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Mehr Zeit, weniger CO₂: Frauen und junge Menschen reisen nachhaltiger

  • 44 % der Befragten haben bereits bewusst eine langsamere Reise gewählt, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern – besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei jungen Reisenden zwischen 29 und 44 Jahren sowie bei Frauen.
  • Slow Travel bedeutet weniger CO₂-Emissionen und ein intensiveres Reiseerlebnis: Züge und Busse verursachen deutlich weniger CO₂ als Flugzeuge, während Reisende Landschaft und Kultur bewusster erleben können.
  • Betriebe im Gastgewerbe profitieren von diesem Trend, wenn Gäste mehr Zeit vor Ort verbringen – das stärkt die lokale Wirtschaft abseits großer Touristenzentren und reduziert Overtourism.

Ketut Subiyanto, PexelsKetut Subiyanto, Pexels

Slow Travel im Trend

Fast die Hälfte der Befragten (44 %) gab an, bereits eine langsamere oder längere Reise gewählt zu haben, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Vor allem jüngere Reisende gehen mit gutem Beispiel voran. Die Umfrage basiert auf mehr als 3.000 Teilnehmer:innen – mit deutlichen Unterschieden zwischen den Ländern: In den Niederlanden haben bislang nur 32 % bewusst eine solche Reise gewählt, um die Umwelt zu schonen. Deutsche, Briten und Franzosen lagen dagegen bei knapp 50 %.

In Deutschland sind es vor allem Reisende zwischen 29 und 44 Jahren, die für mehr Nachhaltigkeit einen langsameren Reiseweg in Kauf genommen haben – rund 9 % über dem Durchschnitt. Die 45- bis 60-Jährigen zeigen sich zwar zurückhaltender, haben im europäischen Vergleich aber dennoch ein hohes Umweltbewusstsein.

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Frauen gehen voran

Ein weiterer klarer Trend: Frauen treffen nachhaltigere Reiseentscheidungen als Männer. Besonders deutlich wird das in Frankreich, wo Frauen 77 % häufiger als Männer aus Umweltgründen eine langsamere oder längere Reise auf sich genommen haben. In den Niederlanden liegt der Unterschied bei 24 % und in Deutschland bei vergleichsweise moderaten 5 %.

Langsam unterwegs – gut für Umwelt und Kultur

Langsamere Reisen ermöglichen ein intensiveres Erlebnis von Landschaft und Kultur und das Klima. Züge und Busse verursachen pro Personenkilometer deutlich weniger CO₂ als Flugzeuge oder Autos. Kurzstreckenflüge sind besonders umweltschädlich, da Start und Landung den größten Anteil ausmachen. Gleichzeitig profitiert die lokale Wirtschaft, wenn Reisende mehr Zeit abseits großer Touristenzentren verbringen – und Overtourism wird reduziert.

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Methodik

Für die Umfragen wurden 3.047 Reisende aus den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Belgien, Australien, den USA und Spanien befragt (Ende 2025). Weitere Detaildaten zu Ländern und Altersgruppen stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.

Themen in diesem Artikel
Nachhaltigkeit und UmweltschutzBranche und TrendsTourismusCO2-FußabdruckNachhaltigkeitReisetrendsSlow TravelUmweltbewustsein

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