchmaschinen in den Top-Positionen zu stehen. Viel wichtiger wird, ob sie in KI-Empfehlungen vorgeschlagen werden.

Neue Spielregeln für die lokale Suche

Google ist zwar für lokale Suchanfragen nach wie vor eine wichtige Anlaufstelle. Laut der Claneo State of Search Studie 2025 nutzen mehr als zwei Drittel der Befragten die Suchmaschine, um Unternehmen in der Umgebung zu finden. Doch KI-gestützte Anwendungen gewinnen rasant an Bedeutung. Ein Drittel der Nutzer stellt mindestens einmal pro Woche Fragen an ein Sprachmodell (LLM). Rund 80 Prozent vertraut den gelieferten Antworten.

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Die Empfehlungen werden mit Aussagen zu Qualität, Service, Atmosphäre oder Angebot begründet. Beispielsweise beschreiben KI-Systeme ein Restaurant als familienfreundlich oder ein Café als beliebten Treffpunkt für Frühstücksgäste. So beeinflussen sie die Erwartungshaltung potenzieller Gäste und prägen die Reputation eines Unternehmens aktiv mit. Anders als klassische Suchmaschinen liefern sie keine Liste möglicher Optionen, sondern verdichten zahlreiche Informationen zu einer konkreten Einschätzung. Für Gäste entsteht dadurch der Eindruck einer objektiven Empfehlung. Umso wichtiger wird die Frage, welches Bild die KI von einem Betrieb zeichnet.

Worauf generative KI ihre Empfehlungen stützt

Ob eine Gaststätte in KI-Antworten auftaucht, hängt dabei keineswegs automatisch von dessen Google-Platzierung ab. Im Gegenteil: KI-Systeme verarbeiten unter anderem Inhalte aus Firmenwebsites, Medienberichten, Branchenportalen, sozialen Netzwerken und Kundenbewertungen – und bewerten diese nach eigenen Kriterien. Eine weitere wichtige Quelle ist das Google Unternehmensprofil. Es fungiert ohnehin bereits als eine Art digitale Visitenkarte, die Vertrauen schafft und die lokale Sichtbarkeit im Internet erhöht.

Standort, Kategorien, Bilder und Erfahrungsberichte liefern strukturierte und vollständige Faktenquellen, die von einer KI leicht verarbeitet werden können.

Alexander Hundeshagen

Aus all diesen Details erstellen KI-Suchmaschinen ein Gesamtbild und formulieren daraus eigenständig Antworten. Insbesondere die Google AI Overviews, der Google KI-Modus und Gemini ziehen Daten aus dem Google-Profil heran. Andere Modelle wie ChatGPT oder Perplexity greifen indirekt darauf zurück, indem sie das Web nach passenden Informationen durchforsten.

Standort, Kategorien, Bilder und Erfahrungsberichte liefern strukturierte und vollständige Faktenquellen, die von einer KI leicht verarbeitet werden können. Ein vollständiges und aktuelles Google Unternehmensprofil erhöht somit die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hotel oder Restaurant in KI-Antworten berücksichtigt wird. Fehlende oder widersprüchliche Angaben erschweren dagegen die Einordnung. Im schlimmsten Fall bleibt ein Lokal bei passenden Suchanfragen unerwähnt.

Themen in diesem Artikel
Künstliche Intelligenz, KI und AutomationSoftware und SystemeMarketingChatGPTGoogleGoogle My BusinessKünstliche IntelligenzSEO

Das Google-Profil richtig pflegen

Um all dieses Wissen für KI-Modelle zugänglich zu machen, sind folgende Maßnahmen hilfreich:

  • Vollständige und korrekte Unternehmensdaten: Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten sollten jederzeit aktuell sein. Die Angaben sollten exakt mit denen auf der Website sowie in Branchenverzeichnissen und Social Media übereinstimmen. Solche konsistenten Inhalte stärken das Vertrauen von Suchmaschinen und Sprachmodellen.
  • Kategorien und Leistungen präzise beschreiben: Je genauer ein Gastbetrieb sein Angebot beschreibt, desto besser können KI-Suchsysteme die Informationen einordnen. Statt allgemeiner Angaben wie „Restaurant“ helfen konkrete Beschreibungen wie „italienisches Restaurant mit Mittagstisch“, „vegane Küche“ oder „Hotel mit Tagungsräumen“.
  • Aktuellen Content veröffentlichen: Neue Fotos, Beiträge oder Hinweise auf saisonale Angebote zeigen Aktivität und Aktualität.
  • Website und Unternehmensprofil verknüpfen: Eine professionell gestaltete Website unterstützt die Glaubwürdigkeit zusätzlich.

Bewertungen beantworten und Vertrauen schaffen

Ein weiterer entscheidender Faktor sind Bewertungen. Als Vertrauenssignale liefern sie neben der Anzahl an Sternen wertvollen Kontext und bilden ein öffentlich sichtbares Stimmungsbild ab. Erwähnen Gäste in ihren Erfahrungsberichten beispielsweise regelmäßig die schnelle Bedienung, die große Auswahl vegetarischer Gerichte oder das reichhaltige Frühstücksbuffet, erkennt KI diese Muster und bezieht sie mit ein. Umso wichtiger ist es, Reviews nicht passiv hinzunehmen, sondern aktiv zu managen.

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Gastbetriebe, die Bewertungen managen und ihr Google Unternehmensprofil kontinuierlich pflegen, schaffen nicht nur die Grundlage, von KI-Systemen empfohlen zu werden. Sie stärken gleichzeitig ihre Online-Reputation und bauen bereits vor dem ersten Besuch Vertrauen bei ihren Gästen auf.

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