Suche
Anzeige

Der Winter-Boost: Wie Restaurants das Saisongeschäft richtig nutzen

Die Wintermonate zählen für viele Restaurants neben der Sommerzeit zu den umsatzstärksten Perioden. Weihnachtsfeiern, Firmenessen und Familienfeste füllen die Tische, fordern gleichzeitig aber auch das Team. Ein strukturiertes Reservierungs- und Gästemanagement ist entscheidend, um Abläufe effizient zu gestalten und gleichzeitig eine festliche Atmosphäre zu bewahren. Welche Strategien sich in der Praxis bewährt haben, erläutert Natalie Seifert von orderbird.

orderbirdorderbird

Wie behalten Restaurants in der Wintersaison den Überblick?

Die Weihnachtszeit bringt eine besonders hohe Auslastung mit sich – Tische sind frühzeitig reserviert, größere Gruppen planen festliche Menüs und spontane Gäste oder kurzfristige Änderungen kommen dazu. Ohne klare Abläufe können Service und Küche schnell an ihre Grenzen geraten. Erfahrene Teams setzen daher auf eine Kombination aus vorausschauender Planung, transparenter Kommunikation und flexibler Anpassung. Sie erstellen frühzeitig Tischpläne, ordnen Gruppen nach Größe und Menüwahl, führen kurze Briefings zu Beginn jeder Schicht durch und halten regelmäßige Statusupdates während des Betriebs ab. Unterstützt werden diese Abläufe durch digitale Tools, die Reservierungen aktuell halten, freie Kapazitäten sichtbar machen und Doppelbuchungen vermeiden, sodass das Team schnell auf Änderungen reagieren kann und der Überblick auch bei voller Auslastung erhalten bleibt.

Welche Rolle spielt die Koordination zwischen Service und Küche?

Eine reibungslose Abstimmung zwischen Service und Küche ist entscheidend, um den Gästeservice auch bei voller Auslastung stabil zu halten. Kurze Briefings zu Beginn der Schicht, klare Zuständigkeiten und regelmäßige Updates sorgen dafür, dass Bestellungen und Sonderwünsche korrekt umgesetzt werden. Mit Funkbonieren lassen sich Bestellungen direkt vom Tisch an die Küche senden, wodurch lange Laufwege und Übertragungsfehler vermieden werden. Gleichzeitig ermöglicht die digitale Tischplan- und Gangsteuerung eine optimale Reihenfolge der Gänge, sodass Servicekräfte und Köche jederzeit den Überblick behalten und flexibel auf Änderungen reagieren können. So wird die Zusammenarbeit im Team effizienter, Wartezeiten werden reduziert und die Gäste erhalten ihre Speisen pünktlich und korrekt.

Partner aus dem HORECA Scout

Wie lässt sich flexibel auf kurzfristige Änderungen reagieren?

Kurzfristige Änderungen sind in der Hochsaison unvermeidlich: Gäste sagen ab, Gruppen teilen sich oder passen ihre Menüs an. Ein flexibles Zusammenspiel von analogen Methoden und digitalen Tools hilft, schnell zu reagieren. Notizen, interne Abstimmungen und kurze Besprechungen sorgen dafür, dass das Team informiert bleibt, während digitale Systeme Reservierungen aktuell halten, freie Plätze anzeigen und automatisch relevante Mitarbeitende benachrichtigen. So bleibt der Betrieb auch bei hoher Auslastung effizient und Gästeerlebnisse werden nicht beeinträchtigt.

Lesen Sie auch
Gastro, Recht und GewerbeRecht und ComplianceSteuernSoftware und Systeme
Kassenpflicht ab 100.000 Euro: Was auf Gastronomie und Hotellerie zukommen könnte

Wie können Daten und Erfahrung für die Planung genutzt werden?

Neben der täglichen Organisation liefern gesammelte Daten und Erfahrungswerte wichtige Hinweise für die kommende Saison. Informationen über Tischbelegung, bevorzugte Reservierungszeiten oder wiederkehrende Gruppen ermöglichen es, Personalbedarf, Einkaufsmengen und Sitzpläne besser einzuschätzen. Zusätzlich geben Analysen der bestellten Menüs Aufschluss darüber, welche Gerichte besonders beliebt sind – etwa klassische Weihnachtsbraten, vegetarische oder vegane Alternativen, Desserts oder spezielle Beilagen. Wer diese Daten mit der Erfahrung des Teams kombiniert, kann Abläufe verbessern, Engpässe reduzieren und die Planung von Weihnachtsmenüs und Sonderaktionen noch gezielter auf die Gästewünsche abstimmen.

Themen in diesem Artikel
MarketingMarketingWeihnachtszeit

Wie bleibt die festliche Atmosphäre trotz hoher Auslastung erhalten?

Strukturierte Abläufe schaffen den nötigen Freiraum, um Gäste individuell zu betreuen. Freundliche Begrüßung, Beachtung von Sonderwünschen und die Koordination mehrgängiger Menüs sind auch in der Hochsaison möglich, wenn Organisation, Kommunikation und digitale Unterstützung harmonisch zusammenwirken. So können Servicekräfte passend zum Menü Empfehlungen zu Wein oder Getränken aussprechen oder kleine festliche Starter servieren, um kurze Wartezeiten zwischen den Gängen angenehm zu überbrücken. Diese Balance aus effizientem Ablauf und aufmerksamem Service sorgt dafür, dass Gäste die festliche Stimmung genießen können, während das Team souverän arbeitet und der Service stabil bleibt.

