Suche

Trotz Inflation mehr Trinkgeld als noch 2019: orderbird-Studie zur Trinkgeldvergabe

orderbird, Anbieter von Cloud-Kassensystemen in der Gastronomie, hat die Trinkgeldvergabe in Restaurants zwischen 2019 und 2023 analysiert und ist zu interessanten Ergebnissen gekommen, die spannende Einblicke in die Trinkgeldkultur und Veränderungen im Gastgewerbe in den letzten Jahren zeigen.

Andrea Piacquadio, PexelsAndrea Piacquadio, Pexels

Mit Karte bitte! Kartenzahlung wird immer beliebter

Obwohl die Deutschen immer noch das Bargeld lieben und damit am liebsten ihre Rechnungen begleichen, nimmt bargeldloses Zahlen zu – auch als Folge von Corona. Eine Analyse der Rechnungen, die per Kreditkarte beglichen wurden, ergab, dass sich der Anteil dieser Zahlungsmethode von Anfang 2019 bis zum zweiten Quartal 2023 fast verdoppelt hat. Mittlerweile zahlt in Deutschland mehr als ein Drittel (36 %) der Personen mit Karte.

Das Geld sitzt lockerer trotz Krise: Mehr Trinkgeld bei steigender Inflation

Trotz steigender Inflation zeigt sich, dass 2023 insgesamt mehr Menschen Trinkgeld geben als noch 2019 und Trinkgeldgebende sowohl prozentual als auch absolut großzügiger sind. So wurde im ersten Quartal 2019 noch durchschnittlich 3,10 € Trinkgeld gegeben – das entspricht 12,29 % des Rechnungsbetrages –, während im ersten Quartal 2023 durchschnittlich 6,12 € Trinkgeld bzw. 17,69 % des Rechnungsbetrages gezahlt wurden. Obwohl die Entwicklung der Trinkgeldvergabe zwischen 2019 und 2023 einigen Schwankungen unterlag, so zeigt sich doch deutlich, dass Restaurantbesucher*innen über die Jahre mehr Trinkgeld geben. Dies verdeutlicht die Wertschätzung der Gäste gegenüber der Gastronomiebranche, insbesondere in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten.

Partner aus dem HORECA Scout

In der Not … wird mehr konsumiert

Trotz der Coronakrise und Inflation schlagen Restaurantbesucher*innen vermehrt zu, denn sie sparen nicht bei der Anzahl der bestellten Speisen und Getränke. Die Daten zeigen, dass der durchschnittliche Preis pro Produkt sowie der durchschnittliche Rechnungsbetrag bei Restaurantbesuchen gestiegen sind. Im Jahr 2023 liegt die Anzahl der Produkte pro Rechnung sogar leicht über dem Niveau von 2019: So bestellten Gäste in der Regel 5,3 Produkte im Restaurant, während es 2023 bereits 5,5 waren, wobei die Durchschnittspreise je Produkt fast um ein Viertel gestiegen sind – von 4,84 € im Jahr 2019 zu 6,22 € im Jahr 2023.

Lesen Sie auch
Künstliche Intelligenz, KI und AutomationSoftware und SystemeMarketingRevenuemanagement
Hotelsuche im Wandel: Wie KI und Social Media den Weg zur Buchung verändern

Die orderbird-Studie liefert wertvolle Einblicke in die Entwicklungen der deutschen Gastronomie, die sich in den letzten Jahren ergeben haben. Die steigende Großzügigkeit der Gäste und die unveränderte Begeisterung für die Kulinarik sind ermutigende Zeichen für die Branche in Zeiten des Wandels.

Methodik

Für die Ergebnisse wurden zwischen 2019 und dem 15. Juni 2023 anonymisierte Daten von über 5.600 Restaurants in Deutschland, die Kassensysteme von orderbird nutzen, intern ausgewertet und aufgearbeitet. Es wurden alle Rechnungen erfasst und für die genaue Analyse Kartenzahlung herangezogen, da davon ausgegangen werden kann, dass bei Barzahlungen das Trinkgeld in der Regel nicht im Kassensystem vermerkt wird.

Themen in diesem Artikel
ManagementTrinkgeld
Access Hospitality
Künstliche Intelligenz, KI und Automation

Hotelsuche im Wandel: Wie KI und Social Media den Weg zur Buchung verändern

Reisende starten ihre Hotelsuche heute auf TikTok, Instagram oder bei KI-Diensten wie Perplexity – nicht mehr nur bei Google. Was bedeutet das für Häuser, die künftig noch gefunden und gebucht werden wollen? Zwischen Stammdatenpflege, Bewertungsmanagement und Social-Media-Strategie entscheidet sich, wer in den neuen Antwortmaschinen auftaucht – und wer unsichtbar bleibt.

Vitaly Gariev, Pexels
Branche und Trends

Was Fußballfans rund um die WM bestellen – und was das für Betriebe zeigt

Während der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat ein großer Lieferdienst erstmals ausgewertet, was deutsche Fans vor und nach Spielen bestellen. Das Ergebnis überrascht: Die stärksten Zuwächse finden sich nicht bei Bier und Pizza, sondern bei Partydekoration und Einweggeschirr. Die Daten zeigen, wie sehr Fußball-Großereignisse zum gemeinsamen sozialen Ritual geworden sind – mit klaren Mustern bei Vorbereitung und Verarbeitung.

Weitere Artikel zum Thema

Access Hospitality
Reisende starten ihre Hotelsuche heute auf TikTok, Instagram oder bei KI-Diensten wie Perplexity – nicht mehr nur bei Google. Was bedeutet das für Häuser, die künftig noch gefunden und gebucht werden wollen? Zwischen Stammdatenpflege, Bewertungsmanagement[...]
Access Hospitality
Carolina Almeida, Unsplash
Kinderfreie Zonen ja, tierfreie eher nicht: Eine aktuelle Umfrage bringt eine überraschende Doppelbotschaft ans Licht. Warum eine Mehrheit der Deutschen Adults-only-Konzepte gutheißt, den Hund aber lieber am Tisch hätte – und was das für die[...]
Carolina Almeida, Unsplash
Gastivo Portal GmbH
Kostendruck, veränderte Gästeerwartungen und dennoch mehr Zuversicht: Wie schaffen es Betriebe, sich wirtschaftlich zu stabilisieren – und warum entwickelt sich ausgerechnet die alkoholfreie Getränkekarte zum Umsatzmotor? Eine aktuelle Branchenauswertung liefert überraschende Antworten.[...]
Gastivo Portal GmbH
Pavel Danilyuk, Pexels
Minijobs sollen politisch nicht abgeschafft werden. Für Hotellerie und Gastronomie ist das ein wichtiges Signal. Gleichzeitig stehen höhere Arbeitgeberbelastungen im Raum. Betriebe sollten deshalb nicht nur auf den Erhalt der Minijobs schauen, sondern auch auf[...]
Pavel Danilyuk, Pexels
Vitaly Gariev, Pexels
Während der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat ein großer Lieferdienst erstmals ausgewertet, was deutsche Fans vor und nach Spielen bestellen. Das Ergebnis überrascht: Die stärksten Zuwächse finden sich nicht bei Bier und Pizza, sondern bei Partydekoration[...]
Vitaly Gariev, Pexels
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.