Suche

Effektivere Prozesse und mehr Umsatz durch digitale Lösungen

Online-Präsenz, Online-Reservierungen und Social Media: Für die meisten Restaurantbetreiber:innen sind dies längst wichtige Bestandteile ihres Geschäfts. Dabei nutzen sie häufig aber nur einen Bruchteil der Möglichkeiten, die sich durch digitale Werkzeuge und deren Integration bieten. Von Online-Marktplätzen über Reservierungsmanagement bis hin zu Datenanalysen – hier ein Überblick über sinnvolle, digitale Werkzeuge.

QuandooQuandoo

Wie hoch der Anteil von geplanten, online reservierten Besuchen im Vergleich zu spontaner Laufkundschaft ist, hängt natürlich sehr von der Art und der Lage des Restaurants ab. Aber „sichtbar und auffindbar“ zu sein, heißt für die meisten Gastgewerbe, sich auch online zu präsentieren. Doch was bedeutet das genau? Genügen eine Website und die Präsenz auf einer Online-Reservierungsplattform? Im ersten Schritt sicher, doch es gibt noch weitere Möglichkeiten.

Gefunden werden und gut aussehen

Marktplätze sind ein sehr effektives und wichtiges Marketing-Werkzeug: Potenzielle Besucher:innen suchen hier aktiv nach einem Restaurant, können direkt Plätze reservieren und nach dem Besuch Bewertungen abgeben. Es lohnt sich also, sein Restaurant auf solchen Marktplätzen ansprechend zu präsentieren. Bei der Auswahl der Marktplätze sollten Betreiber:innen auf folgende Kriterien achten:

Partner aus dem HORECA Scout
  • Professionelles Erscheinungsbild des Marktplatzes mit vielen teilnehmenden Restaurants und einer großen Zahl an registrierten Nutzer:innen
  • die Möglichkeit für Kundschaft, direkt aus dem Marktplatz heraus zu reservieren
  • Intuitive bedienbare Oberfläche für die Einpflege von Fotos und Speisekarten, einfache Aktualisierungen
  • Anbindung an das eigene Reservation Management, um Reservierungen besser verwalten zu können

Besser planen und die Übersicht behalten

Um das Reservierungs-Management vereinfachen und die Tischauslastung maximieren zu können, benötigen Restaurant-Betreiber:innen ein leistungsfähiges und integratives Werkzeug, das alle Arten der Reservierung und Tischvergabe managen kann. Das klingt einfacher, als es ist, denn es gibt viele Kanäle, über die potenzielle Kundschaft einen Platz im Restaurant reservieren können sollte: zum Beispiel über die Website bestenfalls mit Reservierungskalender, per E-Mail oder Telefon, über einen oder mehrere Online-Marktplätze, direkt aus Google Maps oder einer Social-Media-Empfehlung und nicht zuletzt spontan an der Eingangstür. Alle diese Informationen sollten an einer Stelle zusammenfließen und in einer Art Dashboard übersichtlich dargestellt werden. Nur dann ist es möglich, die Tische effektiv auszulasten, Stoßzeiten zu managen und der Kundschaft schon in der Reservierungsphase einen ansprechenden Service zu bieten.

Lesen Sie auch
Recht und ComplianceRechtsprechung und UrteileRecruiting und Fachkräftemangel
Kununu-Fall rechtskräftig: Was Arbeitgeber bei anonymen Bewertungen verlangen können

Auch wenn es auf den ersten Blick nach mehr administrativer Arbeit aussieht, im Alltag zeigt sich der praktische Nutzen einer solchen Integration. Angestellte können auf einen Blick sehen, wie hoch die Auslastung ist und im Tagesverlauf sein wird, egal über welchen Kanal die Reservierungen und Anfragen kamen. Das ist hilfreich, um insbesondere Laufkundschaft wunschgemäß platzieren, Wartezeiten benennen und um kurzfristige Reservierungsanfragen beantworten zu können. Wenn sich dann noch die Gäste unkompliziert ein- und auschecken, sowie No-Shows und Sonderwünsche einpflegen lassen, entsteht eine wertvolle Datenbasis – nützlich sowohl für den Tagesbetrieb als auch für langfristige, strategische Entscheidungen.

Manche Software-Werkzeuge bieten zudem weitere, hilfreiche Zusatzfunktionen: So lässt sich beispielsweise der Versand von Reservierungsbestätigungen und Erinnerungen automatisieren. Beides senkt nachweislich die No-Show-Rate. Zudem kann das Einstellen von Reservierungspausen sinnvoll sein, um Stoßzeiten besser zu managen.

Themen in diesem Artikel
DigitalisierungOnline-ReservierungenOnline-Reservierungsplattform

Daten analysieren und strategisch entscheiden

Daten und deren Analyse sind in vielen Branchen zu entscheidenden Werkzeugen der Optimierung geworden. Im Gastgewerbe ist die ganzheitliche Erfassung nicht ganz einfach, sollen doch – wie oben beschrieben – zahlreiche, sehr unterschiedliche Quellen und Arten von Daten erfasst werden. Die Integration und eine extrem unkomplizierte Bedienbarkeit der Management-Lösung sind deshalb essentiell.

