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Gastronomen verschenken bis zu 70.000 Euro jährlich

  • Gastronomiebetriebe schöpfen häufig nur einen Bruchteil der Funktionen ihrer digitalen Systeme aus – das ungenutzte Potenzial kann mehr als 70.000 Euro pro Jahr kosten
  • Integrierte Tools wie Google-Synchronisierung, automatisierte Gästekommunikation und digitale Küchensteuerung sind oft bereits vorhanden, werden aber kaum aktiviert
  • Wer bestehende Software-Funktionen konsequent nutzt, steigert Umsatz und Effizienz ohne zusätzliche Investitionen

GastronoviGastronovi

1. Digitale Sichtbarkeit ohne Mehraufwand erhöhen

Der erste Kontakt zwischen Gast und Restaurant findet heute fast immer online statt, etwa über die Google-Suche. Wer dort mit aktuellen Speisekarten, korrekten Öffnungszeiten, ansprechenden Fotos und Co. präsent ist, beantwortet die wichtigsten Fragen potenzieller Gäste auf einen Blick: Wo? Wann? Was? Viele Kassensysteme bieten deshalb längst eine direkte Synchronisierung mit Google My Business. Diese kostenlose Funktion erhöht die Online-Sichtbarkeit spürbar und macht doppelte Datenpflege überflüssig.

Auch Direktreservierungen über Google bzw. Google Maps sind mittlerweile häufig mit wenigen Klicks aktivierbar. Gerade in Tourismusdestinationen können so bis zu 30 Prozent der Reservierungen über diesen Kanal eingehen – ohne Medienbruch und ohne zusätzliche Kosten. Ergänzend dazu lohnt es sich, digitale Speisekarten per Plugin direkt in die eigene Webseite einzubetten. Das spart nicht nur Kosten für die Pflege, sondern stellt sicher, dass die Informationen immer aktuell sind.

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2. Gasterlebnis verbessern und Impulskäufe fördern

Ein häufig unterschätzter Umsatzhebel liegt im sogenannten Mixed Service, der Kombination aus klassischer Bedienung und digitaler Nachbestellung per QR-Code am Tisch. Das Prinzip ist einfach – wenn das Personal gerade beschäftigt ist, können Gäste das zweite Getränk oder ein Dessert eigenständig nachbestellen. So werden Impulskäufe abgefangen, die andernfalls verloren gehen würden. Wichtig: Dieser Ansatz erfordert keine komplette Prozessumstellung, sondern ergänzt den bestehenden Service als zusätzliche Option.

Darüber hinaus bieten Systeme wie das von Gastronovi heute die Möglichkeit, automatisiert Feedback-Anfragen nach dem Restaurantbesuch zu versenden. Wer zusätzlich Gutscheine als Belohnung hinterlegt, erhöht hierbei die Rücklaufquote und kann negative Bewertungen abfangen, bevor sie etwa auf öffentlichen Portalen wie Google oder Tripadvisor landen. Automatisierte Terminerinnerungen per E-Mail oder SMS tragen wiederum dazu bei, No-Shows zu reduzieren. Die entsprechende Funktion wird bislang jedoch nur von rund neun Prozent der ausgewerteten Betriebe genutzt.

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3. Produktivität steigern und wirtschaftliche Potenziale ausschöpfen

Digitale Küchenmonitore gehören zu den effektivsten, aber selten vollständig genutzten Werkzeugen in der Gastronomie. Sie ersetzen fehleranfällige Thermobons oder handgeschriebene Zettel, koordinieren Stationen und informieren das Servicepersonal in Echtzeit – etwa per Smartwatch-Benachrichtigung – wenn ein Gericht fertig ist. Betriebe, die dieses System konsequent einsetzen, berichten von deutlich weniger Stornierungen und effizienteren Abläufen.

Themen in diesem Artikel
Finanzen und ControllingSoftware und SystemeMarketingDATEVDigitalisierungGoogle My BusinessKassensystemeWarenwirtschaftssystem

Auch in der Buchhaltung schlummert ungenutztes Potenzial. Direkte Schnittstellen zu Diensten wie dem DATEV Buchungsdatenservice ermöglichen die automatisierte Übertragung vorkontierter Umsatzdaten, aufgeschlüsselt nach Zahlarten und Warengruppen. Das reduziert den manuellen Aufwand beim Steuerberater erheblich. Zudem lohnt es sich, den digitalen Gutscheinverkauf in Betracht zu ziehen. Er sorgt für sofortige Liquidität und generiert zusätzlichen Gewinn durch nicht eingelöste Gutscheine.

Die zentrale Botschaft von Christian Jaentsch ist klar: „Viele Gastronomen warten auf die nächste Innovation – dabei liegt das größte Potenzial oft in den Funktionen, die sie längst zur Verfügung haben.“ Wer bestehende Software-Tools konsequent aktiviert und nutzt, kann Marketing, Gasterlebnis, Produktivität und Wirtschaftlichkeit gleichzeitig verbessern, ganz ohne zusätzliche Investitionen. Bei einer konservativen Beispielrechnung ergibt sich somit laut Gastronovi ein Einsparungspotenzial von rund 5.850 Euro monatlich beziehungsweise über 70.000 Euro pro Jahr. 

Handlungsempfehlungen

  1. Prüfen Sie Ihre Software-Ausstattung systematisch: Erstellen Sie eine Liste aller verfügbaren Funktionen Ihres Kassensystems und gleichen Sie ab, welche davon tatsächlich aktiviert sind. Lassen Sie sich von Ihrem Anbieter zeigen, welche ungenutzten Module vorhanden sind.
  2. Aktivieren Sie die Google-Integration: Synchronisieren Sie Ihre Daten mit Google My Business und schalten Sie Direktreservierungen über Google Maps frei. In touristischen Regionen können Sie so bis zu 30 Prozent zusätzliche Buchungen generieren.
  3. Implementieren Sie automatisierte Gästekommunikation: Richten Sie automatische Terminerinnerungen und Feedback-Anfragen ein. Nutzen Sie Gutscheine als Anreiz, um die Rücklaufquote zu erhöhen und negative öffentliche Bewertungen zu vermeiden.
  4. Nutzen Sie digitale Küchenmonitore konsequent: Ersetzen Sie Thermobons und handschriftliche Notizen durch digitale Bildschirme. Binden Sie alle Stationen ein und informieren Sie Ihr Servicepersonal in Echtzeit über fertige Gerichte.
  5. Automatisieren Sie Ihre Buchhaltung: Aktivieren Sie Schnittstellen zu Diensten wie DATEV und übertragen Sie vorkontierte Umsatzdaten automatisch. Das spart Zeit und reduziert Fehler bei der Steuerberatung.
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