Fazit

Die Wintersaison stellt Restaurants vor besondere organisatorische Herausforderungen. Ein erfolgreiches Reservierungs- und Gästemanagement kombiniert vorausschauende Planung, klare Teamkoordination und die gezielte Nutzung digitaler Unterstützung. Diese ausgewogene Herangehensweise sorgt für reibungslose Abläufe, entlastet das Team und ermöglicht ein hochwertiges Gästeerlebnis – selbst bei voller Auslastung.

Lesen Sie auch
Recht und ComplianceRechtsprechung und UrteileArbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung
Attest ab Tag 1, Telefon-AU vor dem Aus: Was auf Hoteliers und Gastronomen zukommt
Pavel Danilyuk, Pexels
Gastro, Recht und Gewerbe

Kassenpflicht ab 100.000 Euro: Was auf Gastronomie und Hotellerie zukommen könnte

Der Papierbon soll fallen, die elektronische Kasse zur Pflicht werden, und wer künftig keinen Beleg bereitstellt, müsste erstmals ein Bußgeld zahlen. Der Entwurf aus dem Bundesministerium der Finanzen sieht die Kassenpflicht ab 2028 vor und legt die nächste Stufe unterhalb der 100.000-Euro-Grenze bereits an. Beschlossen ist noch nichts, doch die Richtung ist erkennbar.

Markus Winkler, Pexels
Gastro, Recht und Gewerbe

Der Strohhalm als Prüffall: Was die neuen PFAS-Grenzwerte für die Gastronomie bedeuten

Seit dem 12. August gelten in der EU erstmals Grenzwerte für PFAS in Lebensmittelverpackungen. Zwei Monate später folgt ein zweiter Stichtag, der Papier und Karton im Lebensmittelkontakt direkt trifft. Für Gastronomiebetriebe wird damit ein Cent-Artikel zum Compliance-Thema. Und ausgerechnet die Alternative, auf die nach dem Plastikverbot fast alle umgestiegen sind, ist die am häufigsten belastete.

Markus Höfemann
Branche und Trends

Gastfreundschaft 2035 – Zehn Thesen von Niels Battenfeld zur Zukunft der Privathotellerie

Wird die Hotellerie von morgen von Künstlicher Intelligenz bestimmt – oder von etwas ganz anderem? Niels Battenfeld, Gründer der Lieblingsplatz Hotels, setzt in zehn zugespitzten Thesen einen bewussten Kontrapunkt zur gängigen Transformationsdebatte. Seine Kernfrage zielt nicht auf Technologie, sondern auf das Gefühl, das bleibt: Wie sieht Gastfreundschaft im Jahr 2035 aus, wenn wirtschaftliche Effizienz und echte Begegnung zusammenspielen müssen?

Waldemar Brandt, Unsplash
Allgemeine Haustechnik

Gasträume kühlen ohne Umbau: Worauf es bei mobilen Klimageräten und Luftreinigern ankommt

Wenn eine fest installierte Klimaanlage nicht möglich ist, bleiben mobile Klimageräte und Luftreiniger die praktikable Lösung für Gasträume. Entscheidend sind drei Dinge: die richtige Kühlleistung für die Raumgröße, ein Gerät mit zwei Schläuchen statt einem und eine Aufstellung, die Gäste nicht durch Lärm oder Zugluft stört. Der Rest ist Betriebsführung.

Weitere Artikel zum Thema

Erlenbacher
Kaffee und Kuchen gelten als solides Nachmittagsgeschäft – doch eine aktuelle repräsentative Umfrage zeigt: Das klassische Duo kann weit mehr. Warum entscheidet nicht der Preis, sondern die Auswahl über den nächsten Besuch? Und weshalb reagiert[...]
Erlenbacher
DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH, Campaign Creators, Unsplash
Seit 1996 bieten die offiziellen Hotelsterne Gästen Orientierung und Hotels eine einheitliche Grundlage für die Positionierung. Zum 30-jährigen Bestehen richtet die Deutsche Hotelklassifizierung den Blick nach vorn: Die Sterne sollen künftig auch von KI-gestützten Such-[...]
DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH, Campaign Creators, Unsplash
Gemini, onlinebirds
Reisende fragen heute ChatGPT und Gemini nach dem passenden Hotel – doch viele Betriebe tauchen in diesen Empfehlungen gar nicht erst auf. Die erste Auswertung des AI Prompt Scores zeigt: Wer künftig von KI-Systemen empfohlen[...]
Gemini, onlinebirds
Canva
Ein einziger technischer Check, knapp 20.000 Hotel-Websites – und ein Ergebnis, das die Branche aufhorchen lässt: Ausgerechnet die Häuser mit den meisten Sternen patzen am häufigsten. Was steckt hinter dem „Luxus-Paradox", und warum wird digitale[...]
Canva
Aerps.com, Unsplash
Immer mehr Reisende lassen sich Unterkünfte von ChatGPT, Gemini oder anderen KI-Systemen empfehlen. Eine Untersuchung von 515 gehobenen Hotels im deutschsprachigen Raum zeigt: Privat geführte Einzelhäuser sind dort deutlich seltener sichtbar als Hotelketten und Mehrhausbetriebe.[...]
Aerps.com, Unsplash
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.