Vollautomatische Profiküche: Von der Bestellung bis zur Ausgabe
Transgourmet holt seine „Kundenreise automatische Küche“ aus dem eigenen Innovationszentrum direkt auf die Messefläche in Halle B5. Der Lebensmittelhändler demonstriert zwei Varianten: eine für die klassische Gastronomie, eine für die Gemeinschaftsverpflegung. Gemeinsam mit den Partnern Menoovo, goodBytz und Robozän zeigen die Unternehmen den kompletten Prozess – angefangen beim robotergeprüften Speisekonzept über die digitale Bestellannahme bis zur vollautomatischen Zubereitung und Ausgabe.
Der Kochroboter von goodBytz übernimmt dabei die zentrale Aufgabe: Bis zu 3.000 von Spitzenköchen entwickelte Gerichte lassen sich täglich in gleichbleibender Qualität produzieren – unabhängig davon, ob qualifiziertes Küchenpersonal verfügbar ist oder nicht. Als Deutschland-Premiere fährt zudem ein Serviceroboter von Robozän durch die Halle und nimmt über sein großes Touchdisplay direkt Bestellungen entgegen, die im Hintergrund von Menoovo verarbeitet werden. Messebesucher können die robotergekochten Speisen vor Ort verkosten.
Gemeinschaftsverpflegung: Komplexe Abrechnung wird zum Kinderspiel
Für Schulküchen, Kantinen und andere Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung hat Transgourmet den Abrechnungsspezialisten foove in die Demonstration integriert. Das System bildet selbst vielschichtige Konstellationen ab – etwa wenn Eltern Guthaben für ihre Kinder verwalten, Behörden Zuschüsse gewähren oder verschiedene Preismodelle parallel laufen. Die Messebesucher können beide Varianten live erleben: mit und ohne Robotereinsatz.
„Viel zu häufig werden Dienstleistungen verkauft, die die Anbieter selbst nie ausprobiert haben. Deshalb haben wir 2025 ein eigenes Innovation Hub eingerichtet, wo wir innovative Partner live im echten Betrieb einsetzen und vorzeigen. Mit der Kundenreise automatische Küche gehen wir neue Wege, um Profiküchen zukunftsfähig aufzustellen. Wir freuen uns sehr, das Ergebnis unserer Kooperation mit goodBytz und Menoovo bzw. foove erstmals auf der INTERNORGA einem breiten Fachpublikum vorstellen zu können“, erklärt Kathrin Willhardt von Transgourmet Deutschland.
„Gemeinsam mit Transgourmet machen wir sichtbar, wie marktreif Kochrobotik heute bereits ist. Mit diversen Robotern in Deutschland, Österreich und Südkorea, die in der Betriebsverpflegung, im Retail und im Defense-Bereich im Einsatz sind, fließen reale Erfahrungen direkt in die Weiterentwicklung unserer Systeme ein. Der persönliche Austausch auf der Messe hilft uns, diese Praxisnähe weiter zu schärfen“, so Hendrik Susemihl von goodBytz.
Breites Angebotsspektrum: Vom Dönerroboter bis zur KI-gestützten Warenwirtschaft
Die Vielfalt der Robotik-Lösungen auf der INTERNORGA geht weit über Kochroboter hinaus. HandsOn Robotics und Vasteras Industri AB zeigen, wie automatisierte Zubereitungsprozesse den Küchenalltag vereinfachen. Im Servicebereich präsentieren kamasys, Giovanni L. (Giobotics/Pudu) und KBS Gastrotechnik Roboter, die das Personal entlasten, Laufwege verkürzen und Abläufe straffen. Nexaro stellt autonome Reinigungssysteme vor, die hygienische Standards eigenständig sicherstellen.
Shanghai Hi-Dolphin demonstriert vollautomatisierte Kaffee- und Food-Konzepte, die neue Verkaufsmöglichkeiten eröffnen. Simpra und Hylab Media zeigen digitale Gesamtlösungen, die Robotik mit Kassensystemen, Warenwirtschaft, Digital Signage und KI-gestützten Bedarfsprognosen verknüpfen. Rund-um-die-Uhr-Konzepte für Mitarbeitendenverpflegung mit App-Vorbestellung bringt die Stüwer GmbH & Co. KG mit, während NonStop Shop GmbH Lösungen für die Direktvermarktung präsentiert.
Fazit
Die INTERNORGA 2026 markiert einen Wendepunkt: Robotik in der Gastronomie ist keine Zukunftsvision mehr, sondern einsatzbereite Realität. Die Bandbreite reicht von spezialisierten Einzellösungen bis zu vollständig vernetzten Küchensystemen. Besonders bemerkenswert ist der Ansatz von Transgourmet, Technologien erst im eigenen Innovationszentrum unter Realbedingungen zu testen, bevor sie Kunden angeboten werden. Das schafft Vertrauen und zeigt: Die Lösungen funktionieren nicht nur in der Theorie, sondern im harten Betriebsalltag.
Für Betriebe, die unter Personalmangel und Effizienzdruck leiden, bietet die Messe konkrete Perspektiven. Die präsentierten Systeme können den Arbeitsalltag spürbar entlasten – von der Entlastung des Servicepersonals über gleichbleibende Produktqualität bis zur Reduktion von Personalabhängigkeit. Der direkte Austausch mit Anbietern und anderen Betrieben vor Ort hilft dabei, die passende Lösung für die eigenen Anforderungen zu finden.











