Suche

GEMA-Tarifveränderungen 2025

Die Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV) – in der u. a. DEHOGA, HDE und weitere Verbände zusammengeschlossen sind – verhandelt regelmäßig mit der GEMA über Anpassungen und Veränderungen bei den Tarifen. Aktuell prägen vor allem digitale Abläufe, allgemeine Kostensteigerungen und neue Compliance-Regeln die Landschaft.

sabarnidey01 | Pixabaysabarnidey01 | Pixabay

Tariflage ab 2025

Seit dem 1. Januar 2025 gelten umfassende Anpassungen:

  • Allgemeine Erhöhung um 4 % – betrifft nahezu alle Tarife.

    • Beispiel: Radio bis 200 m² Nutzfläche stieg von 431,70 € (2024) auf 448,90 € (2025).

  • Gastronomie: Hintergrundmusik in Betrieben bis 150 m² kostet 400–600 € pro Jahr (ca. 33–50 €/Monat).

  • Fitnessstudios: 800–1.200 € jährlich, abhängig von Fläche und Nutzung.

  • Kurse: 0,54 € je Stunde bei bis zu 10 Teilnehmern (vorher 0,52 €).

  • Spezialtarife: Wartezimmer (WR-S KKH) 4,05 €/Raum/Jahr; Sportveranstaltungen 29,10 € je 150 Zuschauer.

Partner aus dem HORECA Scout

Digitalisierung und neue Regeln

Die GEMA hat parallel ihre Strukturen umgestellt:

  • Digitale Abwicklung: Anmeldung, Verwaltung und Zahlungen erfolgen fast ausschließlich über Online-Portale.

  • KI-generierte Musik: Nutzer müssen glaubhaft nachweisen, wenn kein menschlicher schöpferischer Beitrag vorliegt – sonst meldepflichtig.

  • Sanktionen: Bei Verstößen können Nachforderungen und Strafzahlungen (bis zur Verdoppelung der Gebühren) entstehen.

Lesen Sie auch
Gastro, Recht und GewerbeRecht und Compliance
Typische Streitfragen bei Hotel- und Gastronomieimmobilien

Gastronomie-Pakete 2025

Für die Gastronomie bietet die GEMA kombinierte Monatspakete an, die mehrere Tarife bündeln:

Themen in diesem Artikel
Gastro, Recht und Gewerbe
  • Paket S (Hintergrundmusik, Radio, Tonträger): ab 64,09 €/Monat.

  • Paket M (inkl. TV-Großbild ab 65″): ab 115,02 €/Monat.

  • Paket L (inkl. Streaming und DVD): ab 171,32 €/Monat.

Verbandsnachlässe

Mitgliedsbetriebe im DEHOGA erhalten weiterhin einen Gesamtnachlass von 20 % auf die GEMA-Gebühren. Beispiel: Hotelfernsehen reduziert sich von 29,34 € auf 23,27 € pro Zimmer/Jahr.

Rückblick Tarifentwicklung 2020–2023

In den vergangenen Jahren kam es zu stufenweisen Anpassungen:

Lesen Sie auch
Gastro, Recht und GewerbeRecht und ComplianceArbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung
Arbeitszeitgesetz: DEHOGA nennt ersten Referentenentwurf „Schlag ins Gesicht“ für den Mittelstand
  • 2020–2023: Die Tarife R I 1 (Radio) und M-U III 8 (Musiknutzung in Geschäften) wurden mehrfach erhöht.

  • 2022: Allgemeine Tarifsteigerung von 2,5 %. Clubs, Discotheken und Nachtbetriebe waren bei bestimmten Tarifen (M-CD II 2, U-T, WR-N) ausgenommen.

Fazit

Die GEMA setzt zunehmend auf digitale Prozesse, Paketlösungen und regelmäßige Gebührenerhöhungen. Betriebe müssen verstärkt auf korrekte Online-Meldungen achten, mögliche Einsparungen durch Verbandsrabatte nutzen und die neuen Regeln zu KI-generierter Musik im Blick behalten.

