Suche

Weniger Abfall und mehr Grün in den Laaxer Küchen

Das schweizer Skigebiet Laax gilt als Vorreiter im nachhaltigen Wintersport. Konsequente Mülltrennung, solarbetriebene Bergbahnen, Strom aus Wasserkraft und ein schonender Umgang mit Ressourcen gehören seit Jahren zur Strategie der Destination. Im ersten rein vegetarischen Restaurant des Riders Hotels sagt Laax nun der Lebensmittelverschwendung den Kampf an.

Mit vegetarischer Küche die Gäste überraschen und verzaubern.Riders HotelRiders Hotel

Im Dezember eröffnete im Riders Hotel offiziell das erste vegetarische-vegane Restaurant in Laax. „Wir sind selbst keine Vegetarier, essen aber sehr gerne vegetarisch und sind offen für Neues,“ so Roger Heid, Direktor des Riders Hotel. „Es gibt schon sehr viele gute Gastronomiebetriebe in Laax, aber noch kein Veggie-Restaurant und die Nachfrage dafür steigt stark.“ Einer Studie des britischen Unternehmens The Eco Experts zufolge ist die Schweiz das Land in Europa, das den geringsten Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch hat. Gesundheit sowie der Tier- und Umweltschutz spielen insbesondere bei jungen Menschen eine wachsende Rolle in Ernährungsentscheidungen. Mit dem Verzicht auf Fleisch bietet das Restaurant im Riders Hotel Gästen in der Region nun eine klimafreundliche und leckere Alternative zu den traditionellen Gerichten. Das Restaurant soll darüber auch Fleischliebhaber ansprechen und die Vielfalt vegetarischer Gerichte zeigen. Von Mittwoch bis Sonntag gibt es hier Gerichte aus saisonalen, regionalen und biologischen Zutaten, so zum Beispiel Polenta aus dem Albulatal.

Mit Kitro gegen Lebensmittelverschwendung

Doch nicht nur die Menükarte wird buchstäblich grüner, auch hinter den Kulissen arbeitet das Küchenteam an mehr Nachhaltigkeit. So startete das Riders Hotel im Winter 2017/18 ein Pilotprojekt: In Zusammenarbeit mit Kitro, einer vollautomatischen Foodwaste Management Lösung, maß und analysierte das Küchenteam die gesamte Wintersaison lang Essensreste, die in der Küche und im Restaurant anfielen. Das Ergebnis: Von Dezember 2017 bis April 2018 fielen im Riders Hotel 505,5 Kilogramm vermeidbarer Müll an, ein Äquivalent von rund 1.360 Euro und 86 Tagen Strom für einen Haushalt. Bereits während der Saison passte das Hotel die Einkäufe an die laufenden Ergebnisse an und reduzierte die Verschwendung von beispielsweise Obst sowie stärkehaltigen Lebensmittel um über 50 Prozent. „Wir wissen jetzt auf das Produkt genau, wo bei uns Müll anfällt und können unsere Einkäufe entsprechend planen,“ so Roger Heid. „Das Projekt hat den Müll und unsere Schwachstellen sichtbar gemacht. Jetzt können wir gezielt daran arbeiten.“ Das Pilotprojekt war so erfolgreich, dass in der Wintersaison 2018/19 auch weitere Hotels und Restaurants der Destination, wie das Berghaus Nagens, mit der Foodwaste Management Lösung in ihren Küchen arbeiten.

Partner aus dem HORECA Scout

Tipps für die korrekte Entsorgung von Abfällen gefällig?

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Warum Stornos bei der Kassennachschau zum Prüfungsrisiko werden

Die Kassennachschau kommt meist unangekündigt – und entscheidet sich selten an einem einzelnen Fehler, sondern an Mustern, Abläufen und Nachvollziehbarkeit. Gerade in der Gastronomie erleben wir immer wieder dieselben Schwachstellen: technisch oft korrekt, aber organisatorisch angreifbar. In unserer 10-teiligen Beitragsserie zeigen wir die 10 größten Fehler bei der Kassennachschau.

