Berlin, 6. Juli 2026 – Der viel zitierte Last-Minute-Effekt bleibt bei Kurzurlaubern im Sommer 2026 aus. Eine aktuelle Auswertung der GetAway Group, die Buchungsdaten ihrer Portale, darunter Kurzurlaub.de, Kurz-Mal-Weg.de und Beauty24.de, zusammenführt, zeigt: Gäste buchen sogar zeitiger als im Vorjahr, hängen mehr Nächte dran und wählen dabei Reiseregionen im eigenen Land. Dafür wurden die abgeschlossenen Juni-Buchungen aller Portale der Gruppe, sowie der bisherige Buchungseingang für Juli bis September jeweils mit dem gleichen Vorjahresstichtag verglichen. So lassen sich bereits belastbare Trends für den Sommer 2026 erkennen.
Früher buchen statt spontan entscheiden
Der Juni liefert ein klares Bild: Gäste buchten ihre Kurzreise im Schnitt 5,5 Tage früher als im Vorjahreszeitraum – der durchschnittliche Buchungsvorlauf stieg so von 54 auf 60 Tage. Der Anteil kurzfristiger Buchungen mit weniger als 14 Tagen Vorlauf sank von 29 auf 24 Prozent. Der durchschnittliche Buchungswert stieg im Juni auf 537 Euro, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Juni 2025.
Der Buchungsstand für Juni liegt in etwa auf Vorjahresniveau. Die Aufenthaltsdauer legte von 2,8 auf 3,0 Nächte zu. Für Juli bis September liegt der durchschnittliche Buchungswert bereits jetzt bei 627 Euro. Das sind knapp sechs Prozent über Vorjahr. Auch die Aufenthaltsdauer stieg um 9 Prozent auf durchschnittlich 3,3 Nächte pro Aufenthalt.
Das Bild, das sich daraus ergibt, ist eindeutig: Gäste entscheiden sich für längere Kurzreisen, planen weiter im Voraus und geben im Schnitt mehr Geld für die Reise aus.
Urlaub vor der Haustür: Mittelgebirge und Naturregionen auf dem Vormarsch
Parallel zum Trend zum frühzeitigen Buchen zeigen sich einige Naturregionen im Plus. Mittelgebirgsregionen wie das Sauerland und der Harz sowie Rügen legen im Buchungsstand gegenüber dem Vorjahreszeitraum spürbar zu.
Bei den Reisearten gewinnen naturnahe und familienorientierte Angebote an Bedeutung. Auffällig ist der Zuwachs bei Familienurlaub und Urlaub in den Bergen: Beide Kategorien starten von einer kleineren Basis, zeigen aber eine klare und durchgängige Aufwärtsbewegung im Buchungsstand, was mit den längeren Vorlaufzeiten und der wachsenden Reisedauer zusammenhängen dürfte.
„Unsere Daten zeigen klar: Kurzurlauber buchen wieder mit mehr Vorlauf und investieren gleichzeitig mehr in ihre Reise", sagt Alexandra Güdokeit, Head of Key Account Management bei der GetAway Group. „Der Markt spricht häufig von Last-Minute-Spontaneität. Was wir tatsächlich sehen, ist das Gegenteil: ein Sicherheitsgedanke, der sich in früherem Buchen, längeren Aufenthalten und einer klaren Präferenz für Urlaub im eigenen Land ausdrückt. Für unsere Hotelpartner heißt das: Wer frühzeitig Verfügbarkeiten kommuniziert und auf die wachsende Nachfrage in Natur- und Familienregionen reagiert, ist gut positioniert."
Tipps für Hotelpartner
Hotels in wachsenden Mittelgebirgs- und Naturregionen sowie in den nachfragestarken Bereichen Familienurlaub, Bergurlaub und naturnaher Erholung sollten ihre Verfügbarkeiten frühzeitig und planbar kommunizieren, um von der wachsenden Vorausbuchungsbereitschaft zu profitieren. Mit über 4.000 Hotelpartnern und mehr als 60 Millionen Website-Besuchen jährlich unterstützt die GetAway Group Hotels dabei, diese Nachfrage zu erreichen.
Hotels, die ihr Angebot strategisch als Arrangement denken, verlängern Aufenthalte, erhöhen den Umsatz pro Buchung und reduzieren die Vergleichbarkeit über den Preis.
„Wer Struktur, Erlebnisqualität und Kostentransparenz bietet, wird 2026 bewusst gewählt", so das abschließende Fazit von Alexandra Güdokeit.
Auswertungsgrundlage: Die GetAway Group hat Millionen Buchungen auf allen sieben Portalen der Gruppe in den Jahren 2024, 2025 und 2026 mit Abreisezeitraum in diesen drei Jahren untersucht.