Quinyx
Arbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung

Mindestlohn 2026: Wie Betriebe im Gastgewerbe Personalkosten wieder steuerbar machen

13,90 Euro heute, 14,60 Euro 2027 – und fast jede zweite Arbeitskraft im Gastgewerbe ist betroffen. Doch der Stundensatz allein entscheidet nicht über die Personalkosten. Wo genau im Dienstplan das Geld verloren geht und welche Schicht-Stellschrauben Lohnsteigerungen abfedern, ohne Service und Team zu belasten.

Joshua Rodriguez, Unsplash
Arbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung

Rentenreform: DEHOGA warnt vor Minijob-Aus und sieht eine Million Stellen im Gastgewerbe in Gefahr

Es geht um die Zukunft eines ganzen Beschäftigungsmodells: Die Rentenkommission will den Sonderstatus von Minijobs streichen, und im Gastgewerbe stehen damit rund 1,1 Millionen Stellen auf dem Spiel. DEHOGA-Präsident Guido Zöllick spricht von einem „Frontalangriff“ auf die Branche, warnt vor neuer Schwarzarbeit und fordert die Politik zum Umsteuern auf.

Markus Spiske, Pexels
Datenschutz

Sommer 2026: Personelle Abwesenheit wird zum Sicherheitsrisiko

Urlaubszeit und ausgedünnte Teams schaffen genau die Lücken, die Cyberkriminelle suchen. Stoïk-Daten belegen, dass Juli und August zu den schadensintensivsten Monaten zählen – und dass die Hotellerie zunehmend ins Visier gerät. Anhand dreier Fälle wird sichtbar, wie E-Mail-Betrug, manipulierte Bankverbindungen und verzögert wirkende Kompromittierungen funktionieren.

Banerjee & Kollegen
Gastro, Recht und Gewerbe

Typische Streitfragen bei Hotel- und Gastronomieimmobilien

Gewährleistungsausschlüsse sind bei Bestandsimmobilien üblich, im Gastgewerbe aber nur dann tragfähig, wenn die Informationslage stimmt. Streit entsteht regelmäßig dort, wo bekannte Einschränkungen der Nutzung oder der Betriebsfähigkeit nicht sauber offengelegt und vertraglich eingeordnet werden.

Weitere Artikel zum Thema

Banerjee & Kollegen
Gewährleistungsausschlüsse sind bei Bestandsimmobilien üblich, im Gastgewerbe aber nur dann tragfähig, wenn die Informationslage stimmt. Streit entsteht regelmäßig dort, wo bekannte Einschränkungen der Nutzung oder der Betriebsfähigkeit nicht sauber offengelegt und vertraglich eingeordnet werden.[...]
Banerjee & Kollegen
geralt, Pixabay (KI)
Acht Stunden, zehn Stunden – oder bald eine ganze Woche zum Verteilen? Ein erster Entwurf aus dem Bundesarbeitsministerium soll das Arbeitszeitgesetz reformieren. Doch ausgerechnet die geplante Flexibilisierung sorgt für scharfe Kritik aus dem Gastgewerbe. Warum[...]
geralt, Pixabay (KI)
DEHOGA; ROMAN ODINTSOV, Pexels
Erdbeerkonfitüre darf jetzt wieder Marmelade heißen, im Honigglas muss jedes Herkunftsland einzeln stehen, und in der Konfitüre steckt mehr Frucht als bisher: Seit dem 14. Juni 2026 gelten neue EU-Vorgaben für Honig, Marmelade, Konfitüre und[...]
DEHOGA; ROMAN ODINTSOV, Pexels
Yasin Alsbey, Unsplash
Zur Fußball-WM 2026 planen viele Gastronomie-Betriebe Public Viewing, Aktionskarten und besondere Angebote. Ein neues DEHOGA-Merkblatt zeigt, worauf Betriebe bei Werbung, Dekoration und geschützten FIFA-Begriffen achten müssen.[...]
Yasin Alsbey, Unsplash
Robert Bye, Unsplash
Sommer, Sonne, Außengastronomie – und eine Rechnung, die je nach Standort um den Faktor 60 auseinandergehen kann. Pünktlich zum Start der Hauptsaison hat der Bund der Steuerzahler die Terrassengebühren für rund 200 deutsche Städte erhoben.[...]
Robert Bye, Unsplash
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.