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Kollege Roboter: Hotel zeigt, wie Automatisierung den Hotelalltag entlastet

Zukunft zum Anfassen: Unter dem Motto „Hotelroboter der neuen Generation in Aktion“ zeigten Event Hotels und Giobotics im Mercure Hotel Bochum City, wie innovative Serviceroboter den Hotelalltag bereichern. Im Mittelpunkt stand die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in der modernen Hotellerie – live erlebbar durch intelligente Serviceroboter in den Bereichen Minibar, Reinigung und Gastronomie.

vlnr: Abräumroboter „Rudolph“, F&B-Roboter „Lore“, Minibar-Roboter „Jeeves“ und Saugroboter „Pudu“; Anne Wirtzvlnr: Abräumroboter „Rudolph“, F&B-Roboter „Lore“, Minibar-Roboter „Jeeves“ und Saugroboter „Pudu“; Anne Wirtz

Die Roboter haben dabei nicht nur funktionale Aufgaben, sondern auch individuelle Namen, die ihnen eine persönliche Note verleihen. Im Mercure Hotel Bochum City beispielsweise gibt es in Anlehnung an ehemalige Bergbauzeiten den F&B-Roboter „Lore“.

„Unsere Gäste reagieren begeistert – viele sehen den Roboter als Erlebnis und echten Mehrwert“, so André Wagner, General Manager des Mercure Hotel Bochum City. Insbesondere Familien und Geschäftsreisende schätzen die kontaktlose, jederzeit verfügbare Unterstützung. Auch Mitarbeitende zeigen sich laut Wagner erleichtert: „Unsere Teams können sich stärker auf persönlichen Service konzentrieren – monotone, körperlich belastende Aufgaben übernimmt die Technik.“

Gerald Scheurmann-Kettner, CIO von Event Hotels, betonte in seiner Keynote die strategische Bedeutung der Automatisierung: „Roboter sind keine Spielerei, sondern eine Antwort auf die großen Herausforderungen der Branche – vom Fachkräftemangel bis hin zum steigenden Effizienzdruck.“ Besonders wichtig sei dabei das Zusammenspiel mit den Mitarbeitenden, die als „Roboter-Buddies“ mit Know-how und Fingerspitzengefühl für den optimalen Ablauf sorgen.

Partner aus dem HORECA Scout

„Mit über 900 aktiven Robotern in Deutschland  und mehr als 20 Millionen gereinigten Quadratmetern im Jahr 2024 zeigt sich: Serviceroboter sind ein echter Mehrwert für die Hospitality-Branche“, sagt Dennis Dehring, Geschäftsleiter von Giobotics. „Wir wollen zeigen, wie Technologie heute schon reale Probleme löst – effizient, zuverlässig und im Einklang mit dem Menschen.“

Jeeves: Minibar-Roboter mit Aufzugnutzung

Jeeves, der charmante Minibar-Roboter, liefert rund um die Uhr Snacks, Getränke oder Hygieneartikel direkt ans Hotelzimmer. Der Roboter navigiert eigenständig durch das Hotel, nutzt Aufzüge und liefert Produkte wie Cola, Wasser, Rotwein sowie lokale Snacks direkt an die Zimmertür. Gäste können über das Zimmertelefon oder den Roboter selbst eine Bestellung aufgeben, die kontaktlos geliefert wird. „Besonders bei Familien und technikaffinen Gästen sorgt Jeeves für Begeisterung und wird vielfach als Highlight des Aufenthalts genannt“, sagt André Wagner.

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BellaBot & HolaBot: Effiziente Unterstützung im Restaurant

Im Restaurantbereich unterstützen BellaBot und HolaBot das Servicepersonal bei der Auslieferung und beim Abräumen von Speisen und Geschirr – besonders in Stoßzeiten oder bei großen Gruppen. BellaBot kann Speisen und Getränke an den Tisch liefern. Dank intelligenter Sensorik erkennt er, ob eine Bestellung entnommen wurde, pausiert bei Hindernissen und interagiert auf sympathische Weise mit Gästen. Drei unterschiedliche Servicekonzepte erlauben eine flexible Einbindung in bestehende Abläufe oder digitale Bestellsysteme. Das individuelle Design macht BellaBot sofort zum Publikumsliebling – vor allem bei Kindern. HolaBot ist auf das Abräumen spezialisiert: Mit einer Traglast von bis zu 60 Kilo transportiert er vier Abräumwannen oder bis zu acht Tabletts gleichzeitig. Über einen Rufempfänger wird er zum Tisch gerufen, beladen und fährt dann eigenständig in die Spülküche. Optional erleichtert eine spezielle Abräumstation die vorsortierte Übergabe. Das entlastet das Personal und verbessert Ergonomie und Abläufe im Küchenbereich.

Themen in diesem Artikel
Künstliche Intelligenz, KI und AutomationRoboterService-Roboter

Das Feedback der Gäste ist überwiegend positiv. Vereinzelte Bedenken hinsichtlich des Arbeitsplatzverlustes werden durch die Hotelverantwortlichen entkräftet: Die Roboter unterstützen – ersetzen jedoch nicht. Sie ermöglichen mehr Zeit für den persönlichen Service.

Pudu CC1: Autonome Flurreinigung mit Aufzuganbindung über 14 Etagen

Der Reinigungsroboter Pudu übernimmt im Mercure Hotel Bochum das Staubsaugen auf den Hotelfluren. Mit einer Betriebsdauer von etwa 2,5 bis 3 Stunden täglich sorgt der Pudu CC1 für eine konstant hohe Reinigungsqualität, wobei insbesondere die gleichmäßige und präzise Reinigung der Hotelgänge hervorgehoben wird. Lediglich an den Rändern sind wöchentlich ergänzende manuelle Nacharbeiten erforderlich. Die Möglichkeit, repetitive Aufgaben durch den Roboter zu automatisieren, ermöglicht es dem Personal, sich auf anspruchsvollere Serviceaufgaben zu konzentrieren und damit das Gästeerlebnis weiter zu verbessern. Besonders hervorzuheben ist hier, dass der PUDU CC1 durch eine Konnektivität zum Aufzug selbständig über alle 14 Etagen des Hotels die Reinigung der Flure vornimmt und so eine massive Entlastung des Housekeeping bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung in der Reinigung darstellt.

Zukunftsaussichten und Herausforderungen

Der technologische Vorsprung hebt das Mercure Hotel Bochum von der Konkurrenz ab und spricht neue Zielgruppen an. Serviceroboter bieten Antworten auf Fachkräftemangel und Effizienzdruck – allerdings bleibt die technische Zuverlässigkeit ebenso entscheidend wie die Akzeptanz durch die Gäste. Langfristig überwiegen die Vorteile: gesteigerte Effizienz, entlastete Teams, Kostenersparnisse und ein modernes, innovatives Hotelerlebnis.

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Starke Partnerschaft mit Perspektive

Seit 2023 arbeiten Event Hotels und Giobotics erfolgreich zusammen. Aus einem Pilotprojekt wurde ein Zukunftsmodell: Heute sind bereits mehr als 60 F&B-Roboter und etliche Reinigungsroboter in verschiedenen Häusern im Einsatz – mit nachweislich positiven Rückmeldungen von Gästen und Mitarbeitenden. „Diese Technologie schafft Freiraum für echten, menschlichen Service“, sagt Gerald Scheurmann-Kettner.

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