Stella He, Unsplash
Gastro, Recht und Gewerbe

Neue BGN-Themenseite „Küchenbetriebe“: Alles Wichtige zum Arbeitsschutz auf einen Blick

Die Küche zählt zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen im Gastgewerbe – doch die Anforderungen an Arbeitsschutz und Unfallprävention waren bislang über zahlreiche Dokumente verstreut. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe ändert das jetzt mit einer zentralen Anlaufstelle. Was Betriebe dort finden – und warum sich ein Lesezeichen lohnt.

Gastronovi
Finanzen und Controlling

Gastronomen verschenken bis zu 70.000 Euro jährlich

Viele Gastronomen nutzen bereits digitale Kassensysteme, Reservierungstools oder Warenwirtschaftslösungen. Doch ein Großteil der integrierten Funktionen bleibt oft ungenutzt. Hochgerechnet auf ein Jahr kann sich das ungenutzte Potenzial auf über 70.000 Euro pro Betrieb belaufen. Christian Jaentsch von Gastronovi hat die am häufigsten übersehenen Funktionen analysiert und gibt praxisnahe Tipps, wie Gastronomen ihre bestehende Infrastruktur besser ausschöpfen können.

Günther Dillingen, Pexels
Kostenmanagement

Parkraum als Umsatzbremse: Warum ungenutzte Stellplätze Betriebe direkt Geld kosten

Keine Parkplätze, keine Gäste? In deutschen Städten verschärft sich die Stellplatzsituation – und wird für Gastronomen und Hoteliers zum handfesten Umsatzproblem. Doch das eigentliche Dilemma liegt nicht im Mangel, sondern in der ineffizienten Nutzung. Während Dauerparker und Fremde Flächen blockieren, stehen Stellplätze außerhalb der Stoßzeiten leer. Wie lässt sich Parkraum so steuern, dass er die eigene Wertschöpfung unterstützt statt zu bremsen?

Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Branche und Trends

Erfolgreicher Einsatz gegen Lebensmittel-Abfälle

Die Augustinum Gastronomie hat ihr selbstgestecktes Ziel zur Reduzierung von Lebensmittel-Abfällen deutlich übertroffen. Statt der angestrebten 30 Prozent wurden bereits 36 Prozent erreicht – das entspricht einer jährlichen Einsparung von 228 Tonnen bundesweit. Das Unternehmen versorgt 23 Seniorenresidenzen sowie Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Bis 2030 soll die Reduktion auf 50 Prozent gesteigert werden.

Weitere Artikel zum Thema

Gastronovi
Viele Gastronomen nutzen bereits digitale Kassensysteme, Reservierungstools oder Warenwirtschaftslösungen. Doch ein Großteil der integrierten Funktionen bleibt oft ungenutzt. Hochgerechnet auf ein Jahr kann sich das ungenutzte Potenzial auf über 70.000 Euro pro Betrieb belaufen. Christian[...]
Gastronovi
Günther Dillingen, Pexels
Keine Parkplätze, keine Gäste? In deutschen Städten verschärft sich die Stellplatzsituation – und wird für Gastronomen und Hoteliers zum handfesten Umsatzproblem. Doch das eigentliche Dilemma liegt nicht im Mangel, sondern in der ineffizienten Nutzung. Während[...]
Günther Dillingen, Pexels
Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Die Augustinum Gastronomie hat ihr selbstgestecktes Ziel zur Reduzierung von Lebensmittel-Abfällen deutlich übertroffen. Statt der angestrebten 30 Prozent wurden bereits 36 Prozent erreicht – das entspricht einer jährlichen Einsparung von 228 Tonnen bundesweit. Das Unternehmen[...]
Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Abhishek Navlakha, Pexels
Das Immobilienberatungsunternehmen Savills verzeichnet für das erste Quartal 2026 nur 163 Mio. Euro Transaktionsvolumen – ein deutlicher Rückgang. Doch die Zwölf-Monats-Bilanz fällt positiver aus. Warum die Betreiberseite zum bestimmenden Thema wird und welche Investoren jetzt[...]
Abhishek Navlakha, Pexels
Online Birds GmbH
Online Birds hat sein kostenfreies Analysetool Hotel Digital Score um den AI-Prompt-Score erweitert. Die neue Kennzahl zeigt datenbasiert, wie häufig ein Hotel in KI-generierten Antworten von Systemen wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity erscheint. Damit reagiert[...]
Online Birds GmbH
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.