Der Aufwand lohnt sich. Durch die Analyse der Daten im Zeitverlauf lassen sich wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse und Vorlieben der Gäste gewinnen. Zum Beispiel:

  • Welche Kanäle nutzen die Kundschaft, um zu reservieren und mit welchem zeitlichen Vorlauf tun sie dies?
  • Wie hoch ist der Anteil an Laufkundschaft?
  • Wie hoch ist die No-Show-Rate?
  • Welche Tische sind die beliebtesten?
  • Wie variiert die Verweildauer in Abhängigkeit der Tageszeit?
  • Wann und wie oft kommt es zu unerwarteten Stoßzeiten?
  • Wie erfolgreich sind welche Marketing-Aktionen auf welchen Kanälen und wird die Zielgruppe erreicht?
Lesen Sie auch
Gastro, Recht und GewerbeRecht und ComplianceArbeitszeit, Dienstplan, und SchichtplanungGehalt, Benefits und AltersversorgungManagement
Saisonarbeit im Gastgewerbe: Die rechtlichen Fallstricke bei kurzfristiger Beschäftigung

Erfahrene Restaurant-Betreiber:innen mögen diese Fragen mit ihrem Gefühl fürs Geschäft halbwegs beantworten können. Doch genaue Datenanalysen zeichnen ein exakteres Bild und stellen Zusammenhänge her, die so bisher nicht im Vordergrund standen. Fast immer lassen sich daraus Optimierungspotenziale erkennen – für die Einteilung der Restaurantbereiche etwa, für die internen Service-Prozesse und für die Marketing-Maßnahmen. Strategische Entscheidungen auf der Basis valider Daten sind fundierter und nachhaltiger. 

Fazit: Mehr Digitalisierung, mehr Umsatz

Im Prinzip sollten drei Kriterien erfüllt sein, damit mehr Digitalisierung in Restaurants einen spürbaren Effekt bringt: eine gute Sichtbarkeit des Restaurants etwa über einen Marktplatz, das effektive Management von Reservierungen und Tischkapazitäten mit Hilfe einer Reservation-Management-Lösung und die Auswertung der so gesammelten Daten, um die Prozesse im Restaurant zu optimieren. Wird dies alles auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasst, lassen sich eine effektivere Planung, eine höhere Auslastung, besserer Rund-um-Service und mehr Umsatz erreichen.  

Mehr Informationen

Sterne-Advo
Recht und Compliance

Kununu-Fall rechtskräftig: Was Arbeitgeber bei anonymen Bewertungen verlangen können

Anonyme Bewertungen auf Arbeitgeberportalen können Hotels und Gastronomiebetriebe erheblich treffen – besonders, wenn unklar bleibt, ob die bewertende Person tatsächlich Kontakt zum Betrieb hatte. Nach einem rechtskräftigen Kununu-Beschluss ordnet Rechtsanwalt Jan Meyer im Interview ein, wann Portale die Echtheit prüfen müssen, welche Kritik Arbeitgeber weiterhin hinnehmen müssen und warum bei zweifelhaften Bewertungen schnelles Handeln entscheidend ist.

Towfiqu barbhuiya, Unsplash
Finanzen und Controlling

Finanzen im Griff: Wie ein Steuerberater Gastronomen bei Buchhaltung und Liquidität unterstützt

Drei Prozent Umsatzrendite, steigende Kosten und ein Dickicht aus Umsatzsteuersätzen, TSE-Pflicht und Meldevorschriften: Für Gastronomiebetriebe entscheidet sich die finanzielle Handlungsfähigkeit selten am Kontostand, sondern an den richtigen Kennzahlen. Welche Werte den Unterschied machen und wie eine branchennahe steuerliche Betreuung zum Steuerungsinstrument wird.

Courtney Cook, Unsplash
Branche und Trends

Eiscreme-Report 2025: Preise, Lieblingssorten und Verkaufsmuster im DACH-Vergleich

Sommer, Sonne – und ganz viel Eis: Der Eiscreme-Index 2025 nimmt das alljährliche Eis-Konsumverhalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter die Lupe. Welche Eissorten haben die Nase vorn? Wann ist die beliebteste Eiszeit? Was kostet die Kugel mittlerweile – und wo wird am günstigsten und wo am teuersten geschlemmt? orderbird hat das Eis-Konsumverhalten der letzten Jahre untersucht und spannende Trends identifiziert.

Weitere Artikel zum Thema

Gemini, onlinebirds
Reisende fragen heute ChatGPT und Gemini nach dem passenden Hotel – doch viele Betriebe tauchen in diesen Empfehlungen gar nicht erst auf. Die erste Auswertung des AI Prompt Scores zeigt: Wer künftig von KI-Systemen empfohlen[...]
Gemini, onlinebirds
ALLEHERZEN GmbH
Am 2. August 2026 greifen die Transparenzpflichten des EU AI Acts – trotz verschobener Fristen an anderer Stelle. Doch reicht es aus, KI-Systeme nur zu kennzeichnen? Und was passiert, wenn Künstliche Intelligenz eigenständig Prozesse in[...]
ALLEHERZEN GmbH
ACCONSIS
Die Kassennachschau kommt meist unangekündigt – und entscheidet sich selten an einem einzelnen Fehler, sondern an Mustern, Abläufen und Nachvollziehbarkeit. Gerade in der Gastronomie erleben wir immer wieder dieselben Schwachstellen: technisch oft korrekt, aber organisatorisch[...]
ACCONSIS
Torsten Dettlaff, Pexabay, Pexels
Nach Angaben des Verbands wirkte die Beschwerde professionell und plausibel. Im Hotel wurden deshalb zunächst interne Abläufe und das vermeintlich betroffene Zimmer überprüft. Erst dabei fiel auf, dass die genannte Zimmernummer 721 in dem Betrieb[...]
Torsten Dettlaff, Pexabay, Pexels
Canva
Ein einziger technischer Check, knapp 20.000 Hotel-Websites – und ein Ergebnis, das die Branche aufhorchen lässt: Ausgerechnet die Häuser mit den meisten Sternen patzen am häufigsten. Was steckt hinter dem „Luxus-Paradox", und warum wird digitale[...]
Canva
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.